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Justin Fazio durfte im Bozner Tor für Leland Irving ran, konnte die Heimpleite aber nicht verhindern. © V. Antonello

Eine Niederlage, die nur beim Gegner Spuren hinterlässt

Es galt als Schaulaufen für die Playoffs, doch am Ende wurde es gegen den Klagenfurter AC wieder ein harter Fight, an dessen Ende der HCB Südtirol Alperia erstmal aufatmen darf. Und das obwohl er als Verlierer vom Eis ging.

Der bereits feststehende Zwischenrundensieger aus Bozen hat sein Heimspiel gegen den Verfolger aus Kärnten mit 2:3 verloren. Wichtig war für den HCB im Anschluss allerdings in erster Linie: Kein Spieler hat sich verletzt, keiner muss eine Sperre durch den Sportrichter befürchten.


Denn nach dem letzten, viel diskutierten Duell zwischen Klagenfurt und den Foxes hatte KAC-Trainer Petri Matikainen noch getönt: „Bozen will ein dreckiges Spiel spielen? Wir werden bereit sein und nicht zurückstecken. Niemals!“. Dabei war das, was der HCB geboten hat, eigentlich nicht dreckig – weder in Klagenfurt und schon gar nicht jetzt, neun Tage später in der Eiswelle. Dort waren es eher die Gäste, die offenbar die vom Coach ausgerufene Marschroute befolgten und immer mal wieder zulangten. Im zweiten Drittel streckte Nick Petersen Bozens Halmo die Faust mit Wucht ins Gesicht, was eine 2+10-Minuten-Strafe zur Folge hatte. Im Schlussabschnitt musste Dylan Di Perna ordentlich einstecken, Stefan Geier musste zum Abreagieren in die Kühlbox.

Regungsloser Schumnig sorgt für Schrecken
Eine unschöne Szene gab es im Startdrittel aber auch auf der Gegenseite, als Martin Schumnig mit vollem Tempo in die Bande krachte und regungslos zu Boden sackte. Zwar war der Klagenfurter Abwehrrecke kurze Zeit bewusstlos, konnte das Eis dann aber auf eigenen Beinen verlassen. Auslöser der Szene war Dan Catenacci, der seinen Gegenspieler aus dem Gleichgewicht drückte, allerdings ohne böse Absicht oder übertriebene Härte. Ein längerer Ausfall Schumnigs würde den defensiv ohnehin dezimierten KAC jedenfalls hart treffen.

Martin Schumnig wurde völlg benommen vom Eis begleitet. © Vanna Antonello


Abgesehen von diesen Szenen lief das Duell der Rekordmeister aus Italien und Österreich in geordneten Bahnen. Besonders in der Startphase standen Sebastian Dahm und sein Bozner Gegenüber Justin Fazio, der der Nummer eins Leland Irving eine Pause ermöglichte, im Dauereinsatz. Bereits in der 2. Minute schoss Catenacci Bozen nach einem schnellen Gegenstoß in Führung. Diese drehte der KAC aber auf den Kopf: In der 10. Minute hob Rok Ticar die Scheibe mit einer Lehrbuch-Deflection unter die Latte, eine Minute später erzielte Thomas Vallant das 2:1. Er traf ins Netz nachdem Fazio zuvor zwei Klagenfurter Schüsse hintereinander parieren konnte.
Alleinunterhalter Dennis Robertson
Im zweiten Drittel gebührte die große Bühne dann Dennis Robertson, der einmal mehr sein Team an die Hand nahm und die Richtung vorgab. Diese lautete ganz klar: gegnerisches Drittel. Zunächst hatte Robertson bei einem Stangenknaller noch Pech, kurz vor der zweiten Pause stand dem Bozner Assistenzkapitän dann dafür das Glück zur Seite. Bei seinem Schlenzer von der blauen Linie verdeckte Daniel Frank geschickt die Schussbahn, dann gab Vallant dem Puck noch eine leichte Richtungsänderung mit. Dahm war völlig machtlos.

Doch Robertsons Treffer zum 2:2 sollte dem HCB, bei dem Simon Pitschieler als 13. Stürmer immer wieder Eiszeit erhielt, am Ende nicht für einen Punktgewinn reichen. Das lag daran, dass der KAC im Schlussdrittel wieder vermehrt das Offensivdrittel besetzte und sich schließlich durch das 3:2 belohnte. Fazio ließ einen Schuss, zum wiederholten Mal an diesem Abend, unglücklich abprallen und Matt Fraser schob ein. Der letztjährige Augsburger markierte damit den Endstand.

Für den HC Bozen wartet am Sonntag in der Eiswelle gegen Wien der letzte Zwischenrundenauftritt. Im Anschluss darf er beim Playoff-Pick als Erster seinen Viertelfinalgegner wählen.

HCB Südtirol Alperia – Klagenfurter AC 2:3
HCB: Fazio (Irving); Pietroniro-Plastino, Robertson-Di Perna, Fournier-Tauferer, Youds; Halmo-Catenacci-Bardaro, Frank-Findklay-Gazley, Frigo-Bernard-Insam, Giliati-Alberga-Miceli, Pitschieler
Coach: Ireland

KAC: Dahm (Madlener); Strong-Schumnig, Unterweger-Gregorc, Steffler-Vallant, Kernberger; Fraser-Koch-Haudum, Ganahl-Ticar-Petersen, Bischofberger-Hundertpfund-Witting, Stefan Geier-Manuel Geier-Obersteiner, Cijan
Coach: Matikainen

Tore: 1:0 Dan Catenacci (1.31), 1:1 Rok Ticar (10.14), 1:2 Thomas Vallant (11.58), 2:2 Dennis Robertson (39.34), 2:3 Matt Fraser (51.40)

Die weiteren Ergebnisse vom Dienstag:
Salzburg - Wien 3:2
Tore: 1:0 Skille (2.20), 2:0 Raffl (26.04), 3:0 Rauchenwald (26.52), 3:1 Artner (53.57), 3:2 Loney (58.07)

Linz - Villach 5:3
Tore: 1:0 Lebler (0.31), 2:0 Lebler (11.43), 3:0 Meija (12.45), 3:1 Schmidt (15.27), 4:1 Brucker (17.42), 4:2 Gill (38.33), 4:3 Collins (48.33), 5:3 Lebler (54.41)

Graz - Bratislava 2:3
Tore: 1:0 Kainz (3.17), 2:0 Latta (21.47), 2:1 Hults (42.55), 2:2 Mrazik (48.49), 3:2 Fortier (55.22)

Innsbruck - Dornbirn 3:5
Tore: 0:1 Salmela (8.33), 0:2 Yogan (20.27), 0:3 Rapuzzi (26.13), 1:3 Lattner (28.07), 1:4 Woger (35.33), 2:4 Girard (36.50), 3:4 Tansey (50.11), 3:5 Nilsson (59.43)

Die Tabelle der Platzierungsrunde:
SPGUVTVP
1. HCB Südtirol750226:2018
2. Klagenfurter AC630319:1812
3. EC Salzburg740320:2211
4. Vienna Capitals620422:217
5. Fehervar AV19620423:297

Die Tabelle der Qualifikationsrunde:
Begegnungen
  • 02.03.21

    HC Innsbruck

    3 : 5

    Dornbirn Bulldogs

  • 02.03.21

    Graz 99ers

    2 : 3

    Bratislava Capitals

  • 02.03.21

    EHC Linz

    5 : 3

    Villacher SV






Autor: alexander foppa

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