Die aktuelle Skilanglauf-Saison ist von Wetter-Turbulenzen geprägt. Zahlreiche nationale und internationale Veranstaltungen - inklusive Weltcup - mussten abgesagt oder verschoben werden. Derartige Probleme kennt der Gsieser-Tal-Lauf nicht. Im Gegenteil: Im Nordosten Südtirols liegt mehr als ein halber Meter Neuschnee, die Loipen sind bereits rennfertig und die Begeisterung für die 29. Auflage des Gsieser-Tal-Laufes am 18. und 19. Februar ist bei den Verantwortlichen dementsprechend.
"Wir haben viel Schnee und die Pisten sind aufgrund der tiefen Temperaturen in einem optimalen Zustand. Die gesamten 42 km sind bereits rennfertig. Das wird heuer ein wahres Winterfest", sagt OK-Präsident Walter Felderer einen Monat vor der Austragung des "Gsiesers".
Im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren verzeichnet das Organisationskomitee einen deutlichen Anstieg bei den Anmeldungen. Der Ausländeranteil beträgt 70 Prozent. Unter den Läufern aus bislang 17 Nationen ist alles dabei, selbst Australier und Skandinavier. Zum Programm des Gsieser-Tal-Laufes gehört am Samstag auch der "Mini-Gsieser", der wie gewohnt vom Verein 5V-Loipe organisiert wird. Dazu werden üblicherweise einige Hundert Nachwuchsläufer erwartet.
Beim Gsieser-Tal-Lauf wird am Samstag, den 18. Februar in der klassischen Technik über 30 oder 42 km gelaufen, tags darauf folgen die Rennen in der Skating-Technik über dieselben Distanzen. Im Vorjahr sicherten sich der Trentiner Bruno Debertolis und die junge Norwegerin Ingrid Damgaard den Sieg auf der Marathon-Distanz. Über die 30 km gewannen die Trentinerin Valentina Vuerich und der Deutsche Peter Milz. In der freien Technik dagegen kam es auf der Langdistanz zu einem spektakulären Fotofinish, bei dem sich Thomas Morrigl nur um wenige Zentimeter vor seinem Südtiroler Landsmann Roland Clara durchsetzen konnte. Bei den Frauen gewann Antonella Confortola nahezu mühelos, während sich über 30 km erneut Bruno Debertolis und die Italorussin Eugenia Bitchugova durchsetzten. Der Gsieser-Tal-Lauf 2012 bietet erstmals eine Kombiwertung an. Dafür werden die Zeiten aus den Rennen in beiden Techniken addiert.
Möglicherweise kommt es auch heuer wieder zu einem hochklassigen Duell um den Sieg, denn Moriggl und Clara haben für die 29. Auflage bereits ihre Startzusage gegeben. Immer wahrscheinlicher wird auch ein Antreten der italienischen Biathlon-Staffel, die vor wenigen Tagen sensationell das Weltcuprennen in Oberhof gewann. Interesse hat auch der Norweger Odd Bjorn Hjelmeset bekundet, der in Kürze seine Zusage geben dürfte. Der Gsieser-TalLauf zählt auch heuer wieder zu den Rennserien Euroloppet, Gran Fondo Master Tour und Italian Ranking.



