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Mit vereinten Kräften warfen sich die Foxes dem KAC in den Weg. © Kuess

In der Overtime: Kozek wird zum HCB-Schreck

Runde eins geht an den KAC: Der HCB Südtirol Alperia musste sich zum Playoff-Start offensivstarken Klagenfurtern nach einem 61-minütigem Fight geschlagen geben.

Nur zwei Tage nach dem Engagement von Neo-Coach Clayton Beddoes zeigten die Foxes in Klagenfurt eine leidenschaftliche Vorstellung und weckten zeitweise Erinnerungen an das letztjährige Meistermärchen. Allerdings fehlte an diesem Abend das Happy End: Der KAC gewann in der Overtime mit 5:4 und ging in der Viertelfinalserie in Führung. Entscheidender Crack war Andrew Kozek, der drei Mal am Torgestänge scheiterte und zwei Mal dem ansonsten starken HCB-Backup Jake Smith das Nachsehen gab.

Beide Mannschaften gingen mit gezähltem Personal ins erste Aufeinandertreffen: Während beim KAC mit Stammgoalie Lars Haugen, Manuel Geier, Marco Richter und dem Ex-Bozner Robin Gartner vier Leistungsträger fehlten, musste der HCB mit Brett Findlay, Paul Geiger, Matt MacKenzie und seiner Nummer eins Leland Irving wieder vier Import-Spieler vorgeben.

HCB setzt auf seine Defensive

Der vielen Ausfälle zum Trotz gingen die Cracks am Eis von Beginn an ein hohes Tempo. Obwohl die „Rotjacken“ offensiv mehr Akzente setzen, war es der Bozner Angelo Miceli, der den Puck in der 8. Minute mit Schlittschuh und Schläger über die Linie drückte und sein Team in Führung brachte. Nur 5 Zeigerumdrehungen später glich Kozek aus. Er war nach einem Rebound von Smith zur Stelle und bezwang diesen mit einem Backhander.

Markus Nordlund (rechts) verbuchte einen Treffer und eine Torvorlage. © Kuess

Im Mitteldrittel kam dann Bozens Powerplay voll zum Tragen: In der 22. Minute hämmerte Markus Nordlund den Puck in Überzahl ins Kreuzeck. Es war bereits das zehnte Saisontor des schlacksigen Verteidigers. Zwar glich Clemens Unterweger postwendend aus, doch in der 29. Minute brachte Mike Blunden die Foxes mit dem nächsten Powerplay-Treffer neuerlich in Führung. Der langjährige NHL-Crack lenkte einen Nordlund-Schuss mit dem Unterschenkel in die Maschen. Im Anschluss warf der KAC alles nach vorne. Nachdem der bärenstarke Kozek zwei Mal am Torgestänge scheiterte, nutzte Johannes Bischofsberger ein Loch in der Bozner Defensive, zog alleine auf Smith los und versenkte zum 3:3. Das Remis der Kärntner war zu diesem Zeitpunkt verdient.

KAC trifft 4 Mal Aluminium

Der Schlussabschnitt begann für Bozen mit einer eiskalten Dusche, sprich dem erstmaligen Klagenfurter Führungstreffer. Thomas Koch netzte im Powerplay ein. Doch dieses Mal machte es der HC Bozen in KAC-Manier und glich nur wenig später aus: Anton Bernard zog vom linken Flügel vor das Gehäuse von David Madlener und hob die Scheibe über dessen Schulter unter die Latte – 4:4! Vor der dritten Sirene stand den tapfer kämpfenden Südtirolern zwei weitere Mal das Glück zur Seite, als zunächst Nick Petersen, dann der völlig freistehende Pechvogel Kozek am Pfosten scheiterten. So rettete sich der HCB in die Overtime.

Die Zusatzzeit dauerte allerdings nur 41 Sekunden, ehe sich der KAC ins Glück schoss. Und wer traf zum Sudden-Death-Sieg? Na klar, Andrew Kozek, der Alleinunterhalter in diesem packenden Playoff-Fight. „Drei Mal konnte ich den Puck nicht im fast leeren Tor unterbringen, irgendwann musste der doch rein“, schmunzelte der kanadische Torschütze nach Spielende.

Nun übersiedelt die Best-of-Seven-Serie nach Bozen, wo am Freitag (19.15 Uhr) das zweite Viertelfinalduell steigt.


Klagenfurter AC – HCB Südtirol Alperia 5:4 n.V.
(1:1, 1:2, 2:1, 1:0)

KAC: Madlener (Holzer); Comrie-Fischer, Harand-Schumnig, Strong-Unterweger, Schnetzer-Kreutzer; Kozek-Koch-Petersen, Hundertpfund-Wahl-Bischofsberger, Obersteiner-Neal-Geier, Kraus-Liivik-Witting.
Coach: Petri Mitikainen

HCB: Smith (Treibenreif); Geiger-Glira, Nordlund-Marchetti, Carozza-Campbell; Brace-Blunden-Petan, Frigo-Bernard-Miceli, Deluca-Catenacci-Insam, Schweitzer-Kuparinen-Frank.
Coach: Clayton Beddoes

Tore: 0:1 Angelo Miceli (7.05), 1:1 Andrew Kozek (12.52), 1:2 Markus Nordlund (21.39), 2:2 Clemens Unterweger (22.37), 2:3 Mike Blunden (28.10), 3:3 Johannes Bischofsberger (36.25), 4:3 Thomas Koch (42.46), 4:4 Anton Bernard (47.14), 5:4 Andrew Kozek (60.41)

Schüsse: 39:20

Strafminuten: 4:6

Zuschauer: 3.192

Die weiteren Viertelfinalserien, Spiel 1:

Wien – Znojmo 7:0
Tore: 1:0 Vause (3.20), 2:0 DeSousa (5.09), 3:0 DeSousa (17.33), 4:0 Schneider (19.40), 5:0 DeSousa (22.40), 6:0 Peter (35.30), 7:0 Olden (42.31)
Zuschauer: 3.400

Graz – Linz 7:3
Tore: 1:0 King (10.08), 1:1 Davies (17.09), 1:2 Matzka (21.28), 2:2 Oleksuk (28.34), 3:2 Caito (29.53), 4:2 Oberkofler (31.24), 5:2 Weihager (36.32), 6:2 Moderer (49.17) 6:3 Carle (49.48), 7:3 Hamilton (59.10)
Zuschauer: 2.803

Fehervar – Salzburg 1:0
Tore: 1:0 Koskiranta (15.43)
Zuschauer: 3.309

Autor: fop

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