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Der HC Bozen ist mit einem Sieg in die Champions Hockey League gestartet. © Press HCB

HCB holt Zittersieg zum Champions-League-Auftakt

Ohne zu glänzen ist der HCB Südtirol am Freitagabend in die Champions Hockey League gestartet. Einen Sieg gab es dennoch zu feiern.

Mit dem Auftaktmatch in Jastrzebie-Zdrój (Königsdorff) hat für den HCB Südtirol das Champions-Hockey-League Abenteuer begonnen. Der Vizemeister der vergangenen IceHL-Saison ging beim polnischen Meister JKH GKS Jastrzebie als Favorit ins Spiel. Gerecht wurde der HCB seiner Favoritenrolle nur selten. Schlussendlich durften sich die Weiß-Roten aber über einen 3:2-Sieg nach Penaltyschießen und damit einen gelungenen Auftakt freuen.


Der Reihe nach: Der neue HCB-Trainer Doug Mason konnte nach einer schwierigen Vorbereitung (viele Nationalspieler fehlten aufgrund der Olympia-Quali, zudem stießen einige Ausländer erst später zum Team) erstmals aus dem Vollen schöpfen. Dass das Team aber in der Vorbereitung kaum vollständig war, merkte man den wenig eingespielten Weiß-Roten an.

In einem über weite Strecken ausgeglichenen ersten Drittel brachte Daniel Catenacci nach 10.27 Minuten die Gäste aus Bozen zunächst in Führung: Angelo Miceli hatte sich stark durchgetankt, Catenacci verwertete sein Zuspiel dann sicher. Nach rund 15 Minuten kamen aber gleich mehrmals die Hausherren gefährlich vors Tor, der Lette
Arturs Sevcenko erzielte den zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich (19.55).

Catenacci trifft erneut
Auch im 2. Drittel bekamen die Zuschauer – darunter einige mitgereiste Fans aus Bozen – ein weitgehend ausgeglichenes Spiel mit wenig Härte und wenig hochkarätigen Chancen zu sehen. Nach rund 12 Minuten traf Mateusz Bryk zur Führung für die Polen. Die HCB-Defensive präsentierte sich nicht immer in bester Verfassung, in der 18. Minute tauchte der lettische Stürmer in Diensten des JKH GKS Jastrzebie, Vitalijs Pavlovs, alleine vor HCB-Goali Justin Fazio auf. Dieser verhinderte mit einem starken Save einen höheren Rückstand. Stattdessen gelang den Weiß-Roten eine Minute vor Ende des 2. Drittels durch Catenacci der Ausgleich zum 2:2.

Im letzten Drittel wurde das Spiel härter, beide Teams kamen zu jeweils 2 Powerplay-Situationen: die Südtiroler in der Anfangsphase, die Polen in der zweiten Hälfte des Schlussdrittels. Aber auch diese blieben ungenutzt, klare Chancen waren selten – und wenn, dann waren die beiden Goalies zur Stelle.
HCB nutzt Powerplay nicht
Es kam wie es kommen musste: Die fünfminütige Verlängerung sollte entscheiden. Im Drei-gegen-Drei tat sich zunächst wenig, Martin Kasperlik auf Seiten der Hausherren kassierte dann eine 2+2 Minuten Strafe aufgrund hohen Stockes. Aber auch die über zweiminütige 4 gegen 3 Überzahl-Situation konnte der Favorit aus Südtirol zunächst nicht nutzen.

Das Penaltyschießen musste entscheiden: Brett Findlay verwertete gleich den ersten Penalty. Weil daraufhin sämtliche Spieler vergaben und Bozens Miceli, der als fünfter HCB-Akteur antrat, sehenswert traf, durften die Gäste schließlich über den Sieg und die 2 Punkte jubeln.

Im 2. Spiel der Gruppe H feierte Favorit Red Bull Salzburg einen souveränen 6:2-Sieg bei den Norwegern von Frisk Asker und holte sich damit auch mit 3 Punkten die Gruppenführung. Für den HCB geht es am Samstag mit dem Flugzeug von Krakau aus nach Norwegen, wo am Sonntag das Match gegen Frisk Asker ansteht.

JKH GKS Jastrzebie – HCB Südtirol 2:3 nach Penaltyschießen
Tore: 0:1 Catenacci (10.27), 1:1 Sevcenko (16.23), 2:1 Bryk (32.43), 2:2 Catenacci (39.02). entscheidender Penalty: 2:3 Findlay.
Zuschauer: 952



Schlagwörter: Eishockey hcb Bozen

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