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Der HCB (in rot) muss sich aus der Champions Hockey League verabschieden. © VANNA ANTONELLO

Bozens CHL-Abenteuer endet mit einer Farce

Für den HCB Südtirol Alperia ist das Abenteuer in der Champions Hockey League zu Ende. Das gab die CHL am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt. Ein bitteres und vor allem umstrittenes Ende.

Eigentlich hätte der HCB Südtirol Alperia am Mittwochabend sein Achtelfinal-Rückspiel in der Champions Hockey League bestreiten sollen. Weil es bei Gegner Lukko Rauma jedoch einige Coronafälle gab, wurde das Spiel schon am Dienstag abgesagt.


Was also nun? Gewinnt der HCB am „grünen Tisch“ und kommt somit weiter? Oder zieht der finnische Meister in das Viertelfinale ein, weil er das Hinspiel in Bozen mit 3:1 für sich entscheiden konnte? „Soweit ich weiß, gibt es hier kein klares Reglement“, sagte Foxes-Boss Dieter Knoll den Dolomiten. Am Mittwochnachmittag beantworteten schließlich die CHL-Gremien diese Frage – mit einem bitteren Ausgang für den HC Bozen.

„Fürs Weiterkommen entscheidet das Ergebnis des Hinspiels. Da Lukko Rauma dieses mit 3:1 gewonnen hat, wird das finnische Team ins Viertelfinale einziehen. Zur Klarstellung: Wegen des straffen Programms sind keine Ersatz-Spieltage verfügbar“, heißt es in einer knappen Aussendung der Champions Hockey League.

„Das ist eine moralische Ohrfeige für unseren Klub.“ Statement des HC Bozen

Für den HCB ist es in gewisser Weise ein ungerechtes Ausscheiden. Die Coronafälle hat es nämlich im Team der Finnen gegeben, die Talferstädter traf also keine Schuld, dass das Rückspiel nicht stattfinden konnte. Im Gegenteil: Die Foxes haben den teuren Trip in den Norden Europas auf sich genommen, in Rauma sogar trainiert, um dann unverrichteter Dinge heimzufahren. Verständlich, dass der Ärger bei den Boznern in diesen Stunden groß ist.
Das HCB-Statement
„Mit großer Frustration und Enttäuschung haben wir die Entscheidung des Covid-19-Komitees der Champions Hockey League zur Kenntnis genommen, welches für einen Aufstieg von Lukko Rauma ins Viertelfinale entschieden hat“, heißt es in einer Aussendung des HCB. „Wir empfinden diese unverständliche Entscheidung als eine moralische Ohrfeige für unseren Klub, der bis dato den CHL-Bewerb stets in Ehren gehalten hat, sowie auch gegenüber unseren Fans, insbesondere jenen, welche die Fahrt nach Rauma auf sich genommen hatten, um die Mannschaft zu unterstützen.“

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Kommentare (1)

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Rampelotto Felix [melden]

Die Entscheidung der CHL Gremien ist nicht nachvollziehbar. Der HCB war vor Ort und wollte spielen. Die Gastgeber sind nicht angetreten, aus welchem Grund auch immer.
Dem HCB wurde die sportliche Entscheid auf dem Eis untersagt; die Folge 0:3 auf dem "grünen Tisch".
FR

24.11.2021 16:55

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