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Austin Smith hat seine Karriere beendet.

Karriereende mit viel Polemik: Austin Smiths Rundumschlag

Austin Smith ist ein herausragender Eishockey-Crack, allerdings gab er beim HCB Südtirol Alperia in der letztjährigen Meister-Saison auch einige Rätsel auf. Wegen den Folgen einer Gehirnerschütterung hat der 29-Jährige nun seine Karriere beendet – und geht in einem Instagram-Post auf HCB-Chef Dieter Knoll los.

„Ich habe offiziell entschieden, mich vom schönsten Sport der Welt zurückzuziehen“ – so beginnt der lange Post von Austin Smith auf seinem Instagram-Profil. „Die letzte Saison wäre ideal gewesen, um die Karriere zu beenden. Allerdings gab es einen bitteren Beigeschmack. Den letzten Teil der Regular Season und die Play-Offs habe ich mit einer schweren Gehirnerschütterung absolviert. Ich habe versucht, mich zu überzeugen, dass ich gesund genug bin, um zu spielen und dass es keinerlei Konsequenzen gibt.“ Danach wetterte Smith gegen den HCB-Staff: „Der Team-Doktor und der Klub-Besitzer zeigten kein Verständnis für meine Symptome. Sie gaben mir Pillen und sagten, ich sei okay.“

Auch in puncto Play-Off-Prämien soll laut Smith nicht alles glatt gelaufen sein. „In den Play-Offs habe ich zwei Spiele verpasst, weil die Symptome so ernst waren. Der Chef, Dieter Knoll, war außer sich und konnte nicht verstehen, warum ich nicht spielte. Er hat sich danach auch geweigert, mir die Play-Off-Prämien auszuzahlen. Seine Begründung war, dass eine Gehirnerschütterung kein Motiv ist, um bei einem Spiel zu fehlen.“

Kein gutes Standing bei vielen Spielern
„Ich werde mich ewig an die Zeit in Bozen erinnern, an meine Teamkollegen, die Coaches und die Fans, die mir in dieser schwierigen Zeit geholfen haben. Ich hoffe nur, dass diese Symptome irgendwann verschwinden. Und ich hoffe inbrünstig, dass andere Spieler in Zukunft von solchen Umständen verschont bleiben. Ich rate deshalb jedem Spieler aus Übersee, seine Hausaufgaben zu machen und abzuchecken, zu welchem Verein man wechselt. Ich wünsche allen früheren Teamkollegen einen guten Saisonstart. Austin.“

Harter Tobak also gegen Klub-Chef Dieter Knoll. Auf der anderen Seite ist es aber auch kein Geheimnis, dass sich Smith in der letzten Saison oft wie eine launische Diva präsentiert hatte. Auch in der Kabine soll Smith bei einigen Spielern kein gutes Standing genossen haben. Wenige Stunden nach dem EBEL-Gewinn wurde sein Transfer nach Innsbruck offiziell, wo er wegen der Gehirnerschütterung aber zuerst eine Pause eingelegt und nun seine Karriere beendet hat.


Der HCB will sich nicht äußern

Smiths Äußerungen wurden im HCB-Sitz zur Kenntnis genommen, allerdings will der Verein nicht öffentlich zum Gegenschlag ausholen. Laut Klub-Boss Dieter Knoll werde man die Situation genauestens prüfen und zu gegebenem Zeitpunkt ein offizielles Kommuniqué verfassen.
Hier der Instagram-Post von Austin Smith:

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I have officially decided to retire from the greatest game I’ve ever played. I will miss it every day, but I’m grateful for everything it has given me in my life. I would like to thank all of my coaches, teammates, and fans I had the pleasure playing with, or for, along the way. I would always like to thank my parents and my wife for all of their sacrifices and endless support of me, allowing me to live out my dream. The last season was the perfect way to end my career. Unfortunately it came at a cost. I played the last part of the regular season and playoffs with a pretty severe concussion. I tried to convince myself I was healthy enough to play and that their wouldn’t be consequences. The team doctors and owner didn’t empathize with my symptoms and what I was going through. They forced pills on me and told me it would be ok. I even missed two games in the playoffs, because symptoms were so severe. The Gm, Dieter Knoll of @hcbfoxes, was furious and did not understand why I could not play. He actually refused to pay me the extra bonuses the team earned in the playoffs, because he felt that a concussion is not a reason to miss a game. The @erstebankeishockeyliga has been trying to convince the Gm to do what is right and pay me what I earned. Regardless of the money, the symptoms are still lingering, and treatment is very expensive. The Gm has not offered any help financially for the medical bills, and has dodged every phone call and email of mine. I will always cherish my time in Bolzano and I thank my teammates, coaches, and fans for helping me battle through until the end. I just hope that someday these symptoms will go away, and I really hope this circumstance never happens to anyone else. My advice to anyone going over seas is to really do your home work before choosing where you play. Good luck to all of my former teammates as you start a new season. Austin

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Autor: det

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