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Simon Kostners All-Star-Team hat es in sich. © Optic Rapid/I. Foppa

Mein All-Star-Team | Simon Kostner

Im Laufe seiner Karriere kommt so mancher Spieler weit herum, steht mit Cracks von verschiedenen Kontinenten am Eis. Andere bleiben ihrem Heimatverein treu und teilen sich dort mit Akteuren aus nah und fern die Umkleidekabine. Viele von ihnen dürften aufgrund ihrer spielerischen Klasse, ihrer Härte oder ihrer Ausstrahlung in der Erinnerung haften geblieben sein. SportNews hat Südtiroler Spieler nach ihrer persönlichen Top Six befragt. Heute an der Reihe: Simon Kostner.

Die Familie Kostner steht für sportlichen Erfolg – egal ob Vater Erwin, Tochter Carolina oder Sohn Simon, der seit Jahren zu den besten heimischen Stürmern gehört. Der 29-Jährige hat schon in jungen Jahren das Familiennest verlassen und in insgesamt sieben Jahren im Ausland das Eishockeyspielen in der deutschen und finnischen Schule perfektioniert.


Seit mittlerweile sechs Jahren streift sich der quirlige Flügelstürmer das Trikot der Rittner Buam über. Mit beachtlichen 50 Punkten in 44 Partien hat der Mann aus St. Ulrich in der abgelaufenen Spielzeit einen neuen persönlichen Bestwert aufgestellt. Doch nicht nur in den Vereinsfarben weiß Kostner zu überzeugen, auch in der Nationalmannschaft ist er zu einem wichtigen Baustein avanciert. Der Treffer im alles entscheidenden Spiel gegen Österreich bei der letztjährigen Weltmeisterschaft ist ein Beweis dafür. Sein mit Superstars gespicktes All-Star-Team hat es in sich.

Tor
Andrew Engelage (Whitby Dunlops): „Wenn er im Tor stand, hatte man das Gefühl, dass der Gegner den ganzen Abend von überall schießen könnte und es nichts passieren würde. Zu wissen, dass wenn etwas in der Verteidigung schief geht und der Torhüter mit ziemlicher Sicherheit trotzdem noch die Situation rettet, verleiht der ganzen Mannschaft viel Selbstvertrauen, das bei wichtigen Spielen entscheidend sein kann.“

Andrew Engelage hütete für eine Saison das Rittner Tor. © Max Pattis

Verteidigung
Sami Vatanen (Carolina Hurricanes | linker Verteidiger): „In meinen ersten Jahren in Finnland hatte ich das Vergnügen mit ihm in der Mannschaft zu spielen. Er war einfach besser als alle anderen, obwohl er der jüngste war. In seinem ersten Jahr in der ersten Mannschaft war er auch dort der beste Verteidiger. Interessant war auch zu sehen, wie er manchen Veteranen, die schon über 10 Jahre Erfahrung hatten, Anweisungen gab. Schon damals war klar, dass er es in die NHL schaffen würde.“

Christian Borgatello (HC Meran | rechter Verteidiger): „Es gibt kaum eine Partie, in der er nicht gut spielt. Er gibt der ganzen Mannschaft Sicherheit und war ganz klar der richtige Kapitän auf dem Ritten, da er nicht nur auf dem Eis ein Leistungsträger ist, sondern auch in allen anderen Situationen immer seinen Mannschaftskollegen zur Seite steht. Sein Siegeswille und Kampfgeist sind einzigartig und er ist ein Spieler, bei dem sich viele junge Verteidiger etwas abschauen können.“
Sturm
Dan Tudin (Rittner Buam | linker Flügel): „Seit Jahren ist er einer der besten Spieler in der Rittner Mannschaft. Obwohl viele denken, er sei schon etwas in die Jahre gekommen, bringt er jedes Jahr wieder eine herausragende Leistung. Ich glaube, er liebt es einfach, Eishockey zu spielen. Sobald er auf dem Eis steht, ist er wie ein Junge, der nicht genug bekommen kann. Dan versteht das Spiel auf eine sehr „moderne“ Art und Weise und versucht immer wieder neue Fähigkeiten dazuzulernen. Er ist mit Sicherheit eines der größten Vorbilder für junge Spieler auf dem Ritten.“

Ein Rittner Urgestein: Dan Tudin © Max Pattis


Thomas Spinell (Rittner Buam | Center): „Thomas ist einer der schlausten Spieler der AlpsHL. Er versteht das Spiel sehr gut und kann durch seine Übersicht und Geduld seine Mitspieler sehr gut in Szene setzen. Eine seiner besten Fähigkeiten ist, dass er in den wichtigen Spielen immer eine gute Leistung bringt. Er ist eigentlich immer gut drauf, es kann aber auch hin und wieder vorkommen, dass ein Gegner etwas aufpassen muss, wenn er gerade mal einen schlechten Tag hat.“

Antti Pihlström (Jokerit | rechter Flügel): „Wahrscheinlich der schnellste Spieler, den ich kenne. Als er auf dem Eis stand, hatte man immer das Gefühl, dass etwas in der offensiven Zone passieren würde. Er ist nicht der größte auf dem Eis, spielt aber so als ob er es wäre und weicht keinem Zweikampf an der Bande aus. Pihlström hat viele Jahre in der ersten finnischen Liga und in der KHL gespielt und ist mit der finnischen Nationalmannschaft auch Weltmeister geworden. Er ist nicht nur ein sehr guter Spieler, sondern es ist auch sehr unterhaltsam, ihm beim Spielen zuzuschauen.“
Trainer
Helmut de Raaf (Red Bull Salzburg): „Nicht nur auf, sondern auch außerhalb der Eisfläche hat er uns in Mannheim beigebracht, was es braucht, um ein Eishockeyspieler zu werden. Seine Methoden waren vielleicht manchmal etwas hart, aber bei Spielern im Alter zwischen 15 und 18 Jahre ist dies wohl auch nötig. Durch ihn haben sich für mich auch viele Möglichkeiten ergeben, wie z.B., dass ich nach Finnland durfte.“

Autor: leo

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