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Faschistischer Torjubel: Skandal bei Amateurspiel in Marzabotto

Der faschistische Torjubel (Foto Screenshot)

Der faschistische Torjubel (Foto Screenshot)

13. November 2017, 18:46 Fußball

Nach seinem Siegtreffer gegen Marzabotto hat Eugenio Maria Luppi, Spieler von 65 Futa (2. Amateurliga in der Emilia-Romagna), für einen Faschismus-Skandal gesorgt.

Luppi erzielte gegen Marzabotto in den Schlusssekunden des Spiels den entscheidenden Treffer und rannte danach jubelnd in Richtung Zuschauer. Dabei zog er sich das Leibchen vom Leib, darunter kam ein schwarzes Trikot mit dem Symbol der Republik von Salò zum Vorschein. Außerdem streckte Luppi seinen rechten Arm in die Höhe und machte offensichtlich den Faschistengruß.




Vom Verein suspendiert

Mit dieser Geste sorgte Luppi für einen Skandal. In einer offiziellen Presseaussendung forderte der PD, dass der Spieler nicht nur sportrechtlich, sondern auch zivilrechtlich bestraft wird. Der Verein hat jedenfalls umgehend reagiert und Luppi, der sich auf Facebook entschuldigt hat, suspendiert.

Erschwerend hinzu kommt noch, dass Marzabotto während des Zweiten Weltkriegs Schauplatz eines grausamen Kriegsverbrechens war: Zwischen dem 29. September und dem 1. Oktober 1944 verwüsteten deutsche Soldaten die Umgebung und töteten über 770 Zivilisten, laut einigen Quellen bis zu 1836 Personen, vor allem alte Männer, Frauen und Kinder. Nach Darstellung der SS handelte es sich bei den Opfern des Massakers um „Banditen und Bandenhelfer“.




Alter: 5 Tag(e)