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Robert Antonioli „fliegt“ zur Marmotta Trophy

Spektakel auch heuer bei der Marmotta Trophy

Spektakel auch heuer bei der Marmotta Trophy

20. März 2017, 06:00 Skitouren

Robert Antonioli gewann das Rennen

Robert Antonioli gewann das Rennen

Antonioli hängt die Rivalen bei der Abfahrt ab und schlägt Herrmann (AUT) und Boffelli. Bei den Frauen bringen De Silvestro und Compagnoni (Espoir) die Teilnehmerinnen in der Kategorie Senior in Schwierigkeiten. Das Junior-Rennen gewannen Davide Magnini und Giulia Murada.

Die Marmotta Trophy im Südtiroler Martelltal feiert dieses Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum mit einem absolut erfolgreichen Rennen, das trotz des launischen Wetters ausgetragen wurde. Frühlingshafte Temperaturen, starker Wind in der Nacht vor dem Rennen und auf den Bergen während des Rennens und wenig Schnee, aber die Organisatoren des ASV Martell haben es dennoch geschafft, einen Streckenverlauf zu finden, mit über 19 km Länge und einem Höhenunterschied von 1650 m mit Aufstieg bis zur Madritschspitze in 3260 m Höhe in der Kategorie Senior.

Die Ranglisten weisen kaum Überraschungen auf, aber der Tag war für die Protagonisten sicherlich kein Spaziergang. Robert Antonioli hat sich am Sonntag (nicht nur sprichwörtlich) im Schweiße seines Angesichts abgemüht, um sich den allgemeinen Sieg bei den Männern zu sichern, denn Jakob Herrmann aus Österreich und William Boffelli aus den Bergamasker Alpen haben ihn vor allem bei den Aufstiegen gequält.

Das allgemeine Rennen der Frauen wurde von den zwei Espoir-Teilnehmerinnen des Heeres Alba De Silvestro und Giulia Compagnoni beherrscht, die Susi von Borstel aus Deutschland und der mit Spannung erwarteten Elena Nicolini, die jeweils den ersten und zweiten Platz in der Kategorie Senior errungen haben, mehrere Minuten lang voraus waren.

Auch in den jungen Kategorien war das Rennen sehr spannend. In der Kategorie Junior gewannen Davide Magnini, der seinem Ruhm gerecht werden wollte und den Deutschen Knopf um fast 5’ abhängte, und Giulia Murada, die ihren Sieg im Sprint vom Samstag verdoppelte. Bei den Cadetti gab Matteo Sostizzo ein schnelles Tempo vor und ließ Gadola und Rossi hinter sich, bei den Frauen fuhr Samantha Bertolina weit vor den anderen ins Ziel.

Start war für die Junioren um 9.30, gefolgt von den Kategorien Senior und Cadetti, mit einem kurzen scheinbar ebenen Abschnitt, auf den sofort der Aufstieg zur Zufallhütte folgte. Magnini, der bei den Junioren als erster am Hotel Paradiso startete, versuchte sofort, seine gefährlichsten Rivalen abzuhängen. Er riss das Rennen an sich und beherrschte es souverän in seiner Kategorie mit einer Zeit von 1h28’38”. Das Mitglied des CS Esercito sagte nach dem Sieg offen: „Alles wie geplant!“. Der Schnee habe ihm zu schaffen gemacht, aber er wolle den Organisatoren zum schönen Streckenverlauf gratulieren. Es sei bloß schade, dass der Wind die Spuren verweht habe und er als Erster sich mehr anstrengen musste als geplant. Nicolò Canclini, ein weiterer Favorit, wurde von Knopf aus Deutschland geschlagen. Diese internationalen Zweikämpfe dienen sicherlich dazu, die jungen Athleten zu formen. Fabien und Sebastien Guichardaz errangen direkt hinter ihm den 4. und 5. Platz.

Giulia Murada startete ruhig, denn sie wusste, dass der technische Streckenverlauf für sie von Vorteil war, und so beschränkte sie sich darauf, Mara Martini und Melanie Ploner unter Kontrolle zu halten.

Auch die Cadetti haben den vielen begeisterten Zuschauern, die an der Strecke standen, spannende Zweikämpfe geliefert. In den Prognosen der Experten kam Matteo Sostizzo nicht vor, aber das Mitglied des SC CAI Schio übte von Anfang an Druck aus, wurde dann etwas besorgt, als beim Aufstieg Gadola und Rossi aufholten, aber auf der letzten Abfahrt stellte er die Hierarchie wieder her, und die drei sind in geordneter Reihenfolge ins Ziel gefahren.

Extrem „nervös“ war das Rennen in der Kategorie Senior. Der Countdown war gerade bei -10”, als die Athleten schon lospreschten, und vom ersten Meter an war es ein echter Wettkampf. Robert Antonioli war mit dem WM-Gold am Hals natürlich der Favorit, und er hat sich auch nicht vor dem Rennen gedrückt. Aber beim ersten Aufstieg versuchte William Boffelli, der von Jakob Herrmann, Philip Götsch und Manfred Reichegger nachgeahmt wurde, die Geschichte umzuschreiben. Die vier griffen frontal an, waren auch erfolgreich damit, aber bei der ersten Abfahrt schien Antonioli Flügel und keine Skier unter den Füßen zu haben, beim nächsten Aufstieg dasselbe Spiel, und so ging es bei allen Aufstiegen weiter. Es war für Antonioli also kein leichtes Rennen, und er musste sich ziemlich anstrengen, auch auf der letzten schwindelerregenden Abfahrt. Herrmann spielte auf dem vereisten Schnee seinen Trumpf aus, aber Antonioli war doch etwas schneller und trug am Ende den Sieg davon. Die Zeitmessung hat am Ende dem Spitzensportler aus dem Valtellina mit 17” Vorsprung gegenüber Herrmann aus Österreich den Sieg zugesprochen, und dann fuhren direkt im Anschluss die anderen Protagonisten ein mit Boffelli an der Spitze; Götsch und Reichegger vervollständigen die ersten fünf Plätze.

Beim Espoir-Rennen gewann Federico Nicolini mit einem Abstand von 10’ zu Antonioli, in der Kategorie Master hingegen führte der Österreicher Markus Stock den Reigen vor Anton Steiner vom ASV Martell an.

Das Rennen der Frauen begann anders als es endete. Alba De Silvestro hatte Schwierigkeiten, ihr richtiges Tempo zu finden, aber im Laufe der Abfahrten überzeugte sie sich selbst immer mehr von ihren Leistungen und schenkte dem CS Esercito einen neuen Erfolg. Die Skitourenläuferin aus Padola hat ihre Teampartnerin Giulia Compagnoni mit einem leichten Vorsprung abgehängt, und die beiden waren in der absoluten Rangliste der Frauen die Besten noch vor der Deutschen Von Borstel aus der Kategorie Senior. Es ist klar, dass Elena Nicolini gerade wieder in Schwung kommt, der Sieg beim gestrigen Sprint ließ zumindest auf einen Sieg in der Kategorie Senior hoffen, aber heute musste sie sich mit dem zweiten Platz hinter der Deutschen begnügen. In der Kategorie Master wurde hingegen Monica Sartogo aus dem Friaul Erste.




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