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Torschützen unter sich: Luca Frigo (l.) und Anton Bernard trug maßgeblich zum Bozner Sieg bei. © V. Antonello

Bozen stößt die Finaltür ganz weit auf

Für die Vienna Capitals gibt es in der Eiswelle weiter nicht zu holen! Der HCB Südtirol Alperia hat im Halbfinale mit den Wienern auch sein drittes Heimspiel gewonnen und sich dadurch alle Trümpfe in die Hand geholt.

Nur zwei Tage nach dem deutlich verpatzten Auftritt in Wien hat sich der HC Bozen am Ostermontag mit einem eindrucksvollen 4:2-Sieg zurückgemeldet. Die Foxes hielten dieses Mal mit der nötigen Portion Härte dagegen, überzeugten als funktionierendes Kollektiv und waren deutlich abgeklärter als die Capitals. Die Folge? Die Foxes können am Mittwoch in Wien alles klar machen und Klagenfurt ins Finale folgen.


Die Foxes nahmen das dritte Halbfinal-Heimspiel ganz anders in Angriff als das jüngste Aufeinandertreffen in Wien. Sie brachten auf Anhieb richtig Feuer in ihr Spiel und versuchten den körperlich aggressiven Wienern den Schneid abzukaufen. Allerdings gelang dies nur begrenzt, denn es waren nicht die Hausherren, die kurz vor der Pause in Führung gingen sondern die Österreicher. Nachdem Brett Findlay im Angriffsdrittel weggerutscht war, kam die Scheibe zu Liga-Toptorjäger Ty Loney, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und aus dem hohen Slot trocken verwertete.

Aus der exakt selben Position zeigte kurz nach Wiederbeginn allerdings auch Angelo Miceli seine Treffsicherheit. Er wurde ausgerechnet durch Findlay, der zuvor noch gepatzt hatte, auf die Reise geschickt und verwertete die Steilvorlage eiskalt. Den Ausgleichstreffer hatte Domenic Alberga nicht mehr im Trikot, sondern in kurzen Shorts und bandagiertem Oberschenkel beklatscht. Das Comeback des Italo-Kanadiers, der zuletzt zwei Wochen verletzungsbedingt gefehlt hatte, dauerte nur wenige Shifts, dann musste er neben den ebenfalls angeschlagenen Dustin Gazley und Karl Stollery auf der Tribüne Platz nehmen.

Alberga und Wukovits müssen verletzt runter
Einen Ausfall hatten allerdings auch die Wiener zu beklagen, bei denen Ali Wukovits nach einem Halmo-Check humpelnd vom Eis begleitet wurde. Er verpasste somit die Fortsetzung der One-Man-Show von Loney, den die Bozner Defensive kaum in den Griff bekam. In der 28. Minute brachte der US-Boy die Capitals im Powerplay mit seinem 36. Saisontor neuerlich in Führung. Die Antwort der Foxes kam aber prompt: Noch in Unterzahl nahm Anton Bernard Rafael Rotter an der Mittelinie die Scheibe ab, zog los und schob das Gummi durch Bernhard Starkbaums Schoner hindurch ins Tor. Erst am Donnerstag hatte dieser einen Shorthander von Daniel Frank kassiert.

Der starke Leland Irving im Bozner Tor hielt den Heimsieg fest. © V. Antonello

Durch den Ausgleichstreffer gewann Bozen wieder deutlich an Stabilität. Nach einer vergebenen Großchance von Findlay gegen Ende des Mitteldrittels geschah vor den beiden Toren jedoch sehr wenig – bis Gleason Fournier in der 49. Minute sein Zauberhändchen hervorholte. Der Kanadier beförderte die Scheibe mit einem feinen Handgelenkschuss ins kurze Kreuzeck und beendet seine persönliche Torsperre, die seit exakt 50 Tagen währte. In der Schlussminute brachte Luca Frigo den Bozner Sieg schließlich mit einem Empty-Net-Treffer unter Dach und Fach. Nach Spielende schwappten die Emotionen dann nochmal kurz hoch, als sich die beiden Trainer in die Haare bekamen und sich die Spieler vor dem sechsten Aufeinandertreffen in Wien nochmal einige Nettigkeiten mit auf den Weg gaben.
KAC ist der erste Finalist
Der HC Bozen hat am Mittwoch die Chance, das Finalticket mit seinem ersten Auswärtssieg in dieser Serie unter Dach und Fach zu bringen. Im Endspiel würde der Klagenfurter AC warten, der Red Bull Salzburg am Ostermontag mit 1:0 bezwang und die Best-of-seven-Serie somit klar (4:1) für sich entschied.

HCB Südtirol Alperia – Spusu Vienna Capitals 4:2
HCB: Irving (Fazio); Robertson-Youds, Tauferer-Plastino, Fournier-Di Perna, Pietroniro; Halmo-Catenacci-Bardaro, Frank-Findlay-Miceli, Frigo-Bernard-Insam, Giliati-Alberga-Deluca
Coach: Ireland

Caps: Starkbaum (Wraneschitz); Wall-Peter, Johnson-Leduc, Hackl-Lakos, Piff-Artner; Besse-Nissner-Loney, Archibald-Vause-Hartl, Richter-Wukovits-Rotter, Bauer-Großlercher-Preiser
Coach: Cameron

Tore: 0:1 Ty Loney (18.55), 1:1 Angelo Miceli (23.21), 1:2 Ty Loney (27.26), 2:2 Anton Bernard (28.34), 3:2 Gleason Fournier (48.44), 4:2 Luca Frigo (59.27)

Best-of-7-Serie: 3:2

Das 2. Halbfinalduell:
Klagenfurter AC – Red Bull Salzburg 1:0

Tore: 1:0 Clemens Unterweger (25.27)

Best-of-7-Serie:
4:1 – KAC im Finale

Schlagwörter: Eishockey

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