| Premiere in St. Ulrich: Bei der 11. Auflage der Internationalen Tennismeisterschaften von Gröden hat erstmals eine Spielerin aus den Top 100 der Weltrangliste gewonnen. Barbora Zahlavova-Strycova, die Nummer 85 im WTA-Computer, entschied das tschechische Finale gegen Klara Zakopalova mit 7:6(1), 6:3. Zahlavova-Strycova ist auch die zweite Gesetzte der Turniergeschichte nach Maja Matevzic im Jahr 2001, die das mit 100.000 Dollar dotierte Turnier gewonnen hat.
Insgesamt waren in dieser Woche in Gröden elf Top-100-Spielerinnen am Start. Die 23-jährige Zahlavova-Strycova, die als Nummer acht gesetzt war, erwischte im Endspiel in einer randvollen Tennishalle in Runggaditsch den besseren Start und ging 3:0 in Führung. Aber Zakopalova schlug zurück und glich zum 3:3 aus. Nach einem weiteren Break schlug Zahlavova-Strycova bei 5:3 zum ersten Satzgewinn auf, sie hatte auch einen Satzball, musste ihr Service aber erneut abgeben. Nach dem 5:5 entschied wie so oft in diesem Jahr das Tiebreak, das Zahlavova-Strycova fast perfekt spielte. Mit ihrem zweiten Ass beendete sie den ersten Durchgang und gewann die Satzverlängerung mit 7:1.
Auch im zweiten Satz funktionierte der Aufschlag von Zakopalova an diesem Nachmittag nicht wie gewünscht. Sie gab ihr Service zum 1:2 ab, schaffte aber wie im ersten Satz das Break zum 3:3. Aber die laufstarke Zahlavova-Strycova ließ nicht locker und ging mit einem erneuten Break 4:3 in Führung. Sie stellte auf 5:3 und nahm Zakopalova danach zum insgesamt fünften Mal den Aufschlag ab. Nach 1:37 Stunden war das Finale entschieden.
Zahlavova-Strycova glich in den direkten Duellen mit Zakopalova zum 2:2 aus und schaffte drei Wochen nach dem 7:5, 3:6, 6:4 in der Linz-Qualifikation den zweiten Sieg in Folge. Die ersten beiden Duelle 2007 hatte Zakopalova gewonnen. „Ich habe eine große Woche gespielt und heute wirklich gut aufgeschlagen“, war Zahlavova-Strycova zufrieden, „es ist nie leicht gegen eine Tschechin oder eine Freundin zu spielen“. Zakopalova war enttäuscht: „Heute hat mein Aufschlag nicht funktioniert“. |
 Barbora Zahlavova-Strycova (Foto Alex Runggaldier)
 Mara Santangelo, Barbora Zahlavova-Strycova, Klara Zakopalova und Wolfgang Wanker
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