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KIKU Sports Academy: Sportpersönlichkeiten geben Ratschläge

Das obligatorische Gruppenbild nach der Vortragsreihe (Foto: IMS)

13. Oktober 2017, 11:01 Andere Sportarten

Was ist Erfolg? Was macht mich erfolgreich? So vielfältig wie noch nie war das 2. KIKU Sports Academy (KSA) im Rahmen des International Mountain Summit 2017 in Brixen. Zum Motto „Baue an Deinem Erfolg“ standen 250 jungen Nachwuchstalenten namhafte Redner zur Seite. Schnell wurde klar: Zum Erfolg eines Sportlers gehören nicht allein Medaillen, sondern auch das Wissen über Rhetorik, innere Stärke und eine gute Ernährung.

Ob er ein Vorbild sei, wird er gefragt. Samuel Koch verneint: „Wer über Autos springt, ist kein Vorbild.“ Dabei ist für die jungen Zuhörer bereits klar, dass er durchaus eine Persönlichkeit ist, die Mut macht. Nach dem Unfall bei der Fernsehsendung „Wetten, dass..?“ hat Samuel Koch innere Stärke gezeigt und gelernt, seinen Alltag neu auszurichten und zu gestalten. Heute ist er vielseitig engagiert, gibt Gutes weiter, spricht über Motivation. Er war einer der gefragtesten Redner bei der KIKU Sports Academy, bei der in diesem Jahr Themen wie Ernährung, Motivation und Rhetorik im Fokus standen. Diese Aspekte sollten den zahlreichen anwesenden Sportlern von Tennisspielerin Verena Meliss bis hin zu Snowboarder Edwin Coratti auf den Weg gegenben werden.

Samuel Koch hat 17 Jahre lang selbst Leistungssport betrieben. In seiner Zeit als Turner habe er immer dann gute Leistungen gezeigt, wenn er sich auch mental motivieren konnte. Das Thema Ehrgeiz war daher auch in der Reha-Klinik nie ein Problem für ihn. „Für mich war es eher die falsche Motivation, ständig unter Menschen zu sein und mich mit anderen Gleichgesinnten gegenseitig anzuspornen“, sagt er. Viel eher habe es ihm geholfen, seine eigene Erwartungshaltung anzupassen und die neuen Situationen besser akzeptieren zu lernen. „Es hilft wenig, nur auf das zu schauen, was nicht gut gelaufen ist.“

Für die ehemalige Spitzenleichtathletin Monika Niederstätter ist vor allem die mentale Stärke ein wichtiger Erfolgsfaktor im Spitzensport. Sie rät dazu, das eigene Selbstwertgefühl kontinuierlich aufzubauen, den inneren Überzeugungen zu folgen sowie ein Gespür dafür zu entwickeln, wie die eigenen Gefühle wahrgenommen und auch gesteuert werden können.

Entscheidend für diese innere Haltungsstärke ist auch ein sicheres Auftreten. Der Rhetoriktrainer Alfred E. Mair betonte, wie wichtig die eigene Körperhaltung und Stimme für Gespräche, Interviews und Sponsoren-Auftritte sind. Anhand von zahlreichen Übungen gab er den jungen Teilnehmern schrittweise mehr Sicherheit weiter. Dabei ist eine Lektion für ihn entscheidend: „Bleibt immer ihr selbst, bleibt gelassen und natürlich.“ „Die Gewinner entscheiden einen Wettkampf anhand von Details für sich“, bestätigt anschließend auch der Erfolgstrainer der schwedischen Ski-Mannschaft Heinz Peter Platter. Er sieht dabei auch eine Aufgabe bei den Trainern und ihrem Verständnis vom Trainer-Sein. Mentoren von heute müssten auch Menschenkenner sein.

Der Skirennläufer Peter Fill erzählte im Gespräch von den vielseitigen Erfahrungen während seiner Karriere. Vor allem den bewussten Umgang mit dem eigenen Körper habe er erst durch die langjährige Erfahrung besser verstanden.

Bei der KIKU Sports Academy wurde außerdem deutlich, wie wichtig es ist, den Athleten auch bei ihrer Ernährung unterstützend zur Seite zu stehen. Dr. Katharina Wirnitzer stellte mit ihrer rein pflanzlichen Sporternährung die vielfältigen ernährungs‐ und leistungsphysiologischen Vorteile für den Sportler vor. Studien zeigen, dass durch eine bewusste vegane Ernährung eine verkürzte Regenerationszeit möglich ist, außerdem eine langfristig bessere sportliche Leistungsfähigkeit, ein starkes Immunsystem und ein stabiles Körpergewicht.



Alter: 8 Tag(e)