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Clara und Moriggl starten beim „Gsieser“

Moriggl und Clara beim Zieleinaluf 2011

Moriggl und Clara beim Zieleinaluf 2011

27. January 2012, 16:47

Schneefälle waren in diesem Winter eher Mangelware. Eine Ausnahme bildet die Gegend nördlich und südlich des Alpenhauptkamms. Davon hat auch der Gsieser-Tal-Lauf profitiert. Die 42-km-Strecke für die 29. Auflage am 18. und 19. Februar 2012 ist bereits in rennfertigem Zustand.

Der Gsieser-Tal-Lauf im Nordosten Südtirols zieht seit jeher Spitzenlangläufer an. Seit der ersten Ausgabe im Jahr 1984 füllen bekannte Namen die Geschichtsbücher dieser Veranstaltung. Im Vorjahr sorgten die beiden Südtiroler Thomas Moriggl und Roland Clara beim Skatingrennen für ein Herzschlagfinale. Schließlich hatte Moriggl eine halbe Skilänge Vorsprung auf seinen Teamkollegen aus der Nationalmannschaft. Die beiden frischgebackenen Staffel-Italienmeister sind auch am 19. Februar beim "Gsieser" am Start, diesmal allerdings wieder als Gegner. Erneut kündigt sich ein spannender Zweikampf auf höchstem Niveau an.

Clara ist in einer beneidenswerten Form. Neben Staffelgold sicherte er sich bei den Italienmeisterchaften in Schilpario (BG) vor wenigen Tagen auch Gold in der Verfolgung und Silber im Klassikrennen. Im Weltcup rangiert Clara an 21. Stelle und ist damit bester der "Azzurri". Aber Moriggl hat seine Ambitionen kürzlich im Fleimstal unterstrichen, als er beim Finale der Tour de Ski auf die Alpe Cremes unmittelbar hinter Clara und nur wenige Sekunden dahinter Platz fünf belegt hatte.

Aber die beiden Südtiroler Ausnahmekönner werden nicht die einzigen sein, die auf dem 42-km-Rundkurs zwischen St. Martin, Pichl und St. Magdalena um den Sieg laufen werden. Diesen wollen ihnen vor allem die beiden deutschen Weltcupläufer Tom Reichelt und Franz Göring streitig machen. Reichelt hat den "Gsieser" bereits zweimal für sich entschieden. Natürlich sind noch weitere Sieganwärter am Start, doch da fehlt noch die definitive Startzusage. Doch allein das Quartett Clara, Moriggl, Reichelt und Göring garantiert spannende Duelle.

Zum Programm des Gsieser-Tal-Laufes gehört sowohl für den Diagonalschritt als auch für den Skatingstil ein Rennen über 30 km, bei dem die Steigung nach St. Magdalena wegfällt. Traditionsgemäß wird am Samstag in der klassischen und am Sonntag in der freien Technik gelaufen. Bruno Debertolis hat im Vorjahr sowohl das 30-km-Skatingrennen als auch den Marathon im klassischen Stil gewonnen. In 20 Tagen kehrt er an die Stätte seines Triumphes zurück, wo er sich u.a. mit Thomas Steurer messen muss. Der Österreicher hat den "Gsieser" 2009 gewonnen.

Eine Neuheit für 2012 ist die Kombiwertung, für die die Zeiten aus dem Klassik- und Skatingrennen addiert werden. Die Veranstaltung zählt erneut zu Gran Fondo Master Tour und zum Italian Ranking und ist obendrein eine der wichtigsten Stationen des Euroloppet, der europäischen Rennserie mit Läufen in Italien, Frankreich, Slowenien, Österreich, Spanien, Lettland, Schweiz, Tschechin, Deutschland und Finnland.  Bis heute haben sich Läufer aus 21 Nationen für den Gsieser-Tal-Lauf gemeldet, darunter auch zwei Exoten aus dem australischen Melbourne. Traditionsgemäß geht am Samstag, den 18. Februar auch der "Mini-Gsieser" über die Bühne, der heuer bei der 19. Auflage angekommen ist. Die Nachwuchsläufer der Jahrgänge 1995 bis 2004 nehmen je nach Altersklasse eine 3- bzw. 5-km-Schleife in der freien Technik in Angriff.

Alter: 115 Tag(e)