| Zu einem tschechischen Endspiel kommt es beim 100.000-Dollar-Turnier in St. Ulrich: Klara Zakopalova trifft am Samstag, 31. Oktober, um 15.00 Uhr auf ihre Landsfrau Zahlavova-Strycova. Anschließen bestreitet Zahlavova-Strycova mit der Kasachin Galina Voskoboeva auch das Doppelendspiel gegen die Italienerin Tathiana Garbin und Timea Bacsinszky aus der Schweiz. Der Eintritt bei den 11. Internationalen Tennismeisterschaften von Gröden ist frei.
Nach Iveta Benesova 2004 und Eva Birnerova 2006 wird morgen eine dritte Tschechin in St. Ulrich triumphieren. Denn Barbora Zahlavova-Strycova trifft im Finale auf Klara Zakopalova. 14.880 Dollar warten auf die Siegerin, 7.936 auf die Verliererin. Für die Italienerinnen war es heute kein guter Tag, denn sowohl Tathiana Garbin als auch Romina Oprandi schieden im Halbfinale aus. Die als Nummer zwei gesetzten Garbin musste sich zweimal im Tiebreak gegen Klara Zakopalova geschlagen hat. Die Tschechin hat die einmalige Chance als erste Spielerin aus den Top 100 in Gröden zu gewinnen. Oprandi unterlag hingegen der als Nummer acht gesetzten Barbora Zahlavova-Strycova in einem Marathonspiel über fast drei Stunden mit 6:4, 4:6, 3:6.
Großartiges Tennis bekamen die vielen Zuschauer im ersten Halbfinale zu sehen. Die 27-jährige Klara Zakopalova setzte sich in einer ausgeglichenen Partie nach 2:20 Stunden gegen Tathiana Garbin mit 7:6(4), 7:6(3) durch. Für Zakopalova ist es beim sechsten Auftritt in Gröden die erste Endspielteilnahme. Das Spiel stand zu Beginn ganz im Zeichen der Tschechin, die mit ihren harten Schlägen mit Vor- und Rückhand immer wieder spektakuläre Punkte machte und die Italienerin in die Defensive drängte. Zakopalova hatte den Ball zum 5:2, aber Garbin konterte zum 5:5. Wie so oft in der Turnierwoche musste das Tiebreak entscheiden, den die Tschechin mit 7:4 für sich entscheidet. Im zweiten Satz blieb es spannend und hochklassig. Nur dass diesmal Garbin davon zog. Zweimal führte sie mit einem Break, aber nach dem 2:0, 4:2 und 5:3 war es Zakopalova, die mit dem Break zum 5:5 zurück ins Match kam. Und auch diesmal setzte sich die kleine Tschechin im Tiebreak (7:3) durch. Für Zakopalova ist es nach drei Niederlagen in Folge der erste Sieg gegen Garbin. In den direkten Duellen gegen die Italienerin steht es jetzt 3:3.
Tennis auf höchstem Niveau und Spannung pur bekamen die Zuschauer auch im zweiten Halbfinale zu sehen. Im ersten Satz lag Oprandi mit zwei Breaks schon 1:4 zurück, aber mit fünf Spielgewinnen in Folge drehte sie das Spiel und holte sich den ersten Durchgang. Im zweiten Satz führte Zahlavova-Strycova 3:1, nach dem 3:2 gab es fünf Breaks in Folge, ehe die Tschechin ihren Aufschlag durchbrachte und zum 1:1 nach Sätzen ausglich. Im dritten Satz schaffte die Favoritin, die in der Weltrangliste 205 Ränge vor Oprandi liegt, im siebten Game das Break zum 4:3, nach dem 5:3 verwertete sie den achten Matchball bei Aufschlag Oprandi. Auch Zahlavova-Strycova steht in Gröden erstmals im Endspiel. Den einzigen Vergleich mit Zakopalova hat sie vor zwei Wochen in Linz mit 6:4 im dritten Satz gewonnen. |
 Klara Zakopalova (Foto Alex Runggaldier)
 Barbora Strycova Zahlavova
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