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Andrea Gios steht dem italienischen Eissportverband als Präsident vor Das "Twitter-Duell" zwischen Gios und Nicola Fontanive

Altersgrenze sorgt für Zündstoff: Serie B nur für Unter-40-Jährige

Die berühmten „alten Haudegen“ könnten im heimischen Eishockey bald ausgedient haben. Zumindest in der Serie B wird man sie demnächst vergeblich auf der Eisfläche suchen. Die Verbandsspitze hat nämlich entschieden, die Meldung von Spielern, die vor dem 1. Januar 1975 geboren sind, zu untersagen. Diese Maßnahme soll der Förderung von jungen Spielern dienen, sorgt allerdings bereits jetzt für mächtig Gesprächsstoff in der Szene.

Das hat es wohl noch nie gegeben: Ein Verband verbietet einem Teil seiner Athleten aus Altersgründen die Ausübung der betreffenden Sportart. So geschehen beim italienischen Eissportverband (FIGS). Dieser ist zwar stets für Überraschungen gut, doch in diesem Fall wurden viele Spieler und Vereine kalt erwischt. In der Serie B, der zweithöchsten italienischen Spielklasse in der mit dem HC Vinschgau, dem HC Meran, HC Pustertal Junior, EV Bozen und den Aurora Frogs auch fünf Südtiroler Klubs auf Punktejagd gehen, ist es künftig untersagt, Spieler zu melden, die vor dem 1. Januar 1975 geboren sind. Selbst ein ärztliches Attest, das die Eignung zu sportlichen Aktivität bestätigt, ist nutzlos.

Die neue Regelung soll in erster Linie den Einsatz junger Spieler fördern. Dass sich diese bislang viel von erfahrenen Cracks - mitunter auch ehemaligen Nationalspielern - abschauen konnten, wird nicht berücksichtigt. Eine deutlich milderere, dafür aber nicht weniger zielführende Maßnahme wäre wohl gewesen, eine gewisse Einsatzzeit von Jugendspielern in den jeweiligen Mannschaftskader festzuschreiben und somit die vorgeschrieben U26-Regel in der Serie B weiter auszuweiten.


Die Wogen gehen hoch

Die fragwürdige Vorgehensweise von Verbandsseite blieb nicht unkommentiert. Zumindest auf Twitter, wo sich Mailand-Stürmer Nicola Fontanive kein Blatt von den Mund nahm. So etwa schrieb er: „…Wenn du vor 1975 geboren bist, ist der Spaß für dich vorbei!“. Die Reaktion von FIGS-Präsident Andrea Gios ließ nicht lange auf sich warten. „Es ist angebracht an die Jugend zu denken. Wer vor 75 geboren ist, hatte genug Zeit, um Spaß zu haben. Jetzt kann er sich als Trainer einbringen“, gab Gios über den Kurznachrichtendienst bekannt.

Das Wortgefecht der beiden setzte sich im Anschluss noch fort. Vermutlich wird es nicht die einzige Meinungsverschiedenheit bleiben, die diese Regelung mit sich zieht.

Autor: sportnews

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