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Dylan Di Perna und Thomas Raffl schenkten sich nichts. © GEPA pictures/ Jasmin Walter

Füchse glänzen nicht, aber siegen

Der HCB Südtirol Alperia hat am Dienstagabend trotz vieler Absenzen gegen den EC Red Bull Salzburg gewonnen und die Führung in der ICE Hockey League damit ausgebaut.

Beide Mannschaften waren im Prestigeduell dazu gezwungen, auf ihren besten Torschützen zu verzichten: Foxes-Stürmer Daniel Catenacci musste ebenso wie Rick Schofield leicht angeschlagen passen. Zu ihnen gesellten sich Ivan Tauferer, Anton Bernard und Stefano Giliati bzw. Alexander Rauchenwald und Filip Varejcka. Sie waren zum Zuschauen verdammt und sahen eine Partie, die auf beiden Seiten hätte kippen können, letztlich aber von der abgeklärteren Mannschaft mit 3:2 nach Verlängerung gewonnen wurde. An diesem Abend war dies Bozen.


Die Partie begann mit quirligen Bullen und schläfrigen Foxes, die sich einzig bei ihrem Schlussmann bedanken konnten, dass sie nicht früh ins Hintertreffen gerieten. Unter anderem vereitelte Leland Irving einen Raffl-Nachschuss im Powerplay. Die ersten gegnerischen Gelegenheiten rüttelten Brett Findlay & Co. wach. Sie kamen etwas besser ins Spiel, die tonangebende Mannschaft blieb aber Salzburg. Weil beide Teams ein risikoarmes, diszipliniertes Eishockey spielten und kaum Fehler begingen, waren Tormöglichkeiten nichtsdestotrotz Mangelware. Kurz vor Drittelende leisteten sich die Gäste dann doch einen kapitalen Aussetzer, der beinahe ins Auge ging: John Hughes nahm ein Geschenk von Marco Insam und Dennis Robertson dankend an, fand in Irving aber seinen Meister. Der Kanadier wuchs förmlich über sich hinaus und rettete den aus Bozner Sicht schmeichelhaften 0:0-Pausenstand.

Domenic Alberga und Ryan Ortega im Zweikampf. © GEPA pictures/ Jasmin Walter


Auch im zweiten Spielabschnitt haute das defensiv geprägte Spiel der beiden Teams die Zuschauer vor den Bildschirmen nicht vom Hocker. Aus dem geordneten Spielaufbau lief auf beiden Seiten nicht viel zusammen. Wenn sich eine Tormöglichkeit ergab, spielte meistens der Zufall eine Rolle. Dem plötzlichen 1:0 der Gäste ging jedoch nicht der Zufall, sondern eine herrliche Einzelaktion voraus: Angelo Miceli nahm den Puck in der neutralen Zone auf, spielte anschließend die österreichische Verteidigung schwindlig und bezwang Lamoreux auf den langen Pfosten (28.). Ein Treffer für die Gallerie.

Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer: Als die Schiedsrichter eine Strafe anzeigten, igelte sich der HCB in der eigenen Zone ein, vergaß aber den im Slot völlig freistehenden Schreier. Der 21-Jährige hatte keine Mühe, das verdiente 1:1 zu erzielen. Das Spiel nahm nun deutlich an Fahrt auf, beide Teams hatten ihre Drangphasen, ihre Chancen – und auch einen exzellenten Torhüter, der die gegnerischen Angriffe entschärfte.
Bardaro macht alles klar
Insgesamt hatte der HCB nun aber mehr vom Spiel, einzig die letzte Effizienz ließen die Südtiroler vermissen. Das änderte sich zu Beginn des Schlussdrittels schlagartig, als Ivan Deluca aus einer Halbchance Lamoreux zum 2:1 überlistete (43.). Von dem neuerlichen Gegentreffer angestachelt, drangen die Salzburger angeführt vom starken Hughes auf den Ausgleich. Dieser gelang Baltram in der 53. Minute, wobei der Österreicher einen Hughes-Zuckerpass nur noch ins leere Tor unterbringen musste. Infolgedessen entwickelte sich ein munteres Auf und Ab, wobei beide Teams die Möglichkeit hatten, die Partie in der regulären Spielzeit zu gewinnen. Das gelang nicht, sodass es in die Verlängerung ging, wo Anthony Bardaro den Puck in den Winkel zimmerte und das Spiel so entschied.
EC Red Bull Salzburg – HCB Südtirol Alperia 2:3 n.V.
RBS: Lamoreux (Eliasson); Heinrich-Chorney, Joslin-Zündel, Viveiros-Pallestrang, Jakubitzka-Schreier; Raffl-Baltram-Hughes, Ortega-McIntyre-Skille, Paul Huber-Harnisch-Mario Huber, Feldner-Pilloni-Hochkofler.
Coach: McIlvane

HCB: Irving (Fazio); Robertson-Di Perna, Fournier-Plastino, Stollery-Youds; Halmo-Findlay-Gazley, Frank-Alberga-Miceli, Frigo-Bardaro-Insam, Deluca-Pitschieler-Pietroniro.
Coach: Ireland

Tore: 0:1 Miceli (27.26), 1:1 Schreier (31.37), 1:2 Deluca (42.57), 2:2 Baltram (51.20), 2:3 Bardaro (61.13)
Die weiteren Ergebnisse:
Graz 99ers – Vienna Capitals 4:1
Tore: 1:0 Broda (33.44), 2:0 Kainz (34.55), 3:0 Cameranesi (36.01), 4:0 Myllari (46.44), 4:1 Loney (51.42)

Die Tabelle:

SPGUVTVP
1. HCB Südtirol3323010101:6270
2. Fehervar AV193623013120:10367
3. Klagenfurter AC3320013101:6762
4. Vienna Capitals3421013108:8761
5. EC Salzburg311701496:8654
6. Dornbirn Bulldogs331801596:8752
7. Graz 99ers341601899:11346
8. HC Innsbruck3312021107:12039
9. Villacher SV331302075:10238
10. Bratislava Capitals331302086:11438
11. EHC Linz33702663:11122

Autor: leo

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