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Der Goldtreffer: Soeben hat Luca Frigo das 2:1 erzielt.

Es ist vollbracht: Die Foxes stehen im Finale

Nach fünf Spielen ist die Halbfinal-Serie zwischen dem HCB Südtirol Alperia und den Vienna Capitals zu Ende. Während der Meister aus Wien den Urlaub antreten kann, stehen die Foxes im Finale. Und das, nachdem es überhaupt erst auf den letzten Drücker für die Play-offs gereicht hatte. Doch Bozen zeigte auch in Spiel 5, wie abgebrüht die Truppe von Kai Suikkanen mittlerweile ist.

Wien erwischte den besseren Start in ihr drittes Heimspiel der Serie. Bozen, das ohne den leicht angeschlagenen Austin Smith auskommen musste, startete hingegen mit einer Defensiv-Taktik in das Match (nach einer Viertelstunde stand es in der Schussstatistik 10:1 für die Wiener). Zwar wurden die Capitals lange Zeit nicht richtig gefährlich, doch nach 16 Minuten fiel die Führung. Ryan McKiernan zog verdeckt aus der Distanz ab und Brandon Buck fälschte ab. Der Puck prallte an die Schulter von HCB-Goalie Pekka Tuokkola und von dort ins Tor – 1:0 für die Österreicher.

Lattenschuss: Sointu im Pech
Auf der Gegenseite versuchte es Matias Sointu. Chris DeSousa zog die Caps-Verteidiger auf sich, doch der Finne konnte die Riesenchance auf den Ausgleich nicht nutzen – auch weil Vienna-Torhüter Jean-Philippe Lamoureux den Schuss mit einem Reflex an die Querlatte lenkte (18.). Jetzt nahm das Match Fahrt auf. Im Gegenzug zielte Peter Schneider für Wien zu hoch (19.). Genauso wie Mike Halmo für den HCB auf der anderen Seite. Alles in allem war Wien in den ersten 20 Minuten die überlegen Mannschaft und machte zeitweise ordentlich Druck. Die Führung ging in Ordnung.
Bozen eiskalt: Monardo trifft im Powerplay
Hatte es im Startdrittel keine einzige Strafe gegeben, dauerte es im zweiten Drittel genau 41 Sekunden bis Buck in die Kühlbox musste. Bozen, eigentlich nicht für sein starkes Powerplay bekannt, nutzte das Überzahlspiel eiskalt aus. Zunächst scheiterte Robin Gartner mit seinem Versuch noch, doch als Lamoureux einen Tomassoni-Schuss nicht unter Kontrolle brachte und ihn Domenic Monardo mit der Kelle auflegte, drückte der Bozner Angreifer die Scheibe zum 1:1 über die Linie (23.).

Wien nahm den Ausgleich gelassen hin und begann wieder Druck zu machen. Nikolaus Hartl schoss die erste Chance drüber (23.). Zählbares kam nicht heraus. Auch, weil Schneider eine Riesenmöglichkeit im Powerplay liegen ließ. Im Slot völlig freistehend scheiterte er an Tuokkola (27.).
Frigos Hammer dreht das Spiel
Auf der Gegenseite lief DeSousa alleine auf Lamoureux zu, doch der Vienna-Schlussmann entschärfte den Schuss durch einen Glanzreflex mit der Fanghand (30.). Wie groß die Möglichkeit war, sah man auch an der Reaktion des Kanadiers. Fluchend wie ein Rohrspatz begab sich der 27-Jährige zum Wechseln.

Kurz darauf war der Ärger aber verflogen, denn Bozen ging in Führung. Luca Frigo nahm sich ein Herz, zog los und haute den Puck unter die Beine von Lamoureux in das Netz. Nicht unhaltbar, aber das war den Foxes und ihren mitgereisten Fans total egal (34.). Wien reagierte mit wütenden Angriffen, doch zunächst kam wieder Bozen zu einer Möglichkeit. DeSousa konnte im letzten Moment noch gestoppt werden (37.). Sekunden vor Schluss war der HCB dann im Glück. Der Versuch von Emilio Romig ging nur an den Pfosten.
Bozen rührt Beton an und Wien beißt sich die Zähne aus
Mit dem Rücken zur Wand stehend, fehlten den Capitals im Schlussdrittel die zündenden Ideen. Bozen igelte sich hinten ein und versuchte in der Offensive Nadelstiche zu setzen. Wien war klar spielbestimmend und versuchte alles, um den vorzeitigen Sommerurlaub zu vermeiden. Unter Druck kassierten die Foxes einige Zwei-Minuten-Strafen, doch im Penalty killing war der HCB gewohnt stark. So bauten die Capitals zwar gewaltig Druck auf, doch am Ende hielt das Bozner Bollwerk und die Foxes zogen in das EBEL-Finale ein. Ob der der HCB dort auf Linz oder Salzburg trifft, steht noch nicht fest.

Vienna Capitals – HCB Südtirol Alperia 1:2
Vienna Capitals: Lamourex (Kickert); Cuma, Klubertanz, Brocklehurst, McKiernan, Fraser, Lakos, Hackl, Schlögl; Pollastrone, Vause, Schneider, Nödl, Buck, Tessier, Fischer, Wukovits, Hartl, Romig, Nissner, Peter.

HCB Südtirol Alperia:
Tuokkola (Jacob W. Smith); Gartner, Tomassoni, Glira, Egger, Carlisle, Clark; Halmo, Oleksuk, Monardo, Sointu, DeSousa, Petan, Miceli, Angelidis, Frank, Michele Marchetti, Frigo, Bernard, Schweitzer.

Tore: 1:0 Buck (16.01), 1:1 Monardo (22.06), 1:2 Frigo (33.42)

Zuschauer: 5100


2. Halbfinalduell:
Salzburg – Linz 4:3 n.V. (1:1, 2:2, 0:0)

Tore: 0:1 Hofer (7.10), 1:1 Harris (15.15), 1:2 D'Aversa (24.57), 2:2 Duncan (25.49), 3:2 Hughes (29.58), 3:3 DaSilva (34.02), 4:3 Schremp (76.53)

Stand in der Best-of-seven-Serie: 3:2

Zuschauer: 3400

Autor: cst

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