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Transalpine-Run: Drei Südtiroler Gesamtsieger in Sexten

Die drei Sieger-Paare aus Südtirol (Foto: wisthaler.com)

Die drei Sieger-Paare aus Südtirol (Foto: wisthaler.com)

6. September 2014, 11:23 Extremsport

Nach acht Tagen, 293 km und ca.14.000 Höhenmetern ist die 10. Transalpine-Run heute zu Ende gegangen. Die Schlussetappe führte von Niederdorf über 33,40 km/1.269 hm nach Sexten. Ca.350 Zweierteams aus 30 Nationen haben die spektakuläre Alpenüberquerung zu Fuß bestritten. Davon elf Südtiroler Mannschaften, die in drei von sechs Kategorien den ersten Platz belegt und insgesamt sieben Podiumsplätze erobert haben.

Tamara Lunger und Annemarie Gross sicherten sich den Gesamtsieg in der Damenkategorie mit fünf ersten, zwei zweiten und einem vierten Platz überlegen. Die Extrembergsteigerin aus Gumer und die Langstreckenspezialistin aus dem Sarntal benötigten für die Alpenüberquerung 36:05.56,2  Stunden. “Wir haben gekämpft bis zum Schluss“, sagen die Südtirolerinnen unisono. „Ohne die jeweilige Partnerin hätten wir die gesamte Strecke nicht geschafft“. Nach 2006 und 2007 (mit Irene Senfter),  erkämpfte sich die 35-jährige Gross mit der um sieben Jahre jüngeren Lunger 2014 bereits ihren dritten Sieg: „Zum ersten Mal auf der Ostroute“, wie sie sagt, die etwas flacher verläuft, als die Westroute durch den Vinschgau. „Nach der K2-Bezwingung konnte ich meine Muskeln für diese Laufveranstaltung zu wenig vorbereiten“, erzählt Lunger, die die letzten zwei Etappen nur unter großen Schmerzen beenden konnte. „Deshalb musste der Kopf mehr arbeiten“. Im vergangenen Jahr belegten die beiden Läuferinnen den zweiten Gesamtrang.

Zu einem spannenden Südtiroler Zweikampf kam es in der Senior-Masterklasse, wo beide Läufer zusammen mindestens 100 Jahre alt sein müssen. Mit sechs von acht möglichen Siegen haben sich die beiden Ahrntaler Peter Paul Steinhauser (61) und Michael Steger (41) durchgesetzt. Ihre Gesamtzeit betrug 30:51.06,3 Stunden. Damit waren sie um 21 Minuten schneller als Rudi Schöpf, Sieger 2011, und Alfred Psenner, die die ersten beiden Etappen gewonnen hatten. Rang drei ging an Alois Untersteiner und  Franz Kröss (34:28.47,2 Std.). „Wir haben heute noch einmal voll attackiert“, sagt Michael Steger. „Peter ist eine Gams und sportlich gesehen ist dieser Sieg etwas vom Größten, was wir bisher erreicht haben“. Peter Paul Steinhauser, der  schon seine dritte Alpenüberquerung beendet hat, meint: „Wir haben trotz des Altersunterschiedes ein perfektes Team gebildet“.

 In der Master Mixed-Kategorie, wo die Teilnehmer gemeinsam mindestens 80 Jahre alt sein müssen, holten Annelise Felderer und Markus Planötscher Gold. Die 37-jährige Sarnerin und der 47-jährige Bozner gewannen sechs Etappen und wurden zwei Mal Zweite. Sie bewältigten die Strecke von Ruhpolding nach Sexten  in 34:46.00,6 Stunden. „Wir haben uns gemeinsam sehr gut vorbereitet“, sagt Planötscher. „Es ist schon erstaunlich, wie sich der Körper trotz großer Anstrengungen von Tag zu Tag wieder regeneriert“, so Annelise Felderer. Beide waren von der landschaftlichen Schönheit beeindruckt. Und von einem Sieg bei ihrer ersten Teilnahme, davon haben sie nicht einmal „geträumt“.

 Mit einem Sieg, drei zweiten-, drei dritten- und einem siebten Platz und einer Gesamtzeit von 28:52.47,6 Stunden belegten Eugen Innerkofler aus Niederdorf und sein Partner Ivano Molin aus Misurina in der Masterklasse den zweiten Rang. Der Sieg ging an die französischen Ausnahmeathleten Pascal Giguet und David Pasquio, die nach acht Tagen und 14.000 Höhenmetern um etwa eine Stunde schneller waren als das Südtiroler-Belluneser Duo.

 Hochzufrieden mit ihrem Abschneiden waren auch Daniel Jung und Ivan Paulmichl. Sie belegten in der Herrenkategorie den dritten Rang. „Für mich war es eine neue Grenzerfahrung“, sagt der Naturnser Jung, der 2013 die Mountainbike-Transalp gewonnen- und erst heuer mit dem Laufen begonnen hat. „Die Belastungen beim Laufen sind anders als beim Radfahren. Das Laufen ist viel „zacher“, resümiert der 30-Jährige. Ivan Paulmichl, der in Mödling bei Wien als Geotechniker arbeitet, fuhr im Vorfeld der Veranstaltung oft nach Südtirol, um zu trainieren. „Es hat sich gelohnt“, sagt der 36-Jährige aus Laatsch. Die schnellste Gesamtzeit erreichten in 25:38.40,6 Stunden die beiden deutschen Herrensieger Stephan Hugenschmidt und Mirco Berner.

 Der Transalpine-Run wurde in sechs Kategorien gewertet. Neben Herren, Damen,  Mixed, Master Men und Senior Master Men wurde heuer erstmals die Master Mixed-Klasse eingeführt. 

Alter: 3 Jahr(e)