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Kapitän Tomas Ress (rechts) und seine Mitspieler feiern den Titel (Fotos: FIP) Simone Giannelli ließ sich das Spektakel nicht entgehen

Tomas Ress wird zur Legende: „Scudetto“ Nummer 7!

Umana Reyer Venezia hat am Dienstagabend in Trient Historisches geschafft: Zum ersten Mal seit 1943 sicherten sich die Lagunenstädter den Meistertitel in der höchsten italienischen Spielklasse. Im Mittelpunkt stand dabei ein Südtiroler, nämlich Tomas Ress.

Im sechsten Finalspiel machte Venezia den Sack zu. Mit 81:78 entschied der Aufsteiger von 2011 das Duell gegen Dolomiti Energia Trentino für sich. Vor rund 4.000 Zuschauern im PalaTrento lieferten sich beide Teams einen ausgeglichenen, mitreißenden Kampf, in dem die Hausherren zunächst leicht tonangebend waren und mit einem Punkt Vorsprung in die große Pause gingen. Danach allerdings schlug Venezia eindrucksvoll zurück: Angetrieben von Melvin Mejim, dem am Ende des Abends 15 Punkte zu Buche standen, übernahmen die Gäste das Kommando und gaben dieses bis zu allerletzt nicht mehr her. Für die Vorentscheidung sorgte Tomas Ress, der kurz vor Schluss zwei Freiwürfe abgebrüht verwandelte und auf 77:71 stellte.


Venezia beendet 74-jährige Durststrecke


Danach kam Trient zwar nochmal bis auf einen Zähler heran, doch Venezia machte im emotionsgeladenen Finish alles klar und sicherte sich den entscheidenden vierten Sieg. Damit erklimmt der Klub aus dem Veneto zum dritten Mal nach 1942 und 1943 Italiens Basketball-Thron.


Rekord-Mann Ress: „Mir fehlen die Worte“

Unvergleichlich größer als Venezias Trophäensammlung ist mittlerweile jene von Tomas Ress. Für den 36-Jährigen aus Buchholz bei Salurn ist dies der siebte Meistertitel seiner Karriere, nach den sechs Triumphen mit Menssana Siena. Hinzu kommt ein weiterer "Scudetto" mit Virtus Bologna, doch damals blieb Ress als Jungspund noch ohne Einsatz. Außerdem kann er vier Italienpokalsiege und sieben Supercup-Triumphe vorweisen.

„Ich weiß einfach nicht was sagen, mir fehlen die Worte. Es ist einfach wunderbar“, erklärte der Venezia-Kapitän unmittelbar nach der Schlusssirene im TV-Interview. „Die Erfahrung und unser Teamgeist haben heute den Unterschied ausgemacht.“

Am Dienstagabend steuerte Ress, vor den Augen des Bozner Volleyballstars Simone Giannelli, acht Punkte und zwei Rebounds zum abschließenden Sieg bei. Dieses war das 42. Finalspiel des Unterlandlers - auch das ein Rekord im italienischen Basketballsport!


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SN/Alexander Foppa

Autor: sportnews