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Massimo Carozza, Raphael Andergassen und Ivan Althuber haben Grund zur Freude. © Optic Rapid/I. Foppa

HCP rackert sich zum Overtime-Sieg

Nichts für schwache Nerven: Der HC Pustertal hat zum Abschluss der Return-2-Play-Phase dank eines knappen Erfolges tapfer kämpfende Wipptal Broncos in der Verlängerung bezwungen und sich so den Zusatzpunkt gesichert.

Das Spiel im mit 410 Fans gefüllten Rienzstadion hatte was von Playoff-Eishockey: Zum einen, weil die 2:3-Hinspielniederlage den HCP zwang, vom Beginn an ein hohes Tempo anzuschlagen. Zum anderen, weil die Broncos mit Härte dagegenhielten und zwischenzeitlich auch die Emotionen hochkochten. Die Kombination aus beiden Dingen ergab eine hoch interessante Begegnung, in der die Wölfe mit 3:1 nach Verlängerung die Oberhand behielten.

Duell auf Augenhöhe
Broncos-Coach Dustin Whitecotton schenkte im Gegensatz zum Hinspiel Legionär Jonathan Reinhart und nicht Youngster Jakob Rabanser das Vertrauen, der in Sterzing noch überragend gehalten hatte. Diese Entscheidung trug zunächst nicht die gewünschten Früchte: Nach nur 67 Sekunden erwischte Massimo Carozza den kanadischen Schlussmann unglücklich am kurzen Pfosten. Überhaupt hatte der frühere HCB-Spieler stets seine Kelle im Spiel, wenn es mal gefährlich wurde. Reinhart machte mit Fortdauer des Drittels seinen Fehler mit mehreren Paraden wieder gut, über sich hinauswachsen musste er allerdings nicht. Was Carozza für den HCP darstellte, war Matthias Mantinger auf Seiten der Broncos. Zunächst scheiterte der Kalterer in Unterzahl freistehend vor Colin Furlong, ehe er wenige Minuten später von einem haarsträubenden Wechselfehler der Wölfe profitierte und nach Zuspiel von Dante Hannoun den HCP-Goalie zwischen den Schonern erwischte.

Die Wipptal Broncos forderten dem HC Pustertal alles ab. © Oskar Brunner


Im Mittelabschnitt zogen die Wildpferde ihr schnörkelloses Eishockey konsequent durch, wogegen Max Oberrauch & Co. nicht das richtige Mittel fanden. Zwar gaben die Schwarzgelben den Ton an und feuerten deutlich mehr Schüsse ab, richtig gefährlich wurde es aus Sicht von HCP-Coach Luciano Basile jedoch zu selten. Zudem setzten die Gäste mit schnellen Kontern immer wieder Nadelstiche: Etwa als Ex-HCP-Crack Markus Gander alleine vor Furlong auftauchte, das Gehäuse jedoch knapp verpasste. Auf der Gegenseite hatte Brett Perlini Pech, als er kurz vor Ablauf des Mitteldrittels nur die Torumrandung traf. So hieß es nach 40 Minuten 1:1.

Die Gastgeber drangen im Schlussdrittel auf den Führungstreffer, der schließlich auch fiel: Nachdem die Broncos eine Strafe überstanden hatten, unterband Alex De Lorenzo Meo einen Querpass, tanzte den machtlosen Reinhart aus und stellte auf 2:1. Der Führungstreffer war angesichts der Spielanteile verdient. Dass es in die Verlängerung ging, hatten die Wildpferde großteils ihrem inzwischen groß aufspielenden Schlussmann zu verdanken.

In der Overtime musste Raphael Andergassen nach nur 7 Sekunden auf der Strafbank Platz nehmen. Beim daraus resultierenden 4-gegen-3-Powerplay waren Ryan Valentini & Co. jedoch zu verspielt. Letzterer bekam wenige Augenblicke später einen Penalty zugesprochen, nachdem Daniel Glira ihn bei einem Alleingang behindert hatte. Im Duell gegen Hannes Stoll, der für den verletzten Furlong gekommen war, scheiterte er aber. Dies rächte sich: 2 Zeigerumdrehungen später stocherte Tommaso Traversa den HCP auf seinen Knien zum 3:1-Sieg, der den Wölfen den Zusatzpunkt bescherte.

Luciano Basile bejubelte einen knappen, aber verdienten 3:1-Erfolg. © Optic Rapid/I. Foppa


Zum Feiern war den Wölfen jedoch nicht zumute, da Furlong, nachdem ein Niccolai-Schuss ihn am Hals traf, Mitte des dritten Drittels benommen vom Eis getragen werden musste. Wie schwer sich der Ausnahmetorhüter verletzt hat, ist unklar. Stoll nahm seinen Platz ein und wurde seinem Ruf als zuverlässiger Backup einmal mehr gerecht.
Buam mit historischer Pleite
Gleichzeitig schlitterten die Rittner Buam nach der 2:7-Klatsche gegen die Red Bull Juniors ins nächste Debakel. Zu Hause ging die Mannschaft von Santeri Heiskanen mit 0:9 unter. Als fatal erwies sich das Mitteldrittel, in dem Roland Fink, der Hannes Treibenreif eine Verschnaufpause gewährte, gleich 5 Mal hinter sich greifen musste. Damit starten die Buam nach 3 Niederlagen in den Return-2-Play-Duellen mit nur einem Punkt in den am Samstag beginnenden Grunddurchgang.
Die Ergebnisse:
Steel Wings Linz – HK Olimpija Ljubljana 3:8
Tore: 0:1 Zajc (8.36), 0:2 Bohinic (15.13), 1:2 Freunschlag (24.40), 1:3 Pance (26.11), 1:4 Drozg (28.01), 1:5 Drozg (31.35), 1:6 Music (35.35), 1:7 Orehek (38.20), 2:7 Mosaad (52.44), 2:8 Zajc (53.31), 3:8 Kall (57.44)
Zuschauer: 0

EC Kitzbühel – EHC Lustenau 6:1
Tore: 1:0 Johansson (11.22), 2:0 Maurer (22.20), 2:1 Connelly (23.43), 3:1 Linus Wernersson (39.10), 4:1 Bolterle (44.16), 5:1 Linus Wernerson (49.38), 6:1 Pontus Wernerson (55.40)
Zuschauer: 190

Rittner Buam – Red Bull Juniors 0:9
Tore: 0:1 Cimmerman (2.56), 0:2 Harnisch (22.49), 0:3 Möller (27.44), 0:4 Pronin (28.49), 0:5 Rattensberger (31.54), 0:6 Cimmermann (34.06), 0:7 Pronin (45.27), 0:8 Zitz (49.42), 0:9 Polegoshko (58.11)
Zuschauer: 130

HC Pustertal – Wipptal Broncos 3:1 n.V.
Tore: 1:0 Carozza (1.07), 1:1 Mantinger (14.37), 2:1 Alex De Lorenzo Meo (47.34), 3:1 Traversa (65.56)
Zuschauer: 410

Hinweis: Die Teams in Fett sichern sich nach dem Hin- und Rückspiel den Sieg. Der HC Pustertal holte sich dank des Sieges in der Verlängerung 2 Punkte, die Wipptal Broncos einen.

Die Tabelle:

SPGUVTVP
1. Olimpja Ljubljana00100:09
2. Feldkirch00000:09
3. Wipptal Broncos00000:07
4. HC Pustertal00000:07
5. Kitzbühel00000:06
6. Salzburg II00000:03
7. HC Gherdeina00000:03
8. Jesenice00100:03
9. Lustenau00000:03
10. Klagenfurt II00000:03
11. Rittner Buam00000:01
12. HC Asiago00000:00
12. SG Cortina00000:00
14. HC Fassa00000:00
15. Bregenzerwald00000:00
16. Linz II00000:00



Autor: leo

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