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Der legendären Meisternacht in Salzburg könnte eine weitere Auszeichnung folgen. © APA / EXPA/JFK

„Gazzetta“-Wahl: HCB in einer Reihe mit Juventus & Co.

Das Bozner Eishockey-Märchen wird neuerlich von Italiens größter Sportzeitung honoriert. Diese hat den HC Bozen, gemeinsam mit sieben Konkurrenten, für die Wahl „Mannschaft des Jahres“ der Gazzetta Sports Awards nominiert. Die HCB-Cracks sind jedoch nicht die einzigen Südtiroler, die zur Wahl stehen.

Die Zeiten, als der Eishockeysport noch die großen nationalen Gazzetten füllte, liegen mittlerweile Jahrzehnte zurück. Umso erstaunlicher und überraschender kommt die Nominierung des HCB Südtirol Alperia für die Gazzetta Sports Awards, die am 4. Dezember im Rahmen einer großen Gala in Mailand vergeben werden.

„An der Zeit, dass unser Sport Beachtung findet“
Die „Gazzetta“ begründet die Wahl der Foxes mit der spektakulären Aufholjagd in der EBEL-Saison 2017/18, dem Titelgewinn in Spiel 7 in Salzburg und dem historischen Einzug ins CHL-Achtelfinale. „Es ist dies ein großer Erfolg für die gesamte italienische Eishockeybewegung“, so HCB-Boss Dieter Knoll, der sich mehr Öffentlichkeit wünscht: „Es ist an der Zeit, dass unser Sport auch auf nationaler Ebene gebührende Beachtung findet. Mein Team und ich haben in den letzten Jahren hart daran gearbeitet, die Passion für den Eishockeysport in der Stadt Bozen, sowie auch in der ganzen Provinz wieder zu entfachen.“

Die weiteren Nominierten in der Kategorie „Mannschaft des Jahres“ sind durchaus namhaft. So stehen auf der Liste noch die Fußballer von Serienmeister Juventus, die Frauen-Volleyball-Nationalmannschaft, Olimpia Basket Mailand, die italienischen Florett-Fechter, die Weltmeisterinnen im 3x3-Basket, die mehrfachen WM-Medaillengewinnerinnen in der rhythmischen Gymnastik und die Multikulti-100-Meter-Frauenstaffel, die bei den Mittelmeerspielen Gold gewann und später als Symbolbild gegen Rassismus gefeiert wurde. Bei den Gazzetta Sports Awards werden nämlich nicht nur die sportlichen Leistungen honoriert, sondern auch ethnische und humane Werte ausgezeichnet.

Windisch tritt gegen Icardi an

Unter anderem wird auch der Titel „Best Performance“ vergeben. Hier misst sich der Rasner Biathlet Dominik Windisch mit den Fußballern Fabio Quagliarella (Hackentor im Spiel Sampdoria-Napoli), Mauro Icardi und Ciro Immobile (beide Serie-A-Torschützenkönige), mit Filippo Tortu, der als erster Italiener die 100 Meter unter 10 Sekunden lief, dem Springreiter Lanfranco Dettori, Bahnradfahrer Filippo Ganna und Schwimm-Europameister Piero Codia.

Windisch hat sich im vergangenen Winter im Alter von 28 Jahren auf die ganz große Bühen des Biathlonsports befördert. Er gewann bei den Olympischen Spielen in PyeongChang zwei Bronzemedaillen.

Die Wahl läuft

Die Redaktion der „Gazzetta dello Sport“ hat in den insgesamt neun Kategorien jeweils acht Kandidaten gewählt, nun treffen die Sportfans via Online-Voting eine weitere Vorauswahl. Die endgültige Entscheidung fällt dann eine Fachjury unter Berücksichtigung des Online-Ergebnisses.

Autor: fop

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