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Zug zähmt die Panther: Der DolomitenCup wandert in die Schweiz

Der EV Zug gewann den DolomitenCup (Foto Max Pattis)

Der EV Zug gewann den DolomitenCup (Foto Max Pattis)

13. August 2017, 22:50 Eishockey

Eine Spielszene des Finales (Foto Max Pattis)

Eine Spielszene des Finales (Foto Max Pattis)

Der EV Zug hat sich zum zweiten Mal nach 2010 den Turniersieg beim internationalen DolomitenCup in Neumarkt gesichert. Vor mehr als 1.200 Zuschauern in der rappelvollen Würtharena wies der Schweizer Vize-Meister Titelverteidiger Augsburg mit 5:4 in die Schranken. Das kleine Finale gewann Les Rapaces de Gap.

Das über weite Strecken hochklassige Finale begann mit wahrem Power-Eishockey der Zuger, die das Gaspedal voll durchdrückten und bereits im ersten Powerplay den Torreigen eröffneten. Viktor Stålberg war nach drei Minuten zur Stelle, als Panther-Goalie Jonathan Boutin die Scheibe abprallen ließ. Er netzte zum 1:0 ein. Die Schwaben fanden auch in der Folge nicht ins Spiel, auch weil sie sich durch unnötige Strafen immer wieder schwächten. Eine dieser Überzahlsituationen nutzte Zug, um in der neunten Minute auf 2:0 zu erhöhen. Der Kapitän des Schweizer Nationalteams Raphael Dìaz drosch die Hartgummischeibe von der blauen Linie in die Maschen. Die Panther wussten zu diesem Zeitpunkt gar nicht wie ihnen geschieht. Erst nachdem Lino Martschini mit einem Pfostenknaller am 3:0 vorbeischrammte, wachten die DEL-Cracks auf. Eine der ersten richtigen Offensivaktionen wurde prompt mit dem Anschlusstreffer belohnt: Scott Valentine gab dem Augsburger Schlussmann Tobias Stephan in der 16. Minute erstmals das Nachsehen.


Power-Eishockey und Emotionen pur

Im Mittelabschnitt begann zunächst der Titelverteidiger aus Bayern druckvoll, doch schon bald kauften ihm die Eidgenossen wieder die Schneid ab. Eine neuerliche Überzahlsituation führte schließlich zum 3:1. Auf Zuspiel von Dìaz beförderte Reto Suri den Puck ins Kreuzeck. Die Panther zeigten sich wenig beeindruckt und trugen nun zu einem rassigen Schlagabtausch bei, der die Gemüter in der Würtharena immer wieder hochgehen ließ. In der 33. Minute war es erneut Valentine, der die Augsburger Offensivbemühungen in einen Torerfolg ummünzte. Er verkürzte nach einer tollen Kombination auf 2:3. Ausgerechnet jetzt, als die Panther ihre beste Phase hatten, schlugen die Zuger bei zwei ihrer seltenen Entlastungsangriffe eiskalt zu: Zunächst war es Suri, der Boutin im Eins-gegen-Eins alt aussehen ließ, nur eine Minute später erhöhte Timothy Kast aus kurzer Distanz auf 5:2.


Augsburg macht es nochmal spannend

Im Schlussabschnitt zollten beide Teams dem bis dahin enorm hohen Spielrhythmus Tribut. Nennenswerte Torchancen waren nun Mangelware. Das lag auch daran, dass Zug bewusst Tempo rausnahm, um in der Defensive kein unnötiges Risiko einzugehen. Erst in der 54. Minute konnte Augsburg den Schweizer Abwehrriegel knacken. Mal wieder war es der überragende Valentine, der sein Team am Leben hielt und eine brisante Schlussphase einläutete. Die Spannung stieg nur kurze Zeit später nochmal deutlich an, als Braden Lamb Augsburg im Powerplay auf 4:5 heranbrachte. Nun kochten die Emotionen immer wieder über, doch Zug behielt am Ende den Durchblick und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Der zweite Titelgewinn beim DolomitenCup war unter Dach und Fach.


Franzosen gewinnen das kleine Finale

Les Rapaces de Gap hat seine erstmalige Teilnahme am DolomitenCup mit Platz drei gekrönt. Die Franzosen besiegte die Nürnberg Ice Tigers am Ende eines offenen Schlagabtauschs mit 6:3.


FINALE Dolomiten Cup

EV Zug – Augsburger Panther 5:4 (2:1, 3:1, 0:2)

Zug:
Treutle (Jenike); Köppchen-Gilbert, Festerling-Aronson, Mebus-Torp, Alanov-Weber; Steckel-Möchel-Pföderl, Dupuis-Pfleger-Segal, Reinprecht-Ehlyz-Reimer, Buzas-Fox-Pohl
Coach: Harold Kreise

Augsburg:
Lerg (Bertrand); Ross-McCormack, Crinon-Campbell, Raux-Faure, Ritz; Glen-Tringale-Scheid, Bouvet-Thillet-Gutierrez, Lewis-Hulshof-McDonald, Ritt-Faure-Serer
Coach: Michael Stewart 

Tore:
1:0 Viktor Stålberg (2.49), 2:0 Raphael Dìaz (8.19), 2:1 Scott Valentine (15.26), 3:1 Reto Suri (24.51), 3:2 Scott Valentin (32.16), 4:2 Reto Suri (38.56), 5:2 Timothy Kast (39.44), 5:3 Scott Valentine (53.07), 5:4 Braden Lamb (55.49)


„Best Player“ Zug:
Viktor Stålber

„Best Player“ Augsburg:
Scott Valentine

Schiedsrichter:
Andrea Benvegnù, Turo Virta

Zuschauer:
1.213 (ausverkauft)


SPIEL UM PLATZ 3

Nürnberg Ice Tigers – Les Rapaces des Gap 3:6 (1:1, 2:0, 0:5)  

Nürnberg: Treutle (Jenike); Köppchen-Gilbert, Festerling-Aronson, Mebus-Torp, Alanov-Weber; Steckel-Möchel-Pföderl, Dupuis-Pfleger-Segal, Reinprecht-Ehlyz-Reimer, Buzas-Fox-Pohl
Coach: Rob Wilson

Gap: Lerg (Bertrand); Ross-McCormack, Crinon-Campbell, Raux-Faure, Ritz; Glen-Tringale-Scheid, Bouvet-Thillet-Gutierrez, Lewis-Hulshof-McDonald, Ritt-Faure-Serer
Coach:Luciano Basile

Tore: 0:1 Eric Scheid (8.58), 1:1 Dane Fox (11.04), 2:1 Petr Pohl (34.55), 3:1 Eugen Alanov (36.52), 3:2 Tim Campbell (44.54), 3:3 Maurin Bouvet (51.24), 3:4 Shawn Hulshof (54.17), 3:5 Eric Scheid (57.40), 3:6 Chad McDonald (59.09)

„Best Player“ Nürnberg: Dane Fox

„Best Player“ Gap: Graeme McCormack

Schiedsrichter: Alex Lazzeri, Andrea Moschen

Zuschauer:
582





Alter: 5 Tag(e)