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Wie geht es für Ritten und die weiteren Südtiroler AlpsHL-Klubs weiter? © Rittner Buam/Pattis

Südtirols Eishockeyvereine stecken im Impf-Dilemma

Die angespannte Corona-Lage wirkt sich nicht nur auf das alltägliche Leben stark aus, sondern auch auf die heimische Sportszene. Eine neue, von der österreichischen Regierung erlassene Verordnung stellt die Eishockeyvereine vor große Probleme.

Eine Vielzahl jener Cracks, die bei Südtirols Eishockeyvereinen unter Vertrag stehen, sind gegen das Coronavirus geimpft. Eine Minderheit hat das Impfangebot noch nicht angenommen, konnte dank der Antigen-Tests jedoch problemlos an den internationalen Ligen teilnehmen. Bis jetzt. Die am Montag von der österreichischen Regierung erlassene Verordnung gestattet die Anreise für Sportler nur mit einem gültigen PCR-Test. Diese sind im Vergleich zu der oben genannten Methode deutlich teurer, weswegen gleich mehrere, kompliziert zu lösende Probleme entstehen.


Zuallererst muss geklärt werden, wer für die Kosten, die sich bis auf 90 Euro pro Test (!) belaufen können, aufkommt. Die ungeimpften Spieler selbst, der Verein oder die öffentliche Hand? Letztere Option ist ausgeschlossen, da das Impfangebot kostenlos ist und die alltäglichen Tests von jedem Bürger selbst bezahlt werden müssen. Wie SportNews aus gesicherter Quelle erfuhr, wollen und werden auch die Vereine nicht diese schwer kalkulierbaren Spesen auf sich nehmen. Also fällt die Last auf die Spieler selbst. Ob diese tatsächlich bereit sind, für jede Auswärtsfahrt in die Alpenrepublik (in Italien sind aktuell Antigen-Tests gültig) diese Summe hinzublättern, ist unwahrscheinlich.

Somit bleiben nur zwei Alternativen: Entweder lassen sich die betroffenen Akteure den Impfstoff verabreichen oder sie zeihen die Reißleine und beenden die Saison vorzeitig. Die Vereine hoffen nun natürlich, dass sich die Spieler für den Impf-Pfad entscheiden. Andererseits könnte es zu nicht absehbaren sportlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen kommen.

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