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HCB-Goalie Leland Irving hielt den Bozner Sieg in der Schlussphase fest. © H. Draxler

Der Meister hat das Viertelfinal-Ticket in der Tasche

Kein Playoff ohne die Foxes! Der HCB Südtirol Alperia wird auch im sechsten Jahr seiner EBEL-Zugehörigkeit in die „fünfte Jahreszeit“ gehen. Die Weiß-Roten rangen die Black Wings Linz vor 3.500 begeisterten Zuschauern in die Knie und sicherten sich vorzeitig den Einzug in die K.o.-Runde.

Der HC Bozen wird auch in dieser Saison in der Master Round um die bestmögliche Ausgangslage für das Playoff-Viertelfinale kämpfen. Ausschlaggebend für den vorzeitigen Einzug in die Runde der besten Sechs war ein enormer Kraftakt im letzten Drittel, das dem Titelträger einen 4:3-Erfolg gegen den Tabellensiebten Linz bescherte.

Zwei Tage nach dem überzeugenden Heimsieg gegen Spitzenreiter Wien ließ HCB-Trainer Kai Suikkanen seine Linien unverändert. Während Viktor Schweitzer und Massimo Carozza zuschauen mussten, kam Daniel Frank allerdings abwechselnd mit Luca Frigo und Angelo Miceli im vierten Offensivblock zum Einsatz.

Immer wieder Blunden

Nach einem ersten Drittel in dem beide Teams zwar versuchten, ein hohes Tempo zu gehen, vor dem gegnerischen Tor aber wenig zustande brachten, schlugen die Foxes sofort nach Wiederbeginn zu: Mike Blunden reagierte nach einem Gestochere am Schnellsten und hob den Puck unter die Querlatte. Der wiedergenesene, ehemalige NHL-Stürmer erzielte somit vier der letzten sechs HCB-Treffer. Die Führung währte allerdings keine Zeigerumdrehung, denn förmlich im Gegenzug traf Andreas Kristler zum Ausgleich. Der vor dem Tor sträflich alleingelassene Linzer konnte sich die Ecke in Ruhe aussuchen und entschied sich schließlich für links oben. Leland Irving blieb aus dieser kurzen Entfernung keine Abwehrchance.

Zur Hälfte des Spiels musste der Bozner Goalie ein weiteres Mal hinter sich greifen, als Bryan Lebler im Powerplay einen Kapstad-Schuss unhaltbar abfälschte. Plötzlich waren die Foxes im Hintertreffen. Sie reagierten mit rollenden Angriffen, doch viel sprang dabei zunächst nicht heraus. Die beste Chance hatte Alex Petan, der nach einem feinen Solo am Pfosten scheiterte.

3 Bozner Treffer in 150 Sekunden

Zu Beginn des Schlussdrittels brach Anton Bernard aber schließlich den Tor-Bann. Der HCB-Kapitän tat das auf seine mittlerweile typische Art: Mit einem platzierten Backhander ins lange Eck. Nun war richtig Feuer in der Partie – und der Meister kaum mehr zu halten! Unmittelbar nach Bernards Ausgleich mussten zwei Linzer in die „Kühlbox“, die sich in der Folge bietenden Freiräume nutzte Tim Campbell, um die Scheibe ins Schwarze zu hämmern. Doch damit noch nicht genug: 18 Sekunden später traf Alex Petan zum 4:2.

So dominant der Meister nun auftrat, zum Ende hin wurde des nochmal richtig brenzlig. Das lag daran, dass die Black Wings nun alles nach vorne warfen und sechs Minuten vor Schluss durch Bracken Kearns auf 3:4 verkürzten. Mit einem überragenden Irving im Kasten und vereinten Kräften in der Defensive, hielten die Südtiroler den vehementen Angriffen der Stahlstädter aber bis zum Ende stand. Für den unrühmlichen Schlusspunkt sorgte der Linzer Michael Davies, der bei einer wilden Keilerei besonders in Erscheinung trat und mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe unter die Dusche musste. Danach wurde in der Eiswelle die Playoff-Qualifikation gefeiert, Linz dagegen muss als Siebter mehr denn je zittern.

HCB Südtirol Alperia – EHC Liwest Black Wings Linz 4:3 (0:0, 1:2, 3:1)

HCB: Irving (Smith); Nordlund-Marchetti, Geiger-Campbell, Glira-MacKenzie; Catenacci-Findlay-Blunden, Brace-Crescenzi-Petan, Deluca-Kuparinen-Insam, Frigo-Bernard-Miceli, Frank, Schweitzer
Coach: Suikkanen

Linz: Ouzas (Kickert); Brocklehurst-Carle, Kapstad-Rutkowski, Kragl-D’Aversa, Matzka, Lebler-Schofield-Umicevic, Davies-Locke-DaSilva, Kristler-Kearns-Gaffal, Koudelka-Brucker-Ober
Coach: Rowe

Tore: 1:0 Mike Blunden (20.41), 1:1 Andreas Kristler (21.36), 1:2 Bryan Lebler (28.57), 2:2 Anton Bernard (41.59), 3:2 Tim Campbell (44.08), 4:2 Alex Petan (44.29), 4:3 Bracken Kearns (53.46)

Zuschauer: 3.485

Die weiteren Ergebnisse vom Sonntag:
Graz - Fehervar 4:3 n.P.
Tore: 0:1 Sofron (7.34), 1:1 Garbowsky (16.25), 1:2 Sarpatki (22.13), 1:3 Szabo (29.54), 2:3 Setzinger (49.07), 3:3 Caito (52.27), 4:3 Weihager (entscheidender Penalty)
Zuschauer: 2.902

Salzburg - Villach 4:3 n.V.
Tore: 0:1 Wolf (12.14), 0:2 Kromp (13.18), 1:2 Heinrich (33.51), 2:2 Stajnoch (50.26), 2:3 Pollastrone (53.18), 3:3 Hubjer (58.29), 4:3 Herburger (61.39)
Zuschauer: 2.982

Klagenfurt - Znojmo 5:0
Tore: 1:0 Neal (23.12), 2:0 Bischofberger (28.04), 3:0 Neal (50.50), 4:0 Kraus (53.19), 5:0 Liivik (55.48)
Zuschauer: 4.074

Dornbirn - Wien 2:9
Tore: 0:1 Nissner (1.42), 0:2 Nödl (2.19), 0:3 Tessier (4.45), 0:4 Schneider (18.11), 1:4 Trotter (29.58), 1:5 Olden (33.26), 1:6 Nissner (36.32), 2:6 Häußle (47.20), 2:7 Olden (51.28), 2:8 DeSousa (54.11), 2:9 (56.46)
Zuschauer: 2.180
Die Tabelle:
SPGUVTVP
1. Vienna Capitals4228014155:11184
2. Graz 99ers4229013159:11082
3. Klagenfurter AC4227015141:9378
4. HCB Südtirol4224018126:9776
5. EC Salzburg4124017163:11473
6. Fehervar4223019155:14468
7. EHC Linz4221021132:12566
8. Dornbirner EC4219023129:13960
9. HC Innsbruck4221021145:15758
10. Orli Znojmo4218024148:15956
11. Villacher SV4211031101:15231
12. KHL Zagreb41603574:22721


Autor: alexander.foppa

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