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Wie die kommende Saison für den HC Bozen aussehen wird, steht aufgrund von Coronakrise & Co. noch in den Sternen. © V. Antonello

AlpsHL & EBEL: Sicher ist nur die Unsicherheit

Seit Freitag ist es offiziell, dass die Bratislava Capitals der 11. Gegner des HCB Südtirol Alperia werden. Ob die Eishockeyliga, die bisher EBEL hieß und deren künftiger Name noch offen ist, mit 12 Teams in die nächste Saison startet, ist allerdings nicht gesichert. Auch in der Alps Hockey League sorgen einige Klubs für Verwirrung.

Seit Freitag ist es offiziell, dass die Bratislava Capitals der 12. Klub in der EBEL (die Liga bekommt im Juni durch Neo-Sponsor bet-at-home einen neuen Namen) sein werden. Der Präsident der Slowaken, Ivo Durkovic, ist in Österreich übrigens kein Unbekannter. Er ist Betreiber der iClinics in Bratislava und Klagenfurt, die zeitgleich der Hauptsponsor der Capitals sind.

Trotz der Aufnahme von Bratislava ist es keinesfalls gesichert, dass die Liga mit 12 Teams in den Neustart gehen wird. Aus Tschechien ist zu vernehmen, dass der HC Orli Znojmo mit großen Problemen zu kämpfen hat. In Linz ist die Lage ohnehin unsicher, aktuell sind zwei Klubs in der Liga eingeschrieben. Es ist aber nicht anzunehmen, dass künftig zwei Vereine aus der Stahlstadt als Bozner Gegner aufscheinen. Auch in Innsbruck und Villach sind Geldsorgen vorhanden, allerdings steht ein EBEL-Abschied (noch) nicht zur Diskussion.

AlpsHL: Wechselt Feldkirch nach Deutschland?
Die VEU Feldkirch bleibt weiterhin ein Sorgenkind in der AlpsHL. Die Vorarlberger, die noch vor einem Jahr mit einem EBEL-Einstieg liebäugelten, wollen jetzt offenbar „auswandern“. Feldkirch könnte einen Antrag auf eine Aufnahme in die 3. Liga Deutschlands (Oberliga) stellen. Bereits vor wenigen Wochen untermauerte Feldkirch-Manager Michael Lampert diese Option in einem Interview mit den Vorarlberger Nachrichten.

Feldkirch wollte vor einem Jahr noch in die EBEL und flirtet jetzt mit einem Engagement in Deutschland. © Facebook VEU Feldkirch

Das österreichische Eishockeyportal Ring Hockey Magazin berichtet, dass auch Kitzbühel und Zell am See an einer Oberliga-Teilnahme im Nachbarland interessiert seien. Die Zeller Eisbären waren das erste AlpsHL-Team, das seine Teilnahme an der nächsten Saison zurückgezogen hat. In den Sternen steht zudem die Zukunft der Steel Wings Linz.

Unsicher ist auch die Lage der Vereine südlich des Brenners. Die Coronakrise setzt nicht nur den Klubs erheblich zu, sondern auch die Liga-Verantwortlichen unter Druck. Die unsichere Lage in Italien bedroht auch die AlpsHL, die durch das internationale Teilnehmerfeld vor einer großen logistischen Herausforderung steht. Vieles wird davon abhängen, wie sich die Coronakrise in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt. Sicher ist im Moment nur, dass nichts sicher ist.

Autor: cst

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