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Mike Angelidis (links) und die HCB-Spieler wollen ein letztes Mal jubeln. © APA / EXPA/JFK

Jetzt gilt es für die Foxes: Alles oder nichts!

Nach einer Saison mit vielen Höhen und Tiefen steht der HC Bozen vor dem letzten Spiel, dem finalen Showdown. Wenn am Freitag im Salzburger Volksgarten um 20.20 Uhr das siebte Spiel der EBEL-Finalserie beginnt, dann gilt das Motto: Jetzt oder nie, alles oder nichts!

„Vendetta per 2014“. Das ist, was die Salzburger Fans wollen. So zumindest tun sie es seit Beginn der Finalserie mit einem Spruchband in brüchigem Italienisch kund. Damals hatte der HC Bozen im entscheidenden Spiel in der Mozartstadt gewonnen. Der Slowene Ziga Pance hatte für den Sudden Death, den plötzlichen Tod in der Overtime, gesorgt. Das soll dem EC Red Bull Salzburg, den Roten Bullen, nicht noch einmal passieren.

Der Druck liegt bei Salzburg


Es war ein kleiner Augenblick, eine Momentaufnahme und doch so bezeichnend für den Stand der Dinge. Während die Bozner Fans nach dem sechsten Spiel noch auf der Eisfläche von den knapp 7000 Fans in der Eiswelle bejubelt wurden, saßen die Salzburg-Cracks schon zum ausradeln auf ihren Homerädern. In Salzburg überlässt man nichts dem Zufall, es wird hochprofessionell gearbeitet. Auch deshalb ist der Druck gegenüber dem HCB, dem nur ein Bruchteil des Salzburger Budget zur Verfügung steht, so groß.

Steht enorm unter Druck: Salzburg-Trainer Greg Poss. © APA / EXPA/JFK

Mindestens genauso groß ist der Respekt vor den Foxes. Ganz Salzburg – und ganz besonders der in der Kritik stehende Trainer Greg Poss – hofft, dass Thomas Raffl für das entscheidende Spiel zurückkehrt. Er ist der wichtigste Spieler der Bullen, fiel zuletzt aber mit einer Innenband-Verletzung im Knie aus. Die Chancen, dass Raffl am Freitagabend im Line-up aufscheint, stehen gut. Zumindest versuchen wird es der 103 Kilogramm schwere Bruder von NHL-Profi Michael Raffl wohl. Denn auch für Red Bull Salzburg gilt: alles oder nichts.

Das Bozner Powerplay als entscheidender Trumpf?


Alex Petan, achtfacher Play-off-Torschütze, strotzte nach Spiel 6 vor Selbstvertrauen. Dabei sprach der Italo-Kanadier auch das starke Powerplay an. Bis dato nicht als Stärke des HCB bekannt. Doch Petan hat recht.

Hat den HCB voll im Griff und auch das Powerplay verbessert: Coach Kai Suikkanen. © APA / EXPA/JFK

War das Powerplay im Viertelfinale gegen KAC noch beinahe wirkungslos, ist es jetzt eine Waffe. Damals waren nur 4,8 Prozent der Foxes-Überzahlspiele erfolgreich. Im Halbfinale gegen Wien lief es schon besser (29,4) und mittlerweile liegt die Quote bei 34,6 Prozent. Ein Aufschwung, der genau zur richtigen Zeit kommt. Ein weiterer interessanter Fakt: Wenn Bozen in Spiel 7 nicht mindestens acht Tore schießt, dann ist die aktuelle Saison die torärmste des Clubs seit dem EBEL-Einstieg.

Doch nichts wird den Foxes mehr egal sein, als diese Statistiken. Denn am Ende zählt das, was am Freitagabend im Salzburger Volksgarten abgeliefert wird. Ab jetzt gilt: Es ist Zeit für Legenden, alles oder nichts!

Autor: cst

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