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Pustertal im AlpsHL-Duell mit der Zweitvertretung der Black Wings. Schon nächstes Jahr könnten die Wölfe auf die A-Mannschaft treffen. © I. Foppa

Ein HCP-Konkurrent weniger: EHV Linz ist Geschichte

Der HC Pustertal hat im Werben um die Aufnahme in die ICE Hockey League einen Konkurrenten weniger. In Oberösterreich ging der neu gegründete EHV Linz mit einem lauten Krachen in Schall und Rauch auf.

Keine Sponsoren, keine Klubführung und keine Ambitionen. Kurzum: Der EHV Linz ist krachend gescheitert und (vorerst) Geschichte. Dabei hatte der Konkurrenzverein zu den alt eingesessenen Black Wings Linz noch im Jänner die Bereitschaft signalisiert, in der nächsten Saison an der ICE teilzunehmen. Diese ist jetzt vom Tisch.


Für den HC Pustertal könnte sich der Rückzug der Stahlstädter positiv auswirken, fällt ein Konkurrent der Wölfe um einen freien Platz in der ICE doch jetzt weg.

Streit als Grund für Sponsoren-Rückzug
Am Sonntag legte Kristine Egger ihr Amt als Präsidentin des EHV Linz zurück. Es sei derzeit nicht möglich, die ambitionierten Ziele zu erreichen, teilte Egger mit Verweis auf den Rückzug der Hauptsponsoren mit. Liwest und Linz AG hatten am Sonntag informiert, dass sie aus dem Sponsoring im Eishockey-Profisport aussteigen. „Angesichts der derzeitigen Umstände und der anhaltenden Streitfälle rund um die Profi-Liga sieht die Linz AG keine Möglichkeit eines Imagegewinns“, hieß es in dem Schreiben.

Die Black Wings sind seit Sonntag wieder der unangefochtene Primus in Linz. Konkurrenz droht (zumindest vorerst) nicht. © Draxler Hannes

Damit enden turbulente Zeiten im Linzer Eishockey. Vor fast genau einem Jahr war ein Machtkampf um die Person von Manager Christian Perthaler eskaliert. Black-Wings-Obmann Peter Freunschlag ging mit einem offenen Brief in die Offensive, die Trennung von Perthaler war unausweichlich. Ehemalige Vizepräsidenten der Black Wings sowie Sponsoren gründeten daraufhin den Eishockey Verein Linz, die Linz AG entzog den Black Wings kurzzeitig sogar die Nutzung der Eishalle. Wichtige Fanklubs kündigten außerdem an, künftig den EHV unterstützen zu wollen.

Die Liga-Mannschaften stimmte im Juni des Vorjahres jedoch gegen einen zweiten Linzer Vertreter in der ICE. Nach dem neuerlichen Vorstoß vor wenigen Wochen wollte sich der EHV Linz am Mittwoch erneut vor den Vertretern sowie den Gremien präsentieren. Dieses Vorhaben fällt jetzt aus. Mit Feldkirch, Znojmo, Ljubljana und Pustertal bleiben vier Klubs übrig (SportNews hat berichtet), die eine ICE-Teilnahme anstreben

Autor: cst/apa

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