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WM Hochfilzen: Deutschland holt Gold, Italien auf Rang fünf

Lange auf Medaillenkurs, am Ende auf Platz fünf: die 4 Azzurre (FISI)

Lange auf Medaillenkurs, am Ende auf Platz fünf: die 4 Azzurre (FISI)

17. Februar 2017, 16:02 Biathlon-WM 2017

Topfavorit Deutschland hat am Freitagnachmittag den Staffelbewerb der Frauen gewonnen. Italien mit den drei Südtirolerinnen Sanfilippo, Runggaldier und Wierer lag lange auf Medaillenkurs, musste sich am Ende aber mit dem fünften Platz zufrieden geben.

Die Frauenstaffel war extrem spannend. Zunächst lag Frankreich mit Anais Chevalier in Führung. Beim ersten Wechsel lag Italiens Startläuferin Lisa Vittozzi (1 Nachlader) auf dem zweiten Platz, 7,5 Sekunden hinter den Französinnen, während Deutschland mit Vanessa Hinz an dritter Stelle liegend an ihre Teamkollegin übergab.

In der Folge kämpfte sich Italien mit der überragenden Federica Sanfilippo an die Spitze. Während die Konkurrenz am Schießstand große Schwierigkeiten hatte, traf die 26-Jährige aus Ridnaun neun von zehn Scheiben. In der Loipe konnte „Fedi“ zwar nicht ganz mit ihren Konkurrentinnen mitmachen, trotzdem übergab sie in Führung liegend an Alexia Runggaldier, 6 Sekunden vor Deutschland und bereits 25,7 Sekunden vor der Ukraine.


Runggaldier kann die Führung nicht verteidigen – Wierer riskiert alles

Alexia Runggaldier kam hingegen nicht in Tritt. In der Loipe schwerfällig, musste die 25-Jährige aus St. Christina liegend zwei Mal nachladen. Auch stehend schoss die Bronzemedaillengewinnerin des Einzelwettkampfs wenig später eine Fahrkarte. Mit jetzt 29,4 Sekunden Rückstand ging Italien an sechster Stelle liegend ins Finale. Vorne lief Deutschland dank der phänomenalen Leistung von Franzsika Hildebrand ein einsames Rennen.  

Italiens Schlussläuferin Dorothea Wierer hielt liegend mit der Konkurrenz mit, traf alle fünf Scheiben und verkürzte den Rückstand auf die Medaillenränge. Die Entscheidung im Kampf um Edelmetall musste somit beim letzten Schießen fallen. Stehend musste Laura Dahlmeier zwei Mal nachladen, verließ das Stadion aber trotzdem an erster Stelle. Dahinter trafen Tschechien, die Ukraine und Frankreich alle fünf Scheiben, während Dorothea Wierer schnell begann und Zeit gutmachte, dann aber eine Scheibe stehenließ und aufgrund des Nachladers wertvolle Zeit liegenließ. Damit waren die „Azzurre“ aus dem Rennen um die Medaillen.


Dahlmeier gewinnt zehnte WM-Medaille in Serie

Dahlmeier wickelte den deutschen Staffelsieg vorne souverän in trockene Tücher. Dahinter kämpften die Ukraine, Frankreich und Tschechien um Silber und Bronze. Am Ende holten die Ukrainerinnen mit Olena Pidhrushna Silber, 1,7 Sekunden vor Frankreich, das nach der zweiten Fraktion zwischenzeitlich auf Rang acht abgerutscht war. Die „Holzmedaille“ ging an Tschechien, während Wierer die Ziellinie als Fünfte überquerte.

Für Laura Dahlmeier war es übrigens die zehnte WM-Medaille in Serie. Das ist eine neue alleinige Bestmarke, nachdem sie sich diesen Rekord bis zum Freitag mit der Norwegerin Tora Berger hatte teilen müssen.

Die WM in Hochfilzen wird am Samstag mit der Staffel der Männer fortgesetzt.


Biathlon WM in Hochfilzen, Staffel der Frauen:


GOLD: Deutschland (Hinz, Hammerschmidt, Hildebrand, Dahlmeier) 1:11.16,6/0+9
SILER: Ukraine (Varvynets, Dzhima, Merkushyna, Pidhrushna) +6,4/0+4
BRONZE: Frankreich (Chevalier, Aymonier, Braisaz, Dorin Habert) +8,1/0+7

4. Tschechien (Jislova, Puskarcikova, Vitkova, Koukalova) +14,0/0+6
5. Italien (Vittozzi, Sanfilippo, Runggaldier, Wierer) +36,5/0+6

SN/Hannes Kröss

Alter: 70 Tag(e)

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