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Luca Frigo und Torschütze Anton Bernard jubeln: Der HC Bozen startete erfolgreich ins Semifinale. © V. Antonello

Foxes setzen ersten Schritt in Richtung Finale

In einem hart umkämpften Halbfinal-Auftakt hat der HCB Südtirol Alperia die Vienna Capitals mit viel Mühe niedergerungen. Allerdings könnten die Bozner den Sieg noch teuer bezahlen.

Der HC Bozen setzte sich am Sonntagabend gegen die Vienna Capitals mit 2:1 durch. Am Ende eines Spiels, in dem beide Teams bis ans äußerste Limit gingen, beileibe aber nicht fehlerfrei agierten, gab es für die Ireland-Truppe nicht nur Grund zum Jubeln: Bozens Topscorer Dustin Gazley wurde noch im ersten Drittel mit einem Kniecheck aus dem Spiel genommen. Ein längerer Ausfall des Kanadiers würde die Foxes im Titelrennen und speziell in dieser, so lässt sich nach dem Spiel durchaus erahnen, noch kräftezehrenden Halbfinalserie erheblich schwächen.


Dabei verlief der Auftakt in die Best-of-seven-Serie für den HC Bozen wie am Schnürchen. Es waren nämlich noch keine zwei Minuten gespielt, als Anton Bernard eine aufklaffende Lücke in der Wiener Hintermannschaft nutzte, geradewegs in Richtung Tor stürmte und die Scheibe platziert ins Kreuzeck beförderte. Die Caps agierten zwar äußerst aggressiv und versuchten, Bozen vom eigenen Tor fernzuhalten, gleichzeitig boten sich den Foxes, bei dem Ivan Tauferer, Karl Stollery und Domenic Alberga verletzungsbedingt fehlten, aber immer wieder gute Chancen.

Gazley wird hart am Knie getroffen
Eine dieser Möglichkeiten unterband Mario Fischer mit einem klaren aber ungeahndeten Kniecheck gegen Dustin Gazley, der mit Tempo ins Angriffsdrittel vorgeprescht war. Der Topscorer der Südtiroler musste humpelnd auf die Bank und später in die Kabine begleitet werden. Sein Arbeitseinsatz war nach nur 18 Minuten beendet.



Leland Irving machte mit teils akrobatischen Einlagen hinten dicht. © VANNA ANTONELLO


Nach der Pause schaffte es Bozen mit verändertem Lineup nur mehr sporadisch für Gefahr zu sorgen, dafür wurde Wien immer dominanter. Die Folge? Das 1:1 durch Benjamin Nissner (25.). Patrick Kittinger war am Außennetz gescheitert, brachte die Scheibe aber irgendwie in den Slot und dort vollstreckte Nissner mit einer Direktabnahme. Die Reaktion der Foxes ließ zunächst auf sich warten, kam dann unmittelbar nach dem Seitenwechsel aber mit umso größerer Vehemenz – und zwar in Person von Dennis Robertson. Der sowohl defensiv als auch offensiv neuerlich bärenstarke HCB-Verteidiger schnappte sich im Powerplay an der Mittellinie die Scheibe, tunnelte Gegenspieler Steve Johnson und drosch das Gummi zum 2:1 in die Maschen. Ein Traumtor!
Irving hält den Sieg fest
Mit der neuerlichen Führung im Rücken agierte der HCB deutlich stabiler. Während Wien nun kaum mehr klare Torchancen vorfand, hätte Stefano Giliati im Eins-gegen-Eins mit Torhüter Bernhard Starkbaum beinahe das 3:1 erzielt, er legte den Puck aber knapp am Pfosten vorbei. Danach blieben noch zwölf Minuten in denen Bozen sehr abgeklärt wirkte und durch Bernard neuerlich am dritten Treffer vorbeischrammte. Nach exzellenter Vorarbeit von Daniel Frank scheiterte der Kapitän alleinstehend vor Starkbaum. Dessen Bozner Pendant, Leland Irving, musste erst in der Schlussphase mehrfach eingreifen, tat das dann aber auf spektakuläre Art und Weise. Mit einem akrobatischen Save gegen William Besse in der Sechs-gegen-Fünf-Schlussminute sicherte der Goalie den Sieg.

Nach dem hart umkämpften 2:1 des HC Bozen zum Auftakt in der Eiswelle übersiedelt die Halbfinalserie nun in die österreichische Hauptstadt, wo am Dienstag (ab 19.30 Uhr im SportNews-Ergebnisticker) das zweite Duell steigt. Im zweiten Semifinale hat der KAC am Sonntag mit einem 4:2-Heimsieg gegen Salzburg den ersten Schritt in Richtung Endrunde gesetzt.

HCB Südtirol Alperia – Spusu Vienna Capitals 2:1
HCB: Irving (Fazio); Robertson-Youds, Pietroniro-Plastino, Fournier-Di Perna; Halmo-Catenacci-Giliati, Frank-Findlay-Gazley, Frigo-Bernard-Miceli, Deluca-Bardaro-Insam
Coach: Ireland

Caps: Starkbaum (Wraneschitz); Wall-Lakos, Johnson-Peter, Hackl-Fischer, Piff-Preiser; Besse-Nissner-Loney, Archibald-Wukovits-Hartl, Bauer-Vause-Rotter, Richter-Großlercher-Kittinger
Coach: Cameron

Tore: 1:0 Anton Bernard (1.46), 1:1 Benjamin Nissner (24.04), 2:1 Dennis Robertson (42.13)

Stand in der Best-of-7-Serie: 1:0

Die 2. Halbfinalpaarung:
Klagenfurter AC – Red Bull Salzburg 4:2

Tore: 1:0 Matt Fraser (12.45), 2:0 Blaz Gregorc (21.39), 2:1 David McIntyre (21.58), 2:2 Jack Skille (22.59), 3:2 Nick Petersen (27.09), 4:2 Johannes Bischofberger (39.20)

Stand in der Best-of-7-Serie: 1:0

Autor: fop

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