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Mike Halmo (rechts) biss sich mit seinen Teamkollegen an der Graz-Defensive um Goalie Felix Nußbacher (links) und Mario Altmann die Zähne aus. © Werner Krainbucher

Bozen schwächelt vor dem ultimativen Gipfeltreffen

Ein Auswärts-Wochenende zum Vergessen für den HCB Südtirol Alperia: Nach der höchsten Saisonpleite gegen Fehervar am Freitag gab es auch im Sonntagsspiel gegen Graz eine Niederlage.

4:7 gegen Fehervar, 2:3 gegen Graz: Der HCB kehrt mit 0 Punkten von seiner Auswärtsreise zurück. Viele Gedanken daran dürfen die Foxes aber nicht verschwenden, denn bereits am Dienstag steht ein wahres Schicksalsspiel auf dem Programm. Dann ist nämlich Klagenfurt in der Talferstadt zu Gast. Die Kärntner sitzen dem Spitzenreiter aus Bozen 3 Spiele vor Ende des Grunddurchgangs dicht im Nacken und weisen nur mickrige 2 Punkte Rückstand auf. Am Dienstag könnte es also schon eine erste Vorentscheidung im Rennen um Platz 1 geben.


Allerdings ist der HCB-Motor an diesem Wochenende etwas ins Stottern geraten. Innerhalb von 48 Stunden haben die Foxes, die am Donnerstag noch den besten Gegentorschnitt aller Teams in den europäischen Topligen aufgewiesen hatten, gleich 10 Treffer kassiert, 3 davon gegen Graz: Gegen die Steirer lag die Truppe von Greg Ireland nach 50 Minuten scheinbar aussichtslos mit 0:3 im Hintertreffen, bäumte sich dann aber noch einmal auf und schaffte dank der Tore von Stefano Giliati und des Premierentreffers von Karl Stollery den Anschluss zum 2:3. Die Aufholjagd wurde aber nicht belohnt, denn zum Ausgleich sollte es nicht mehr kommen.

Vor dem Tor fehlt der letzte Biss
Im ersten Drittel tat sich der HCB gegen den Tabellen-Siebten schwer. Graz spielte mutig drauflos, während die Foxes müde wirkten. Der Führungstreffer der Österreicher kam deshalb auch nicht überraschend: Charles Dodero durfte ungestört schießen und der Puck landete via Anthony Cameranesi im Netz (16.). Ein Tor, das wie ein Weckruf für den HCB war: In den folgenden Minuten drehten die Foxes auf, mehr als ein Pfostentreffer von Ben Youds war aber nicht drin.

Nach der Schlusssirene lieferten sich Mike Halmo und Charles Dodero (links) einen Fight. © Werner Krainbucher


Auch im zweiten Drittel erspielte sich der HCB langsam die Eishoheit, biss sich an Graz-Goalie Felix Nußbacher aber immer wieder die Zähne aus. Der 21-jährige Österreicher bot eine exzellente Vorstellung und entschärfte insgesamt 38 von 40 Schüssen. Bozens Offensive muss sich aber auch ankreiden lassen, mit den Chancen viel zu fahrlässig umgegangen zu sein. Dan Catenacci hatte in doppelter Überzahl die große Möglichkeit auf den Ausgleich, ließ sie aber liegen.
Bozens Aufholjagd kommt zu spät
Tore fielen erst wieder im Schlussdrittel – und zwar für die Grazer. Zunächst war es wiederum Cameranesi, der in Überzahl auf 2:0 stellte (42.), dann leistete sich Bozen-Goalie Leland Irving einen Fauxpas: Ein missratener Abwehrversuch landete genau auf dem Schläger von Kilian Rappold, der geistesgegenwärtig Joel Broda bediente und der Ex-Bozner traf zum 3:0 (49.).

Allerdings zeigte der HCB in der Folge Moral: Stefano Giliati eroberte im gegnerischen Drittel energisch den Puck, zog in Richtung Tor und haute die Scheibe ins Netz (51.). Nun ging ein Ruck durch die Bozner Mannschaft, die 140 Sekunden vor Schluss durch Karl Stollerys Blueliner tatsächlich noch zum Anschlusstreffer kam. Doch der Lucky Punsh zum Ausgleich wollte in den verbleibenden Sekunden nicht mehr gelingen. Dafür ging es nach der Schlusssirene hitzig zu, als sich Mike Halmo und Dodero in die Haare gerieten. An der Niederlage änderte das freilich nichts.
ICEHL, die Spiele vom Sonntag
Graz99ers – HCB Südtirol Alperia 3:2
Tore: 1:0 Camaranesi (15.16), 2:0 Camaranesi (41.24), 3:0 Broda (48.01), 3:1 Giliati (50.31), 3:2 Stollery (57.40)

Wien – Salzburg 2:4
0:1 Ortega (18.16), 0:2 Varejcka (25.07), 1:2 Leduc (38.11), 2:2 Richter (41.16), 2:3 Ortega (56.17), 2:4 McIntyre (59.18)

Fehervar – Villach 5:2
1:0 Kahkonen (6.35), 2:0 Erdely (16.41), 3:0 Erdely (24.23), 4:0 Petan (37.13), 4:1 Krastenbergs (47.46), 4:2 Mangene (53.14), 5:2 Kuralt (55.53)

Klagenfurt – Dornbirn 4:3
1:0 Postma (1.15), 2:0 Koch (10.51), 2:1 Kokkila (18.26), 3:1 Ticar (21.41), 3:2 Rapuzzi (29.06), 4:2 Ganahl (50.44), 4:3 Luciani (58.34)
Tabelle
SPGUVTVP
1. HCB Südtirol3725012117:7276
2. Klagenfurter AC3724013114:7374
3. Fehervar AV193825013132:10973
4. Vienna Capitals3823015122:10266
5. EC Salzburg3620016109:9263
6. Dornbirn Bulldogs3718019106:10353
7. Graz 99ers3717020104:12250
8. Bratislava Capitals371602195:12347
9. HC Innsbruck3714023118:13144
10. Villacher SV371402386:11941
11. EHC Linz37802970:12725

Autor: det

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Kommentare (2)

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Rampelotto Felix [melden]

Im letzten Drittel waren im heutigen Match Graz99 gegen HCB nur mehr Kanadier oder Italo-Kandier auf dem Eis. Den Einheimischen ist die Luft ausgegangen: Bernard, Frank, Insam und Frigo schwächeln gewaltig.

31.01.2021 20:13

Rampelotto Felix [melden]

Im letzten Drittel waren im heutigen Match Graz99 gegen HCB nur mehr Kanadier oder Italo-Kandier auf dem Eis. Den Einheimischen ist die Luft ausgegangen: Bernard, Frank, Insam und Frigo schwächeln gewaltig.

31.01.2021 20:13

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