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Rittens Sportdirektor Adolf Insam steht ein arbeitsreicher Sommer bevor. © kp

Adolf Insam: „Wir werden niemandem einen Wechsel verbieten“

Am Sonntagabend haben die Rittner Buam im siebten Finalspiel gegen Asiago den Kürzeren gezogen und damit die Titelverteidigung in der AHL verpasst. Für Sportdirektor Adolf Insam ist das aber kein Grund, Trübsal zu blasen. Er zieht ein positives Fazit und richtet seinen Blick bereits auf das nächste Transferfenster. Im SportNews-Interview spricht der frühere Bozner Meistermacher zudem über seine persönliche Zukunft.


Herr Insam, wie schwer wiegt die Enttäuschung einen Tag nach dem verlorenen Finale?

Adolf Insam: Unmittelbar nach dem Spiel war ich richtig niedergeschlagen, da es eine nervenaufreibende, emotionsgeladene siebte Partie war. Ich bin aber kein schlechter Verlierer und erkenne neidlos an, dass Asiago heuer einfach besser war und deshalb ein verdienter Meister ist.


Was war in dieser langen Finalserie ausschlaggebend?

Beide Teams waren Heimstark, beide hatten gute Torhüter und einen ausgeglichenen Kader. So entschieden am Ende in jedem Spiel kleine Details. Am Sonntag war das die dritte Linie von Asiago, die mit fünf Toren einen unglaublichen Auftritt hingelegt hat.


Wie fällt die Bilanz der gesamten Saison aus?

Ich kann meine Spieler nur in höchsten Tönen loben. Wir haben beinahe alle Ziele erreicht: Supercup, Einzug ins Continental-Cup-Finale, Italienmeister - nur die Titelverteidigung in der AHL hat am Ende gefehlt. Doch selbst im Finale haben wir Regular-Season-Sieger Asiago, der zuvor mit zwei Sweeps ins Endspiel eingezogen war, drei Mal bezwungen. Da kann ich nur eine positive Bilanz ziehen.


Richten wir den Blick nach vorne: Welchen Spielern werden Sie einen neuen Vertrag anbieten?

Die einheimischen Cracks, die bei uns seit Jahren den festen Stamm bilden, werden wir auch kommende Saison an uns binden. Allerdings können sich die Fans darauf gefasst machen, dass es personelle Veränderungen geben wird. Einige Cracks wollen wir austauschen, andere müssen wir abgeben, um der Punkteregelung der AHL gerecht zu werden.


Ist schon eine Entscheidung gefallen, wer Ritten verlassen wird?

Wir werden niemanden einfach vor die Tür setzen und mit allen das Gespräch suchen. Einige Spieler könnten den Klub aus eigenem Wunsch verlassen. So etwa hat unser Goalie Patrick Killeen in Norwegen und der zweiten deutschen Liga Interesse geweckt. Sollten sich diese Transfergespräche zerschlagen, steht unsere Tür für ihn stets offen, das weiß er. Das selbe gilt für Tommaso Traversa und Alex Frei, die mit dem HC Bozen in Verbindung gebracht werden. Wir werden niemandem einen Wechsel in eine höherklassige Liga verbieten. Andererseits wissen unsere Spieler, was sie an ihrem aktuellen Arbeitgeber haben.


Apropos HC Bozen und Zukunft: Es wird immer wieder gemunkelt, sie könnten im Sommer wieder in der Landeshauptstadt tätig werden…

Ich kenne diese Gerüchte, doch ehrlich gesagt, kann ich da nur Schmunzeln. Ich stehe in gutem Kontakt mit HCB-Boss Dieter Knoll. Er kann mich jederzeit anrufen, wenn er einen Rat von meiner Seite benötigt. Ein festes Engagement in Bozen kann ich mir aber nicht vorstellen. Knoll übt die Funktion als Sportdirektor ja hervorragend aus, und als Trainer möchte ich nicht mehr arbeiten. Glauben Sie mir, ich fühle mich in meiner Funktion bei den Rittner Buam pudelwohl.“



Fragen: Alex Foppa



Hier haben wir die AHL-Saison 2017/18 in Zahlen zusammengefasst.

Autor: sn

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