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Colin Furlong und die HCP-Defensive stellten sich den Laibachern immer wieder in den Weg. © I. Foppa/Optic Rapid

Zweiter Finalsieg: Wölfe stürmen die Olimpija-Festung

Nur zwei Tage nach dem herben 2:7 im Rienzstadion hat der HC Pustertal eine eindrucksvolle Reaktion gezeigt und neuerlich die Führung in der Finalserie gegen den HK Olimpija übernommen. Erstmals in diesen Playoffs siegte die Gastmannschaft in der „Hala Tivoli“.

Seit mehr als zwei Monaten war der slowenische Hauptstadtklub im Laibacher Eisstadion ungeschlagen, jetzt ist die Festung eingenommen: Die Wölfe zeigten vor knapp 2.800 Zuschauern einen enormen Kampfgeist und drehten einen Zwei-Tore-Rückstand in einen 6:4-Sieg um.

Markus Gander (r.) brachte die Wölfe erstmals in Führung.


In einem zerfahrenen Startdrittel war es zunächst der HCP, der besser in die Gänge kam und die vielen mitgereisten Brunecker Fans erstmals jubeln ließ. Nach einem Konter bediente Tommaso Traversa Markus Gander, der zum 1:0 eindrückte. Zu diesem Zeitpunkt agierten die Gäste im Penalty Killing. Nur vier Minuten später rückte Wölfe-Schreck Saso Rajsar, der in Spiel 2 bereits drei Mal getroffen hatte, in den Mittelpunkt. Er lenkte einen Planko-Schuss zum 1:1 in die Maschen. Mit diesem Ergebnis ging es in die erste Pause.

Olimpija wirbelt wieder im Mitteldrittel

Nach Wiederbeginn nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. Davon profitierten – wie schon am Freitag in Bruneck – die Slowenen, die im Mittelabschnitt gleich drei Mal zulangten. Das 2:1 durch Luka Vidmar konnte Armin Hofer mit einem Schuss ins kurze Kreuzeck noch ausgleichen, doch bei den Treffern von Gregor Koblar und Aljaz Chvatal blieb eine unmittelbare Reaktion der Südtiroler aus. Deren Torhüter Colin Furlong machte in dieser Phase des Spiels nicht den sichersten Eindruck.

Traversa leitet die Wende ein

Das alles sollte sich jedoch im Schlussdrittel schlagartig ändern: Pustertal kam wie verwandelt aus der Kabine und drückte jetzt mächtig aufs Gaspedal – mit Erfolg. In der 41. Minute lenkte Traversa einen Abschluss von Maximilian Leitner ins Tor. Nur drei Minuten später war der Stürmer aus dem Piemont erneut zur Stelle, als er nach einem Helfer-Schuss blitzschnell reagierte und den Rebound zum 4:4 verwertete.

Doch damit war noch längst nicht genug, denn unmittelbar nachdem Ivan Althuber im Eins-gegen-Eins gegen Olimpija-Goalie Us scheiterte, gingen die Wölfe zum zweiten Mal an diesem Abend in Führung: Raphael Andergassen nutzte die Freiräume im Powerplay und beförderte den Puck aus spitzem Winkel unter die Latte. Es war der dritte Powerplay-Treffer des Mattila-Teams in diesem Spiel. Im Anschluss warf Olimpija alles nach vorne, doch die HCP-Defensive um Furlong machte hinten dicht. Zehn Sekunden vor Schluss traf Armin Helfer schließlich aus dem eigenen Drittel ins mittlerweile verwaiste HKO-Tor und meißelte den Auswärtssieg in Stein.

Der HC Pustertal geht somit zum zweiten Mal in dieser Finalserie in Führung und mit mächtig Rückenwind ins zweite Auswärtsspiel in der „Hala Tivoli“. Dieses wird bereits am Montag (19.15 Uhr) ausgetragen.

HK Olimpija – HC Pustertal 4:6

HKO: Us (Spreitzer); Kranjc-Vidmar, Kristjan Cepon-Planko, Zorko-Svete, Mark Cepon-Brus; Koren-Music-Pesut, Jezovsek-Rajsar-Koblar, Simsic-Orehek-Chvatal, Zajc-Bohinc-Kujavec
Coach: Vnuk

HCP: Furlong (Stoll); Helfer-Corbett, Leitner-Hofer, Althuber-Elliscasis; Traversa-Teemu Virtala-Marko Virtala, Oberrauch-Andergassen-Alex De Lorenzo, Lukas De Lorenzo-Berger-Gander, Brunner-Großgasteiger-Piroso
Coach: Mattila

Tore: 0:1 Markus Gander (6.24), 1:1 Saso Rajsar (10.18), 2:1 Luka Vidmar (22.50), 2:2 Armin Hofer (26.25), 3:2 Gregor Koblar (27.34), 4:2 Aljaz Chvatal (38.27), 4:3 Tommaso Traversa (40.13), 4:4 Tommaso Traversa (43.30), 4:5 Raphael Andergassen (47.44), 4:6 Armin Helfer (49.50)

Zuschauer: 2.752

Best-of-Seven-Serie: 1:2 (0:3, 7:2, 4:6)

Autor: fop

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