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Die Akteure des HC Gröden müssen sich nun sammeln. © Andreas Senoner

Gröden verpasst Befreiungsschlag

Nach zwei krachenden Niederlagen stand für den HC Gherdeina gegen Zell am See eine erste Charakterprobe an. Zwar klappte es mit dem ersten Saisontreffer, die Punkte nahm aber nicht unverdient der Gegner mit.

Zahlreiche Schwächephasen, die teils mangelnde Torausbeute und defensive Aussetzer sind die Hauptgründe dafür, dass auch das dritte Saisonspiel, dieses Mal gegen die Zeller Eisbären, mit 2:3 verloren ging und der Fehlstart damit perfekt ist.


Im Startdrittel waren die Eisbären das spielbestimmende Team und das 0:1 nach einem Konter war die logische Folge. Aus dem Nichts folgte dann der Ausgleich für die Järvenpää-Truppe: McGowan passte nach einem Bully vors Tor, wo der alleingelassene Korhonen nur mehr eindrücken musste. Im zweiten Drittel kam Gröden besser ins Spiel und vergab durch Messner, Korhonen und McGowan, der auch einmal die Latte traf, teils hochkarätige Chancen.

Dass der Defensivverbund der Ladiner derzeit verwundbar ist, zeigten dann effektive Zeller beim 1:2, als man gleich mehrfach zum Schuss gekommen war. Das 1:3 durch die Eisbären kann dann in die Kategorie Grödner Geschenk eingeordnet werden. Nach einem starken Selan-Pass kamen die Weißroten noch durch einen platzierten Schuss von Sullmann zum Anschluss, anschließend fehlten der erschreckend schwachen Heimmannschaft jedoch die zündenden Ideen

Broncos verschlafen Start, um dann aufzudrehen
Wer, wie zuletzt die Wipptal Broncos, gegen einen Gegner wie Salzburg bestanden hat, der dürfte gegen die zweite Mannschaft der Vienna Caps keine Sorgenfalten bekommen. Solche Gedankengänge können aber fatal sein, wie beim 6:3-Erfolg gegen die Wiener vor allem im ersten Drittel deutlich wurde. Die Sterzinger waren zu oft einen Schritt zu spät dran und gerieten ins Hintertreffen. Das kongeniale Sturmduo Lorraine und Cianfrone erwischte die jungen Caps jedoch noch vor Drittelende eiskalt.

Im einseitigen Mitteldrittel war es bald erneut Pustertal-Neuzugang Cianfrone, der zum 3:1 einschoss. Nun war der Bann gebrochen, Wien zollte dem hohen Anfangstempo Tribut und bekam innerhalb von gut 2 Minuten weitere 3 Tore eingeschenkt. Im Schlussdrittel verwaltete Wipptal geschickt, die offensiv weiterhin engagierten Capitals wurden kurz vor Spielende zwei Mal für ihre Bemühungen belohnt.
Bemühter HC Meran zahlt Lehrgeld
Der HC Meran hatte letztens gegen Top-Gegner wie Jesenice und Ritten aufhorchen lassen, daher war klar, dass man sich gegen die Philipp-Lukas-Truppe aus Linz einiges ausrechnete. Am Ende einer spektakulären Begegnung gab es aber eine 3:4-Niederlage. Die Partie startete flott und Meran machte das Spiel. Oscar Ahlström zeigte seine Klasse, indem er, sträflich vernachlässigt, eiskalt einschoss. Nach 17 Minuten zeigte sich auch Linz effektiv und schloss den ersten gefährlichen Angriff zum 1:1 ab.

Linz konnte sich nur selten aus der Meraner Umklammerung lösen und wenn, dann war Lorenzo Marinelli, der gegenüber Freddie Cloutier den Vorzug erhalten hatte, meist zur Stelle. Die größten Trümpfe der Stahlstädter waren Torwart Egger und das disziplinierte Abdecken der Gefahrenzone.

Meran und Linz lieferten sich einen harten Kampf © BK Photo


Zu Beginn des Schlussdrittels gelang es Linz nicht mehr, sich im Powerplay zu befreien und Oscar Ahlström konnte eine ansehnliche Kombination zum 2:1 abschließen. Als die Steel Wings das nächste Mal ins Meraner Drittel fuhren, klingelte es sofort im Passerstädter Gehäuse: Nach einem Abpraller kam es zu einem Abstimmungsproblem, welches Linz eiskalt ausnütze.

Bei Hälfte des Schlussdrittels wurde Meran für den konstanten Druck belohnt und Victor Ahlström netzte ein. Gleiches galt für Linz' starken Lahtinen, der im Powerplay mit einem satten Schuss traf. 13 Sekunden vor Schluss erfolgte dann endgültig die kalte Dusche, als Meran geschickt ausgespielt wurde und Feldbaumer den Lucky Punch zum 4:3 landete.
Rittner Buam gewinnen Krimi dank Sharp
Spielerisch sind auch die Rittner Buam gut in die Saison gestartet, gegen die Kitzbühler Adler, die in dieser Spielzeit sowohl taktisch als auch technisch verbessert scheinen, tat man sich jedoch enorm schwer. Zum einen schienen die Torhüter Mocher und Smith unüberwindbar, zum anderen ist festzuhalten, dass beide Mannschaften hart arbeiteten und die Gefahrenzone vehement verteidigten.

MacGregor Sharp blieb im Krimi von Kitzbühl cool © Max Pattis

In der regulären Spielzeit fielen keine Tore, deshalb ging es in die Overtime. Und hier avancierte Routinier MacGregor Sharp zum entscheidenden Mann auf dem Eis: Nach einem Schuss von Markus Spinell, den Mocher nicht festhalten konnte, stand Sharp goldrichtig und staubte zum hart erkämpften 1:0-Sieg ab.

Die AlpsHL, 3. Spieltag

HDD SIJ Acroni Jesenice - SHC Fassa Falcons 8:2
0:1 McParland (20.16), 1:1 Viikila (24.29), 2:1 Glavic (30.41), 3:1 Ulamec (34.19), 4:1 Zibelnik (38.33), 5:1 Elo (44.05), 6:1 Scap (49.12), 6:2 Iori (49:42), 7:2 Svetina (53.58), 8:2 Rajsar (54.55)
Zuschauer: 356

HC Gherdeina valgardena.it - EK Die Zeller Eisbären 2:3
0:1 Neubauer (16.16), 1:1 Korhonen (16.45), 1:2 Akerman (30.50), 1:3 Frandl (43.22), 2:3 Sullmann (47.35)
Zuschauer: 205

Red Bull Hockey Juniors - EHC Lustenau 4:3 n.V.
1:0 Thaler (8.55), 1:1 Wallenta (17.22), 1:2 D`Alvise (20.35), 2:2 Lahnaviik (23:16), 2:3 Wilfan (44.12), 3:3 Eham (56.05), Verlängerung: 4:3 Eham (63:26)
Zuschauer: 73

Vienna Capitals Silver - Wipptal Broncos Weihenstephan 3:6
1:0 Böhm (16.06), 1:1 Lorraine (18.33), 1:2 Cianfrone (26.59), 1:3 Cianfrone (37.23), 1:4 Erlacher (38.33), 1:5 Salo (39.37), 2:5 Draschkowitz (58.36), 3:5 Machan (59.14), 3:6 Salo (59.54 empty net)
Zuschauer: 103

EC Die Adler Stadtwerke Kitzbühel - Rittner Buam 0:1 n.V.
Verlängerung: 0:1 Sharp (64.41)
Zuschauer: 215

HC Meran/o Pircher - Steel Wings Linz 3:4
1:0 Ahlström Oscar, 1:1 (6.16), 1:1 Lahtinen (16:43), 2:1 Ahlström Oscar (42.25) , 2:2 Lahtinen (42.25), 3:2 Ahlström Victor (47.22), 3:3 Lahtinen (51.34), 3:4 Feldbaumer (59.46)
Zuschauer: 250

Migross Supermercati Asiago Hockey - EC Bregenzerwald 3:4
0:1 Schlögl (4.12), 1:1 Stevan (15.49), 2:1 Casetti (28.07), 2:2 Metzler (37.26), 2:3 Lehtonen (49.31), 2:4 Tschofen (57.49), 3:4 Salinitri (59.08)
Zuschauer: 300

S.G. Cortina Hafro - EC-KAC Future Team 2:0
1:0 Barnabó (32.40), 2:0 Finucci (59.18 empty net)
Zuschauer: 180

Tabelle
SPGUVTVP
1. SG Cortina330012:39
2. Jesenice320113:47
3. Lustenau320112:67
4. Rittner Buam330010:57
5. Klagenfurt II42029:87
6. Wipptal Broncos220010:46
7. HC Asiago320112:66
8. Salzburg II420211:145
9. Zell am See31028:94
10. Bregenzerwald21017:73
11. Kitzbühel21012:23
12. HC Meran31028:93
13. Linz II31026:113
14. Feldkirch21014:62
15. Vienna Capitals II20024:120
16. HC Fassa30036:170
17. HC Gherdeina30032:130





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