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Die Cardiff Devils werden nicht an der Champions Hockey League teilnemen.

Briten streichen ganze Eishockey-Saison – Die Folgen

Jetzt hat die erste Liga die Reißleine gezogen: In Großbritannien wird in diesem Jahr kein Eishockey gespielt. Die Auswirkungen reichen bis weit auf europäische Festland.

Das frühzeitige Saison-Aus in der britischen EIHL hat sich seit Wochen abgezeichnet. Die Klubs hatten ihre Planungen schon lange auf Eis gelegt, die Spieler sind reihenweise in andere Ligen „geflüchtet“. So haben etwa auch der HC Bozen ( Gleason Fournier), der HC Pustertal ( Stephen Lee, Brett Perlini) und Cortina (Mike Cazzola) die Chance beim Schopf gepackt und sich Cracks aus der EIHL geangelt. Nun steht fest, dass im britischen Oberhaus in diesem Jahr kein Eishockey gespielt wird. Eine Mini-Saison im Frühjahr mit einer Handvoll Teams ist zwar nicht ausgeschlossen, gilt allerdings als äußerst unwahrscheinlich.

„Wir brauchen eine Stadionauslastung von 75 bis 100%“
EIHL-Chef Tony Smith
Liga-Boss Tony Smith erklärt die Entscheidung wie folgt: „Wir haben in normalen Jahren ligaweit eine Stadionauslastung von 75 bis 100%, und diese brauchen wir auch, um wirtschaften zu können. Das ist im Augenblick nicht realistisch.“ Ursprünglich war der Saisonstart auf den 5. Dezember verlegt worden, da bis dahin aber keine wesentliche Besserung der Corona-Situation in Großbritannien zu erwarten ist, sahen sich die Verantwortlichen nun zum Handeln gezwungen.
Neue Spielerflut am Transfermarkt?
Auswirkungen hat das EIHL-Aus auch auf die Champions Hockey League. Die Cardiff Devils müssen ihre Teilnahme absagen, dafür rückt der schwedische Traditionsklub Färjestad nach. Die Folgen des Saisonausfalls werden sich aber auch auf den Transfermarkt niederschlagen, da zusätzliche Spieler aus Großbritannien – speziell die vielen Kanadier in der Insel-Liga – nach neuen Arbeitgebern suchen werden. Darunter befinden sich einige Spieler, die in Vergangenheit bereits hierzulande aktiv waren, wie etwa Patrick Killeen, Marc-Oliver Vallerand, Sean Bentivoglio, Matt Pope oder Sean McMonagle. Speziell letzterer dürfte nicht zuletzt wegen seinem Status als Doppelstaatsbürger und mehrjähriger Nationalspieler bei manch einem Verein in Italien am Radar stehen.

Autor: fop

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