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Lukas De Lorenzo Meo, Ivan Althuber und Brett Perlini (in schwarz v.l.) hatten gegen Lustenau einen schweren Stand. © Optic Rapid

Pustertal ist chancenlos, Gröden traut seinen Augen nicht

Der von zahlreichen Ausfällen gebeutelte HC Pustertal kassierte in seinem ersten Playoff-Spiel eine Packung. Für den HC Gröden ist die Saison dagegen vorbei, genauso wie für die Wipptal Broncos.

Dass es schwierig werden würde, war angesichts der prekären Personalsituation schon vor Spielbeginn klar. Dass der HC Pustertal gegen den EHC Lustenau jedoch gleich mit 0:6 abgewatscht wird, kam dann doch etwas überraschend. Die Wölfe stehen im Viertelfinale der AlpsHL-Playoffs also schon vor dem Aus, da ihre Serie im Best-of-3-Modus ausgetragen wird.


Es waren turbulente Tage, die der HC Pustertal erlebt hat. Corona hat zugeschlagen – und einen beachtlichen Teil der Mannschaft außer Gefecht gesetzt. Einige Tage konnte nicht trainiert werden, die Viertelfinalserie gegen Lustenau begann deshalb mit Verspätung und wird nicht in einer Best-of-5- sondern in einer Best-of-3-Serie ausgetragen. Coach Luciano Basile konnte zum Playoff-Start am Donnerstag gerade einmal drei Linien aufbieten, da mit Verteidiger Stephen Lee und den Angreifern Massimo Carozza, Luke Pither, Alex De Lorenzo Meo, Max Oberrauch, Viktor Schweitzer und Davide Conci gleich sieben Spieler fehlten. Dafür waren Alex Zecchetto und Kevin Baumgartner vom Farmteam Brixen mit dabei.

Im Mitteldrittel brechen alle Dämme
Die Devise gegen Lustenau, das sich in den Pre-Playoffs souverän gegen Ritten durchgesetzt hat, lautete deshalb: Verteidigen, was das Zeug hält, und hoffen, dass vorne irgendwie einer reingeht. 15 Minuten lang ging der Matchplan auf, dann schlug Lustenau zum ersten Mal zu: Haberl tankte sich rechts durch und gab Furlong das Nachsehen. Im zweiten Abschnitt kam es für die Wölfe knüppeldick. Zunächst wäre da das unglückliche 0:2, als ein Schuss von D’Alvise an den Hintern von Pustertals Perlini prallte und von dort ins Tor plumpste. Dann bekam Yuri Cristellon einen Puck ins Gesicht und musste blutverschmiert kurzzeitig raus, kam dann aber vorbildlich wieder zurück.

Gianluca March, Colin Furlong und Tommaso Traversa (v.l.) bissen auf die Zähne, kamen am Ende aber unter die Räder. © Optic Rapid


Der Torreigen ging indes weiter: Hrdina traf im Slot zum 3:0, dann ließ D’Alvise HCP-Goalie Furlong mit einem Move alt aussehen – 4:0. Der Arbeitstag des Pusterer Goalies war somit zu Ende, er wurde von Hannes Stoll abgelöst. Der 21-jährige Schlussmann musste prompt hinter sich greifen, als Ozolins im Powerplay traf. Ansonsten bot Stoll aber eine solide Leistung. Den Schlusspunkt setzte Wallenta im letzten Drittel. Lustenau kann die Serie am Samstag zu Hause also zumachen.
Unglaublicher Save im Gröden-Spiel
Für den HC Gröden ist die Saison indes zu Ende. Gegen Jesenice, den Tabellenzweiten des Grunddurchgangs, ging es zwar in allen drei Spielen sehr eng zu, ein Sieg war den Furie aber nicht vergönnt. Am Donnerstag besiegelte eine 2:3-Niederlage das Aus für die Truppe von Trainer Joni Petrell.

Dabei spielten sich in den letzten Sekunden, besser gesagt in der allerletzten Sekunde, unglaubliche Szenen ab. Jesenice lag mit 3:2 in Führung, da startete Gröden noch einmal einen letzten Angriff. Die Furie kombinierten sich durch, bis Nedved schließlich einen feinen Querpass zu McGowan spielte und somit Goalie Zan Us aushebelte. Der Grödner Angreifer stand nur einen Meter vom Tor entfernt und zog direkt ab – eigentlich hätte das ein sicheres Tor sein müssen. Doch der Jesenice-Goalie, der mit dem Rücken zu McGowan stand, drehte sich binnen Sekundenbruchteile noch irgendwie um und kratzte die Scheibe mit einem unglaublichen Move von der Linie. Eine Rettungstat, die getrost als die Parade des Jahres bezeichnet werden kann. Entsprechend groß war danach auch die Freude der Jesenice-Spieler, die nach der Sirene ihren Schlussmann feierten.

Jesenice-Goalie Zan Us (rechts) brachte Michael Sullmann (Mitte) und den HC Gröden zum Verzweifeln. © Studio Kostner


Zuvor hatten sich die beiden Teams einen packenden Schlagabtausch geliefert. Gröden ging durch Niemelä bereits nach 64 Sekunden in Führung, Jezovsek und Dumic drehten den Spieß jedoch noch im ersten Drittel um. Nach einer halben Stunde traf McGowan zum 2:2-Ausgleich, ehe Kocar Jesenice in der 48. Minute wieder in Front brachte. Der Sieg war besiegelt – auch, weil Zan Us in der letzten Spielsekunde über sich hinauswuchs.

Bereits am frühen Abend verabschiedete sich Sterzing mit einer 0:6-Niederlage gegen HK Olimpija in den Sommerurlaub. Asiago hat seine Serie gegen Cortina indes makellos überstanden und ist souverän ins Halbfinale eingezogen.
AlpsHL, Viertelfinale
Jesenice – Gröden 3:2

Tore: 0:1 Niemelä (1.04), 1:1 Jezovsek (5.53), 2:1 Dumic (17.12), 2:2 McGowan (29.35), 3:2 Kocar (47.41)

Endstand in der Best-of-5-Serie: 3:0 – Jesenice im Halbfinale


Pustertal – Lustenau 0:6

Tore: 0:1 Haberl (16.42), 0:2 D’Alvise (23.03), 0:3 Hrdina (31.40), 0:4 D’Alvise (33.26), 0:5 Ozolins (35.12), 0:6 Wallenta (45.14)

Stand in der Best-of-3-Serie:
0:1


Asiago – Cortina 4:1

Tore: 1:0 Frei (10.31), 2:0 Gellert (29.23), 2:1 Cordiano (38.28), 3:1 Frei (48.52), 4:1 Marchetti (59.09)

Endstand in der Best-of-5-Serie: 3:0 – Asiago im Halbfinale


HK Olimija – Wipptal Broncos 6:0

Tore: 1:0 Simsic (6.55), 2:0 Pance (14.31), 3:0 Vallerand (20.59), 4:0 Ropret (31.09), 5:0 Pance (31.53),6:0 Music (42.37)

Endstand in der Best-of-5-Serie: 3:0 – Olimpija im Halbfinale

Schlagwörter: Eishockey

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