h AlpsHL

Feierte sein zweites Shutout in Folge: Colin Furlong. © matthaeus kostner www.kostner.in, matthaeus kostner www.kostner.info

Der HC Gröden ist nicht wiederzuerkennen

Am Donnerstagabend ging in der Alps Hockey League der dritte Spieltag der Zwischenrunden über die Bühne. Der HC Gröden setzt seine Siegesserie in beeindruckender Form fort, dafür gab es für Ritten (und insbesondere Goalie Jake Smith) sowie den HC Meran einen bitteren Abend.

3 Spiele, 3 Siege, Torverhältnis von 13:1 – der Einstand von Neo-Trainer David Musial beim HC Gröden hätte besser nicht verlaufen können. Die Furie blühen unter dem neuen Coach förmlich auf, zeigen ein komplett anderes Gesicht als noch vor Wochen unter Hannu Järvenpää und befinden sich schnurstracks in Richtung Pre-Playoffs. Am dritten Spieltag der Qualification Round B zwangen die Ladiner die Zeller Eisbären – die auf Platz 2 liegen – mit 3:0 in die Knie und stehen nun mit 6 Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze.


Den 374 Fans im Pranives von Wolkenstein wurde dabei einiges geboten. Allen voran viele Überzahlsituationen, denn im gesamten Spiel verhängten die Unparteiischen sage und schreibe 32 Strafminuten. Gröden nutzte das zynisch aus und erzielte zwei seiner drei Treffer mit einem bzw. zwei Mann mehr auf dem Eis. Da wäre aber auch die überragende Leistung von Furie-Goalie Colin Furlong, der nicht weniger als 42 Schüsse entschärfte und somit sein zweites Shutout in Serie feierte.

Maks Selan erzielte das 3:0 für Gröden. © matthaeus kostner www.kostner.in, matthaeus kostner www.kostner.info


Und da wäre nicht zuletzt der beeindruckende Kampfgeist der Grödner, die auch am Donnerstag arg ersatzgeschwächt antraten und trotzdem ablieferten. Alles in allem boten sich die beiden Mannschaften ein packendes, ansehnliches und druckvolles Spiel, in dem am Ende die cleverere und abgeklärtere Mannschaft alle drei Punkte mit nach Hause nahm.
Die Buam verlieren das Spitzenspiel
Ritten hat am Donnerstag das Spitzenspiel der Master Round gegen Jesenice verloren und musste somit den zweiten Platz in der Tabelle an die Slowenen abtreten. Obwohl die Buam gegen den Sieger des Grunddurchgangs einen ansehnlichen Auftritt hinlegten, musste man sich mit 2:3 geschlagen geben – auch, weil der ansonsten so souveräne Goalie Jake Smith nicht seinen besten Tag erwischte.

Markus Spinell erzielte das zwischenzeitliche 1:1 für Ritten. © Max Pattis


Für Ritten, das unter anderem ohne Sailo, Frei, Osburn und Giacomuzzi auskommen musste, begann das Auswärtsmatch vor 350 Fans alles andere als ideal. Jesenices Elo wurde in der 8. Minuten auf dem rechten Flügel „vergessen“ und traf mit einem präzisen Schuss durch Smiths Hosenträger zum 1:0. Im Mittelabschnitt zeigten die Buam jedoch eine beeindruckende Reaktion und drehten das Spiel dank des starken Lutz: Zuerst bereitete er in Überzahl Spinells Ausgleichstreffer vor, dann zog er selbst trocken ab und beförderte die schwarze Scheibe ins Netz – 2:1.

Bis zum Schluss sollte diese Führung jedoch nicht halten: In der 43. Minute überraschte Rajsar Ritten-Goalie Smith mit einem direkt verwandelten Bully, dann schaufelte Ulamec den Puck vom Bullykreis am unglücklichen Schlussmann der Klobensteiner vorbei ins Tor (48.). Eine Rittner Schlussoffensive blieb aus.
Merans Playoff-Träume werden immer kleiner
Eine bittere Pille musste der HC Meran schlucken. Gegen Feldkirch gab es in der Qualification Round B eine 1:2-Niederlage nach Verlängerung. Das bedeutet, dass die Top 3 – die sich bekanntlich ein Ticket für die Pre-Playoffs sichern – immer weiter in die Ferne rücken. Mittlerweile haben Christian Borgatello & Co. 5 Zähler Rückstand.

Christian Borgatello, Abwehrchef des HC Meran. © Social Media HC Meran


Das erste Drittel war ein regelrechter Schlagabtausch der beiden Offensiven, doch die beiden exzellenten Torhüter Frederic Cloutier und Alex Caffi ließen keine Scheibe über die Linie. Erst in der 33. Spielminute war es soweit. Ansoldi umkurvte mit einer starken Einzelaktion das Tor der Feldkircher, brachte den Puck zu Roland Hofer, der von der blauen Linie einfach mal abzog und zusah, wie Tomasini die Scheibe entscheidend abfälschte – 1:0.

Im Schlussdrittel dann aber der Ausgleich: Wie aus dem Nichts kam Debütant Jesper Eriksson in der 42. Minute vor dem Meraner Tor zum Abschluss und wuchtete die Scheibe kaltschnäuzig an Cloutier vorbei. In der Folge gab es Chancen auf beiden Seiten, doch die Partie ging in die Verlängerung. Und da fackelte Feldkirch nicht lange. Nach nur 43 Sekunden gewann Gehringer im Drittel der Meraner den Puck, passte ihn zum freistehenden Dylan Stanley, der das Spielgerät ins Tor bugsierte.

AlpsHL, die Spiele vom Donnerstag

Master Round
Jesenice – Rittner Buam 3:2
1:0 Elo (7.36), 1:1 Spinell (25.09), 1:2 Lutz (36.51), 2:2 Rajsar (42.45), 3:2 Ulamec (47.52)
Zuschauer: 350

Asiago – Cortina 4:2
0:1 Lacedelli (6.55), 1:1 Giliati (9.13), 2:1 Iacobellis (12.46), 3:1 Michele Marchetti (13.49), 4:1 Tessari (33.47), 4:2 Zanatta (54.18)
Zuschauer: 350

Fassa – Lustenau 2:3 n.P.
1:0 Iori (1.36), 1:1 Koczera (2.43), 2:1 Deluca (29.05), 2:2 Haberl (34.43). Entscheidender Penalty: Puschnik
Zuschauer: 326

SPGUVTVP
1. HC Asiago330011:412
2. Jesenice320110:810
3. Rittner Buam32018:38
4. Lustenau32017:66
5. HC Fassa30034:111
6. SG Cortina30033:110

Qualification Round A
Salzburg – Bregenzerwald 7:3
1:0 Krening (2.03), 1:1 Lehtonen (7.36), 1:2 Schlögl (11.12), 2:2 Purdeller (13.14), 3:2 Purdeller (20.45), 4:2 Lehmus (23.44), 5:2 Thaler (24.12), 5:3 Pilgram (38.02), 6:3 Thaler (41.04), 7:3 Necesany (52.19)
Zuschauer: 40

Kitzbühel – Klagenfurt 4:3 n.V.
1:0 Schröder (13.07), 1:1 Witting (18.44), 2:1 Mintautiskis (23.08), 2:2 Hammerle (27.41), 3:2 Eder (28.14), 3:3 Hammerle (58.52), 4:3 Freidenfels (62.29)
Zuschauer: 283

SPGUVTVP
1. Salzburg II320111:513
2. Bregenzerwald210111:76
3. Wipptal Broncos21014:55
4. Kitzbühel32015:114
5. Klagenfurt II20024:71

Qualification Round B
Feldkirch – Meran 2:1 n.V.
0:1 Tomasini (32.42), 1:1 Eriksson (41.30), 2:1 Stanley (60.43)
Zuschauer: 500

Gröden – Zell am See 3:0
1:0 Korhonen (19.58), 2:0 Sullmann (26.57), 3:0 Selan (56.36)
Zuschauer: 374

Wien – Linz 2:4
1:0 Fichtinger (3.46), 1:1 Stuart (31.12). 1:2 Ekelund (35:47), 1:3 Stuart (36.05), 2:3 Moser (38.24), 2:4 Mayrhofer (59.40)
Zuschauer: 78

SPGUVTVP
1. HC Gherdeina330013:114
2. Zell am See310210:118
3. Feldkirch330013:67
4. Linz II32019:116
5. HC Meran30038:132
6. Wien II30034:150


Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 First Avenue GmbH