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Alessio Orfanello (links) hat sich am Knie verletzt. © DLife/RM

Pechvogel Orfanello und das erneute Knie-Drama

Es gibt wohl keinen Spieler in Südtirol, der eine solche Leidensgeschichte wie Alessio Orfanello hat. Nun wurde ein weiteres bitteres Kapitel hinzugefügt.

Fünf (!) Kreuzbandrisse hat sich Alessio Orfanello in seiner Karriere schon zugezogen und trotzdem ist er Woche für Woche noch auf den Fußballfeldern im Einsatz. Mehr noch: Mit seiner spielerischen Klasse und der großen Torgefahr zählt der 29-Jährige zu den besten Offensivakteuren der Oberliga und ist deshalb auch mitentscheidend, dass der Bozner FC nach drei Spieltagen mit dem Punktemaximum von neun Zählern an der Tabellenspitze liegt.


Auch am Sonntag gegen Tramin hatte Orfanello beim 2:0-Sieg einen Bärenanteil am Erfolg, hat er doch das Eigentor von Stefan Rellich mustergültig „aufgelegt“. Doch in der zweiten Halbzeit der Schock: Nach einem Zweikampf mit Daniel Sebastiani verletzte sich der wieselflinke Stürmer neuerlich am Knie, musste mit der Trage vom Feld gebracht und ins Krankenhaus gefahren werden.

Der Zeitpunkt schmerzt
Noch weiß Orfanello nicht, wie schwer die Verletzung wirklich ist. Allerdings gab es im Krankenhaus eine leichte Entwarnung. „Der Arzt hat mir den Schubladentest gemacht und gesagt, dass das Kreuzband stabil ist. Es hat wohl ein Seitenband getroffen. Sollte das so sein, könnte ich in zwei Monaten wieder spielen“, brennt der Angreifer trotz seines enormen Verletzungspechs noch für den Fußball.

Endgültige Gewissheit wird eine Magnetresonanz am Donnerstag bringen. Vor allem der Zeitpunkt der Verletzung ärgert Orfanello. „Wir sind zurzeit wirklich extrem gut drauf. Am Sonntag steht dann auch noch das Derby gegen Virtus Bozen an, am Mittwoch darauf treffen wir auf meinen Ex-Klub St. Georgen. Das tut schon weh, da nicht dabei zu sein.“
„Am Samstagabend zu wissen, dass es am Sonntag kein Spiel gibt, würde mich traurig machen.“ Alessio Orfanello

Woher er die Kraft nimmt, nach so vielen Verletzungen immer wieder zurückzukommen? „Ich habe schon oft an ein Karriereende gedacht. Aber der Fußball fehlt mir dann einfach immer zu viel. Am Samstagabend zu wissen, dass es am Sonntag kein Spiel gibt, würde mich traurig machen. Deshalb mache ich es noch, so lange es irgendwie geht.“

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