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Das „Zaubertor“ von Anton Bernhard war aus Bozner Sicht der Höhepunkt des Abends. © Vanna Antonello

Diesmal ist der KAC besser – „Foxes“ verlieren 2:3

Der Klagenfurter AC hat sich im Viertelfinale gegen den HCB Südtirol den Heimvorteil zurückgeholt: Nach der 1:3-Niederlage am Freitag zuhause hat sich der österreichische Rekordmeister auswärts revanchiert und in der Eiswelle mit 3:2 gewonnen. Angesichts der gezeigten Leistung war der Sieg der Kärntner nicht unverdient.

Im ersten Drittel kam der KAC mit aggressivem Forechecking zu den besseren Chancen, während es der HCB Südtirol Alperia mit Kontern versuchte. Das 0:1 war eher ein Zufallsprodukt und ein „Eigentor“ von Stefano Marchetti, der einem Angreifer zuvorkam und den Puck aus kurzer Distanz unter den Schoner von Goalie Pekka Tuokkola schob.

Kurz vor Ende des ersten Drittels durften die rund 4800 Zuschauer in der Eiswelle ein „Zaubertor“ von Anton Bernard bejubeln: Der Kalterer umkurvte das Tor und traf dann, mit dem Rücken zum Tor, backhand unter die Latte. Die HCB-Fans tobten über diesen Geniestreich.

Vorentscheidung im Mitteldrittel


Im zweiten Drittel hatte der HCB Schwierigkeiten mit dem hoch stehenden KAC. Den zweiten Treffer der Kärntner erzielte Hundertpfund, der einen unglücklichen Abpraller von Tuokkola nur einzunetzen brauchte. Und auch beim dritten Gegentreffer sah der Goalie nicht gut aus. Aus spitzem Winkel schoss Fischer aufs Tor und Tuokkola schob sich den Puck mit dem Schoner selbst ins Tor. Bozen war im Mitteldrittel nur im Powerplay gefährlich, konnte dies aber nicht in Tore ummünzen.

Angelidis vergibt Riesenchance


Ähnlich ging es auch im dritten Drittel weiter: Die Gäste schwächten sich immer wieder durch Zeitstrafen, die Hausherren kamen gefährlich vor den Kasten von KAC-Goalie Madlener, aber Treffer wollte keiner fallen. Der HCB wirkte ansonsten mittellos gegen den souveränen KAC. Zweieinhalb Minuten vor dem Schluss zog Mike Angelidis allein aufs KAC-Tor zu, verpasste aber den Anschlusstreffer. Eine Minute später, als HCB-Coach Kai Suikkanen seinen Goalie Tuokkola vom Eis genommen hatte, traf derselbe Angelidis dann doch ins Schwarze, aber das 2:3 kam zu spät.

Nun beginnt die Serie von Neuem – mit dem Heimvorteil beim KAC. Das nächste Match steht am Dienstag in Klagenfurt bevor.

EBEL: Die Play-off-Ergebnisse vom Sonntag


Bozen – Klagenfurt 2:3 (1:1, 0:2, 1:0)
Tore: 0:1 Ganahl (16.00), 1:1 Bernard (18.37), 1:2 Hundertpfund (29.08), 1:3 Fischer (36.06), 2:3 Angelidis (58.39)
Zuschauer: 4800
Zwischenstand in der Best-of-7-Serie: 1:1

Dornbirn – Salzburg 0:2 (0:0, 0:1, 0:1)
Tore: 0:1 Hughes (28.43), 0:2 Generous (55.55)
Zuschauer: 3918
Zwischenstand in der Best-of-7-Serie: 0:2

Innsbruck – Wien 2:3 n.V. (2:1, 0:1, 0:0, 0:1)
Tore: 0:1 Buck (11.10), 1:1 Spurgeon (15.15), 2:1 Yogan (16.45), 2:2 Holzapfel (20.40), 2:3 Rotter (72.36)
Zuschauer: 2800
Zwischenstand in der Best-of-7-Serie: 0:2

Zagreb – Linz 6:2 (0:0, 3:2, 3:0)
Tore: 1:0 Morley (26.54), 2:0 Poyhonen (27.52), 3:0 Ranov (30.08), 3:1 Piche (32.40), 3:2 Lebler (33.37), 4:2 Olden (40.41), 5:2 Simsic (45.14), 6:2 Morley (46.02)
Zuschauer: 5342
Zwischenstand in der Best-of-7-Serie: 2:0

Autor: ds