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Scott Darling spielte zwei Jahre lang für die Carolina Hurricanes. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Ethan Miller

Innsbruck-Goalie Darling: Mehr Schnaps als Geld

Wenn die Erste Bank Eishockey Liga am Dienstag aus der Länderspiel-Pause zurückkehrt, werden in der Bozner Eiswelle alle Augen auf einen Mann gerichtet sein – allerdings nicht auf Jemanden im roten Dress des HCB Südtirol Alperia.

Als Scott Darling vor wenigen Tagen beim HC Innsbruck unterschrieb, schlug die Nachricht ein wie eine Bombe. Selbst die Nordtiroler selbst konnten ihr Glück kaum fassen. Immerhin hat Darling nicht nur über 100 Einsätze in der NHL, der besten Profiliga der Welt gesammelt, sondern 2015 auch den Stanley Cup gewonnen. Umso erstaunlicher, dass der US-Boy bei den Innsbruckern selbst seine Dienste anbot.

„Ich hatte kein Geld und keine Hoffnung.“
Scott Darling über sein Leben als Alkohol-Süchtiger

Doch Darling weiß, wie sich das Leben unterhalb des oft schillernden Profisports anfühlt. Es ist keine zehn Jahre, da war der mittlerweile 30-Jährige dem Abgrund näher als dem Eishockey-Sport. Der Grund: Darling war Alkoholiker, gab seinen gesamten Verdienst für Junkfood und Schnaps aus, wie er in einem ebenso offenen wie schockierenden Interview mit The Players Tribune preisgab: „Ich habe mich daheim auf die Couch gesetzt und getrunken. So haben alle Tage ausgesehen, denn wenn ich nicht trank, fühlte ich mich in meiner Haut nicht wohl. Ich hatte kein Geld und keine Hoffnung.“
EBEL-Debüt im Tiroler Derby
Gespielt hat Darling damals in der unterklassigen SPHL, sein Gehalt betrug rund 200 Dollar in der Woche. Als ihn sein Verein wegen Alkoholismus vor die Tür setzte, legte Darling den Schalter um. Er begann einen Entzug und heuerte danach bei verschiedensten unterklassigen Teams in den USA an. Schließlich wurden Scouts der Chicago Blackhawks auf den Goalie aufmerksam und 2014 unterschrieb er seinen ersten NHL-Vertrag. Nach zwei Jahren in Chicago zog er weiter zu den Carolina Hurricanes. das ehemalige SPHL-Gehalt von 200 auf 145.000 Dollar in der Woche gesteigert.

Scott Darling in einem NHL-Spiel gegen die Boston Bruins. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Maddie Meyer

Jetzt steht der Amerikaner in Innsbruck zwischen den Pfosten, wo er aufgrund der Länderspielpause noch keinen Einsatz verbuchen konnte. Also wird er sein Debüt am Dienstagabend in Bozen feiern, wo um 19.15 Uhr das Tiroler Derby auf dem Spielplan steht.
EBEL: Spiele vom Dienstag
Bozen – Innsbruck (19.15 Uhr)
Fehervar – Villach
Salzburg – Dornbirn
Linz – Znojmo
Graz – Klagenfurt
Die Tabelle
SPGUVTVP
1. EC Salzburg15120361:3134
2. Vienna Capitals15100546:3429
3. Klagenfurter AC1590645:3227
4. HCB Südtirol1480647:4224
5. Graz 99ers1580742:4724
6. Villacher SV1470750:3923
7. EHC Linz1470743:3923
8. Orli Znojmo1560948:5319
9. Fehervar1570837:5119
10. HC Innsbruck16601052:6918
11. Dornbirner EC14101323:573

Autor: cst

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