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Spielen Baur, Ramoser, Lanz und Co. bald erstklassig?

Die Broncos wollen in die Serie A

Aufgrund der Einbrüche bei den Zuschauer-, Marketing- und Sponsoreneinnahmen in der vor kurzem zu Ende gegangenen Serie-A2-Saison, strebt der WSV Sterzing Weihenstephan eine Rückkehr in die höchste Spielklasse des italienischen Eishockeys an. Als Alternative wird die Teilnahme an der österreichischen INL gesehen. Dies gab die Vereinsspitze mit einer Pressemitteilung bekannt.

Am Dienstag wurde im Vorstand der Broncos für die nächste Saison eine Teilnahme an der Serie A besprochen. Eine Einschreibung in die höchste italienische Spielklasse sollte nun auch auch ohne sportliches Recht auf Aufstieg möglich sein, so wurde es zumindest bei einem Treffen der Verbandsfunktionäre am Samstag in Asiago vereinbart. Von diesem Recht wollen die Wipptaler Gebrauch machen

Der Präsident der Broncos Robert Stafler gibt in einer Pressemitteilung Einblick in die Diskussion des Vorstandes: „Wir verstehen uns ohne Wenn und Aber als Ausbildungs- und Sprungbrettverein für unsere Spieler. Wie wir in der vorletzten Saison gesehen haben, als Markus Gander und Fabian Hackhofer mit starken Leistungen mehrere Serie-A-Vereine auf sich aufmerksam machen konnten, haben die Spieler in der ersten Liga eine ungleich größere Bühne, auf der sie sich präsentieren können. Aus diesem Grund und im Sinne der sportlichen Entwicklung unserer Spieler möchten wir den Schritt machen. Ich muss allerdings hinzufügen, dass diese Entscheidung nicht zuletzt von unseren Sponsoren abhängt, deren Unterstützung krisenbedingt verständlicherweise im Nachlassen begriffen ist. “


Die internationale INL als Alternative


Auf die Frage, ob dies also bedeutet, dass der Sprung bereits feststeht, verneint Stafler: „Nein, die Entscheidung steht noch nicht fest. Außerdem sind wir bis zur Verabschiedung der neuen Regelung durch die FISG nichts anderes als ein Serie-A2-Verein ohne Aufstiegsrecht, wie es das Reglement aus der vergangenen Saison vorsieht. So lange die neuen Regeln nicht genehmigt und schwarz auf weiß so formuliert sind, werden wir deshalb das Projekt des Zusammenschlusses der zweiten italienischen Liga mit der österreichisch-slowenischen INL mit vollen Kräften mittragen, weil es uns als Alternative sehr gut gefallen würde. Die Serie A2 in der Form der vergangenen Saison ist für die Fans einfach zu unattraktiv, weil mit nur acht Teams zu viele Begegnungen gegen die immer gleichen Gegner gespielt werden müssen. Auch für die Sponsoren ist eine Liga, bei der die Mannschaften nur im Umkreis von wenigen Kilometern angesiedelt sind, oftmals nur wenig interessant. Die Attraktivität einer internationalen Liga kann man hingegen nicht leugnen. Aus sportlicher Sicht bleibt allerdings die Serie A das Wunschziel, denn nur dort können wir unseren Spielern die Plattform bieten, die sie benötigen.“


Beängstigende Zahlen

Die Entscheidung, die Serie A2, zu verlassen hängt allerdings nicht ausschließlich mit der Entwicklung der Spieler ab, sondern auch von finanziellen Gesichtspunkten. "Im Vergleich zur Serie-A-Spielzeit vor zwei Jahren, haben wir in dieser Saison 60% weniger Zuschauereinnahmen verzeichnet. Davon mal ausgenommen, die Abos und Kombitickets Skigebiet Rosskopf. Eine Serie A2 mit diesem Spielmodus bringt keinen weiter", erklärt Pressesprecher Stefan Troyer.


Autor: sportnews

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