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Lässt sich von seinen Fans feiern: Max Oberrauch © Optic Rapid/I. Foppa

Mein All-Star-Team | Max Oberrauch

Im Laufe seiner Karriere kommt so mancher Spieler weit herum, steht mit Cracks von verschiedenen Kontinenten am Eis. Andere bleiben ihrem Heimatverein treu und teilen sich dort mit Akteuren aus nah und fern die Umkleidekabine. Viele von ihnen dürften aufgrund ihrer spielerischen Klasse, ihrer Härte oder ihrer Ausstrahlung in der Erinnerung haften geblieben sein. SportNews hat Südtiroler Spieler nach ihrer persönlichen Top Six befragt. Heute an der Reihe: Max Oberrauch.

36 Jahre alt und kein bisschen müde: Max Oberrauch zählt auch im fortgeschrittenen Eishockey-Alter noch zu den besten einheimischen Stürmern. In seiner Karriere, die in Brixen begann und sich über Turin, Mailand und schließlich den HC Pustertal erstreckte, teilte Oberrauch mit unzähligen großartigen Spielern die Umkleidekabine. „Ich hatte das Privileg mit vielen Weltklassespielern wie etwa Niklas Sundström, Rob DiMaio, Niklas Eriksson oder Rem Murray zu spielen“, sagt der Mann, der bei den Wölfen längst zur Ikone aufgestiegen ist. In unserer Serie beschränkt sich Oberrauch auf die Spieler, mit denen er für mehrere Jahre in einem Verein aktiv hat.

Tor
Colin Furlong (HC Pustertal): „Ehrgeiziger, fleißiger und sehr agiler Torhüter. Ist direkt aus der kanadischen Universitätsliga (USports) gekommen, hat uns in den letzten zwei Saisonen durch seinen konstant guten Leistungen viele Siege beschert und sich sofort in die Herzen der Fans gespielt. Mach weiter so!“
Verteidigung
Armin Helfer (Karriere beendet | linker Verteidiger): „Ich hatte die Ehre mit Armin rund 13 Saisonen zu spielen. Für mich ist er der beste Verteidiger, den Italien je gehabt hat. Zweikampfstark, robust, torgefährlich (Hammerschuss) und mit seinem großem Einsatz war er stets ein Vorbild für alle. Auf dem Eis gab er der Mannschaft Sicherheit. Auf diesem Weg möchte ich Armin einfach nur Danke sagen!“

Beide in Oberrauchs All-Star-Team vertreten: Armin Helfer und Colin Furlong © Optic Rapid/I. Foppa


Matt Kelly (Karriere beendet | rechter Verteidiger): „Spielte drei Jahre in Bruneck und war ein verlässlicher, robuster Verteidiger, der offensiv sowie defensiv Akzente setzen konnte und die Mitspieler in jeder Situation unterstützte. Mittlerweile arbeitet er hauptberuflich als Feuerwehrmann in Kanada. Er war für mich persönlich der beste ausländische Verteidiger beim HC Pustertal. Bis heute stehen wir noch in engem Kontakt.“
Sturm
Rob Sirianni (Karriere beendet | rechter Flügel): „Wahrscheinlich der beste Sniper, mit dem ich je gespielt habe. Unmögliche Schüsse fanden den Weg ins Tor, dazu schickte er Verteidiger in die Bar Kaffee trinken. Seiner Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Kann mich auch an keinen Spieler erinnern, der so viel redete wie er – deshalb nannten wir ihn Stereo. In der Kabine plauderte er ununterbrochen und sorgte für viele Lacher.“

Raphael Andergassen (HC Pustertal | Center): „Raphi ist der Jüngste meines All-Star-Teams. Mit viel Spielwitz und magischen Momenten im Spiel sowie im Training gehört er einfach hier her. Aufgrund seiner geschmeidigen Scheibenführung nennen wir ihn Smooth. Seine Face-Off Qualitäten sind bekannt und die Gegner stets gewarnt. Er hat seine besten Jahre noch vor sich und ist aus Bruneck nicht mehr wegzudenken. Smooth zählt zu den besten Stürmern Italiens, ihm gehört die Zukunft.“

Giulio Scandella und Max Oberrsuch lehrten den gegnerischen Abwehrreihen das Fürchten. © Optic Rapid/I. Foppa


Giulio Scandella (Saint-Georges-de-Beauce COOL-FM | linker Flügel): „Eisläuferisch eine Augenweide, schnell und (nicht nur) für gegnerische Abwehrreihen kaum zu bremsen. Hat große Torjäger-Qualitäten und stets ein Auge für seine Mitspieler. Ich verdanke ihm viele Tore, da er mich öfters gekonnt in Szene gesetzt hat. Sympathischer, freundlicher und ruhiger Zeitgenosse, den man sich in jeder Mannschaft wünscht.“
Trainer
Diego Scandella (HC Sierre): „Ich habe in meiner Laufbahn einige Trainer erlebt. Aber wenn mich jemand fragt, welcher mich am meisten geprägt hat, dann war es Diego Scandella. Er war mein Jugendtrainer in Bruneck. Diego erwartete von jedem seiner Spieler Einsatz, Disziplin und Respekt. Seine Trainings waren anstrengend und er hatte eine laute, angsteinflößende Stimme, die man schon von weitem hören konnte.“

Autor: leo

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