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Zwei Tore, vier Assists: Grandioser Auftritt von Grödens Matt Wilkins. © Andreas Senoner

Grödens Torparty und Pustertals Beinahe-Blamage

Am Donnerstag standen sieben Spiele der Alps Hockey League auf dem Programm. Für das große Spektakel sorgte dabei der HC Gröden, während der HC Pustertal nur knapp an einer Blamage vorbeischrammte.

Gröden will in die Playoffs – das machten die Furie am Donnerstag einmal mehr klar. Gegen Lustenau zeigten Diego Glück & Co. eine starke wie torreiche Vorstellung und holten sich schlussendlich beim 6:5-Sieg nach Verlängerung zwei wichtige Punkte im Kampf um das Ticket für die Postseason. Nach dem Donnerstagsspieltag liegt die Truppe von Joni Petrell auf dem 11. Platz. Der 12. Rang ist der letzte, der den Einzug in die Pre-Playoffs garantiert. Zurzeit wird dieser von den Wipptal Broncos belegt, die einen Zähler weniger auf dem Konto haben als Gröden.


Es war ein kurioses Spiel, das sich Lustenau und Gröden am Donnerstagabend lieferten. Die Goalies auf beiden Seiten erwischten dabei nicht den besten Tag, dafür glänzten die Stürmer – allen voran die Grödner Matt Wilkins (zwei Tore, vier Assists) und Brad McGowan (ein Tor, fünf Assists), die beide je sechs Punkte einheimsten. Aber nicht nur deshalb war das Match in Vorarlberg spektakulär: Auch der Spielverlauf hatte es in sich.

Brad McGowan glänzte mit sechs Punkten. © Andreas Senoner


Sullmann brachte Gröden schnell mit einem Doppelpack mit 2:0 in Führung, die die Hausherren aber bis zur 34. Minute auf den Kopf stellten: Haberl und der überragende Wilfan mit einem Dreierpack schossen Lustenau mit 4:2 in Front. Im Schlussdrittel trumpften dann Grödens Paradestürmer Wilkins und McGowan auf und plötzlich stand es 5:4 für die Furie, die die drei Punkte schon sicher in der Hand hielten – bis D’Alvise zwei Sekunden vor Schluss doch noch auf 5:5 stellte. Die Overtime musste also entscheiden, und hier wurde Grödens Niemelä zum Helden.
Pustertal von der Rolle
Weniger heldenhaft war indes der Auftritt des HC Pustertal gegen das abgeschlagene Schlusslicht Linz. Das Farmteam der Black Wings hatte bis zum Donnerstagabend in 22 Spielen nur zwei mickrige Zähler gesammelt und wartete seit 19 Partien auf einen Punktgewinn. In Bruneck wurde diese wenig rumreiche Serie gebrochen: Pustertal gewann zwar mit 3:2 nach Verlängerung, musste somit aber einen Punkt abgeben. Der David aus Linz brachte dabei den Goliath (und Titelfavoriten) aus dem Pustertal mächtig ins Schwitzen.

Hannes Stoll hütete am Donnerstag den Pustertaler Kasten. © Optic Rapid


Nach einer halben Stunde traf der Zwei-Meter-Riese Douglas in Überzahl zum überraschenden 1:0 für die Black Wings, doch der HCP hatte wenig später mit Carozza nach einem schnellen Gegenstoß die Antwort parat. Nach dem letzten Seitenwechsel agierten die Wölfe prompt mit einem Mann mehr auf dem Eis – doch der Schuss ging nach hinten los, denn in Unterzahl kamen die Linzer durch Pauschenwein zum neuerlichen Führungstreffer. Allerdings war es wieder Carozza, der zwei Minuten später den Ausgleich wiederherstellte. Kurz vor Schluss traf der Linzer Guy noch den Pfosten, ehe die Partie in die Overtime ging – und hier sorgte Perlini in Überzahl mit seinem Tor dafür, dass der Abend für den HCP nicht in einer kompletten Blamage endete.
Jesenices Powerplay wird Buam zum Verhängnis
Die Rittner Buam kassierten dagegen eine 2:4-Auswärtsniederlage bei HDD SIJ Acroni Jesenice. Der Tabellenzweite bestach durch seine Kaltschnäuzigkeit im Powerplay – alle vier Treffer fielen, als die Slowenen in Überzahl agierten. Obwohl die Ausgangslage für Ritten nicht ideal war (Jesenice hat in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren), starteten die Buam vielversprechend in die Partie: Nach fünf Minuten lag man schon mit 2:0 in Führung. Zuerst landete ein abgefälschter Schuss bei Sharp, der die Scheibe über die Linie stocherte, dann erwischte Quinz Jesenice-Goalie Us mit einem Drehschuss in Überzahl eiskalt.

Rittens Andreas Lutz (links) im Duell mit Jesenices Blaz Tomazevic. © Max Pattis


Die Hausherren schlugen aber prompt zurück: In doppelter Überzahl lauerte Pinelli im Slot und gab Cavallin mit einem präzisen Schuss das Nachsehen. In der Folge drückte Jesenice immer mehr auf den Ausgleich, der schließlich nach einer halben Stunde fiel: Nach einem Abpraller stand Rajsar goldrichtig. Es entwickelte sich ein Spiel auf Messers Schneide, das die Slowenen schließlich für sich entschieden: Fünf Minuten vor dem Ende verwertete Sodja einen Rebound zum 3:2. Dieses Tor fiel, genauso wie der Empty-Net-Treffer von Rajsar und alle anderen Jesenice-Treffer, in Überzahl.
Alps Hockey League, Spiele vom Donnerstag
Lustenau – Gröden 5:6 n.V.
0:1 Sullmann (0.22), 0:2 Sullmann (6.30), 1:2 Haberl (14.21), 2:2 Wilfan (20.33), 3:2 Wilfan (24.28), 4:2 Wilfan (34.34), 4:3 Wilkins (46.42), 4:4 Wilkins (48.33), 4:5 McGowan (57.58), 5:5 D’Alvise (59.58), 5:6 Niemelä (64.46)

Jesenice – Rittner Buam 4:2
0:1 Sharp (1.48), 0:2 Quinz (5.02), 1:2 Pinelli (9.19), 2:2 Rajsar (28.34), 3:2 Sodja (55.53), 4:2 Rajsar (59.58)

HC Pustertal – Linz II 3:2 n.V.
0:1 Douglas (31.57), 1:1 Carozza (38.03), 1:2 Pauschwein (41.38), 2:2 Carozza (43.33), 3:2 Perlini (61.21)

Salzburg II – Fassa 3:1
0:1 Iori (3.32), 1:1 Alberg (16.22), 2:1 Feldner (38.46), 3:1 Predan (58.08)

Feldkirch – Asiago 1:3
0:1 Gellert (38.20), 1:1 Stanley (45.18), 1:2 Magnabosco (48.02), 1:3 Mantenuto (52.59)

HK Olimpija – Klagenfurt II 2:1
1:0 Ropret (22.37), 2:0 Ropret (26.34), 2:1 van Ee (49.18)

Cortina – Kitzbühel 5:1
1:0 Cazzola (0.37), 2:0 Lacadelli (6.31), 2:1 Johansson (16.30), 3:1 Cordiano (36.41), 4:1 Giftopoulos (43.52), 5:1 Giftopoulos (53.49)


SPGUVTVP
1. Olimpja Ljubljana241915151:5167
2. Jesenice221813104:5862
3. HC Pustertal24170699:6759
4. HC Asiago231615100:5952
5. Salzburg II241507115:8051
6. SG Cortina241318109:9648
7. Lustenau241201192:8243
8. Bregenzerwald231201091:9838
9. Rittner Buam241301088:10537
10. Feldkirch23801487:9936
11. HC Gherdeina24801496:12133
12. Wipptal Broncos24901589:10532
13. HC Fassa22801375:9230
14. Kitzbühel25401979:11623
15. Klagenfurt II23601682:11222
16. Linz II23002236:1523








Autor: det

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