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Die Rittner Cracks freuen sich auf den Vergleichskampf (Foto: M. Pattis)

Continental Cup: Das sind die Gegner der Rittner Buam

Von Freitag bis Sonntag kämpfen vier Teams in der Arena Ritten in Klobenstein um den Einzug in die Finalrunde des Continental Cups. Hier stellen wir die Teilnehmer im Detail vor.


Rittner Buam (ITA)

Ritten ist einer der ältesten Eishockeyklubs Italiens und nahm bereits 1929 an der nationalen Meisterschaft teil. Heute tragen die „Buam“ ihre Heimspiele in der 2.000 Zuschauer fassenden „Arena Ritten“ in Klobenstein aus.

Anfang der 1980er Jahre spielte der Verein noch in der Serie C. Ritten blieb dann bis zur Saison 2000/01 zweitklassig, als das Team den Aufstieg in die Serie A1 schaffte. 2006 standen die „Buam“ erstmals im Finale der Serie A-Playoffs, wo sie allerdings mit 0:3 gegen den HC Milano Vipers verloren. Auch 2008, 2009, 2010 und 2015 erreichte Ritten das Endspiel, unterlag aber zweimal gegen den HC Bozen und zweimal gegen Asiago. Im April 2014 gewann der Verein von Präsident Thomas Rottensteiner erstmals die Serie A. Meistertrainer war Rob Wilson. Dieser Erfolg wurde auch in den letzten zwei Saisonen, diesmal unter der Leitung des finnischen Cheftrainers Riku-Petteri Lehtonen, wiederholt.

Die „Buam“ bauen auch heuer wieder auf Kontinuität und bestätigten fast die gesamte Meister-Mannschaft. Nur Verteidiger Fabian Ebner, Backup-Goalie Roland Fink sowie der lettische Angreifer Janis Sprukts verließen das Team, dafür stehen Lehtonen die Rückkehrer Andreas Lutz und Brad Cole zur Verfügung. Der 31-jährige Meraner Lutz kehrte nach fünf Saisonen in Pontebba, vier in Mailand sowie zwei Jahren in Asiago zurück zu den „Buam“, wo er bereits in der Saison 2005/06 unter Vertrag stand. Nach neun Monaten ist auch Cole wieder nach Klobenstein zurückgekehrt, wo er die Rittner für den Rest der Saison verstärken wird. Außerdem hat Ritten mit dem kanadischen Verteidiger Bratton Stamler und dem US-amerikanischen Stürmer Kyle Jean zwei weitere Topspieler verpflichtet.


10 Titel für die „Buam“

Den ersten nationalen Titel gewann der Verein mit dem Supercup 2009, als Bozen bezwungen wurde. Das Jahr darauf wiederholten die „Buam“ den Sieg gegen Asiago. Mitte Oktober dieses Jahres brachte die Lehtonen-Truppe den dritten Supercup nach Hause, als man das Finale gegen Mailand klar mit 8:3-Toren gewann. Den Italienpokal hat Ritten ebenfalls schon dreimal geholt: 2010, 2014 und 2015. Außerdem kürten sich die „Buam“ in der historischen ersten Saison der Alps Hockey League gleich zum Meister. In der Finalserie zwangen sie Dauerrivale Asiago klar mit 4:1-Siegen in die Knie. Es war dies zugleich auch der erste internationale Titel in der Vereinsgeschichte der Rittner.

Ritten nimmt heuer zum dritten Mal am Continental Cup teil, zum zweiten Mal in Folge. Bereits im Vorjahr fand die dritte Runde in Klobenstein statt. Ritten schaffte damals den Einzug ins Super-Final, das Mitte Jänner erneut auf dem Ritten stattgefunden hat. Die „Buam“ verloren damals das letzte, entscheidende Spiel gegen den englischen Meister Nottingham Panthers mit 1:4. Mit dieser Niederlage war der Traum der Rittner, als erstes italienisches Team den Continental-Cup zu gewinnen, geplatzt. Am Ende musste sich die Lehtonen-Truppe mit dem vierten Platz zufriedengeben.



Nomad Astana (KAZ)

Nomad Astana ist ein noch sehr junger Klub, denn er wurde erst vor zehn Jahren gegründet und nimmt seit der Saison 2013/14 an der kasachischen Meisterschaft teil. Astana spielt im „Kazakhstan Sports Palace“ in der Hauptstadt Astana, die 875.000 Einwohner hat. In den ersten drei KHC-Saisonen scheiterte Astana stets im Viertelfinale, im Vorjahr wurde der Verein dann erstmals kasachischer Meister. Im Endspiel zwangen sie ihre Nachbarn aus Temirtau nieder, heuer stehen sie zum ersten Mal im Continental Cup im Einsatz.


18 Kasachen und 15 Russen in der Mannschaft

Trainiert wird die Mannschaft seit vier Saisonen von Yuri Mikhailis. Im Team stehen neben 18 Kasachen auch noch 15 Russen. Gleich zwölf Spieler haben sogar KHL-Erfahrung. Der bekannteste Spieler der Mannschaft ist der 30-jährige kasachisch-russische Verteidiger Artemi Lakiza mit seinen 124 KHL-Spielen. Die meisten Punkte im Astana-Dress weis hingegen der kasachische Flügel Yaroslav Yevdokimov auf, der es in 142 Meisterschaftseinsätzen auf 138 Scorerpunkte (62 Tore, 76 Assist) brachte. Die Kasachen haben zudem ein blutjunges Team, mit einem Durchschnittsalter von 22,64 Jahren stellen sie die Jüngste Mannschaft der Gruppe E.



Grenoble Bruleurs de Loups (FRA)

Grenoble kann auf eine große Tradition zurückblicken. Der Verein wurde 1963 gegründet und spielt im „Patinoire Pôle Sud“ in der 160.000 Einwohner zählenden Stadt Grenoble im Südosten Frankreichs. Der Spitzenklub gewann gleich sechsmal die französische Ligue Magnus, zuletzt 2009. Außerdem holte sich der Verein jeweils vier Mal den „Coupe de France“ und „Coupe de la Ligue“. Im Vorjahr ist Grenoble im Playoff, nach dem zweiten Platz in der Regular Season, im Halbfinale ausgeschieden.

Seit nun drei Saisonen ist der erst 37-jährige Assistenzcoach der slowenischen Nationalmannschaft, Edo Terglav, der Chef-Trainer der Franzosen. Im Kader stehen 18 einheimische Spieler, sechs Kanadier, zwei Slowenen sowie ein Finne und ein Tscheche. Publikumsliebling ist seit heuer der 36-jährige Stürmer Alexandre Giroux, der neben 105 KHL-Spielen auch 47 NHL-Einsätze aufzuweisen hat. In den 16 bisher gespielten Partien brachte er es schon auf stolze 18 Punkte (10 Tore und 8 Assist).


Vor sieben Jahren im Finale des Continental Cups

Für Grenoble ist es die bereits siebte Teilnahme am Continental-Cup. 2010 standen die Franzosen im Super-Final, da sie das Endspiel gastierten. Hier belegten sie den vierten Rang, der Sieg ging an den österreichischen EBEL-Vertreter Red Bull Salzburg.



DVTK Jegesmedvek Miskolc (HUN)

Der ungarische Klub DTVK Jegesmedvek Miskolc wurde 1978 aus der Taufe gehoben. Die Heimspiele bestreiten die „Eisbären“ in der Ice Arena von Miskolc, einer Stadt mit rund 170.000 Einwohnern. Jegesmedvek nimmt am Spielbetrieb der ungarisch-rumänischen MOL Liga teil.

Jegesmedvek Miskolc dominierte in den letzten Jahren die Liga. Der Traditionsklub gewann zuletzt drei Meistertitel in Folge, 2015 holte er sich neben dem ersten historischen Meisterschaftserfolg sogar das Triple. In den letzten beiden Spielzeiten gewannen die Ungaren jeweils das Double. Auch heuer läuft es bei Jegesmedvek nach Wunsch, in der Liga führen sie die Tabelle nach 10 Spieltagen (9 Siege, 1 Niederlage) souverän an.


Ungare Adrian Toth der Star der Mannschaft

Trainiert wird Jegesmedvek Miskolc seit Saisonbeginn vom 54-jährigen Schweden Mikael Tisell. Star der Mannschaft ist der erst 26-Jährige Adrian Toth. Der ungarische Nationalstürmer ist mit insgesamt 244 Scorerpunkten (114 erzielten Toren und 130 Assist) sogar der erfolgreichste Spieler der Vereinsgeschichte. Toth spielt seit 2010 für die Nationalmannschaft, auf Vereinsebene sammelte er unter anderem Erfahrung beim EBEL-Vertreter Fehervar.

Neu ins Team gekommen ist heuer hingegen der Ungare Jànos Vas. Der 94-fache Nationalspieler wechselte im Sommer von Fehervar in die MOL Liga. Im Verein stehen neben 17 Lokalmatadoren auch acht Ausländer. Drei kommen aus Finnland: Jakko Leppänen (erzielte in der Saison 2016-17 als Verteidiger 9 Tore und 31 Assist), Anssi Rantanen und Rasmus Kulmala. Dazu kommen noch drei Rumänen und zwei Kanadier.

Der ungarische Meister qualifizierte sich als Sieger der Gruppe C für die dritte Runde in Klobenstein. Miskolc gewann alle drei Partien sehr souverän. Zum Auftakt setzten sie sich die Ungarn gegen die Spanier von San Sebastian mit 5:0, dann bezwangen sie Zvezda Belgrad mit 4:1 und schließlich auch den rumänischen Gastgeber Corona Brasov mit 3:0 durch. Zuvor waren die Ungarn dreimal in der zweiten Runde gescheitert.



Autor: sportnews

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