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Grödens Cracks jubeln über den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale der Alps Hockey League. © Andreas Senoner

Mit Gröden und Sterzing: Das Playoff-Feld ist komplett

Jetzt können die Playoffs in der Alps Hockey League starten: Am Dienstag wurden die letzten Tickets für die Postseason vergeben. Von den Südtiroler Mannschaften haben sich nur die Rittner Buam vorzeitig in die Sommerpause verabschiedet, während Gröden und Sterzing noch dabei sind.

Die Playoff-Teams stehen also fest: Neben den Fixstartern HK Olimpija, Jesenice, Pustertal und Asiago haben Cortina, Gröden, Sterzing und Lustenau über die Pre-Playoffs den Weg in die Postseason gefunden. Am Mittwoch dürfen die Top 3 ihren Viertelfinal-Gegner wählen. Bereits am Samstag steht der erste Playoff-Spieltag an.


Vor allem für Gröden ist das besonders: Die Ladiner stehen nämlich erstmals in der Geschichte der Alps Hockey League im Viertelfinale. Gegen die favorisierte VEU Feldkirch entschied die Truppe von Joni Petrell die Best-of-3-Serie der Pre-Playoffs überraschend klar mit 2:0 für sich und darf sich nun auf die Postseason freuen. Am Dienstagabend setzten sich Michael Sullmann & Co. zu Hause mit 5:2 durch.

Gröden ist abgeklärt
Es war ein hart erarbeiteter Sieg, den die Grödner in Wolkenstein einheimsten. Torgarant McGowan brachte die Furie im ersten Abschnitt in Führung, danach machte Goalie Smith mit seinen Vorderleuten geschickt dicht – zunächst auch im zweiten Abschnitt, in dem Feldkirch drückend überlegen war. Der 1:1-Ausgleich von Birnstill in Überzahl war deshalb nicht zu vermeiden.

Patrick Tomasini, Wirbelwind im Grödner Angriff. © Andreas Senoner


Doch wie aus dem Nichts führte Gröden die Vorentscheidung herbei: Glück nach feiner Tomasini-Vorarbeit und Wilkins im Powerplay brachten die Furie noch im zweiten Drittel mit 3:1 in Führung – zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaft. Feldkirch kam im Schlussabschnitt wie von der Tarantel gestochen aus der Kabine und verkürzte dank Gehringer auf 2:3. Doch der Ausgleich wollte nicht gelingen – im Gegenteil: HC-Bozen-Leihgabe Pitschieler und Niemelä sorgten in den letzten Minuten in Unterzahl für den Grödner 5:2-Erfolg.
Broncos gewinnen eine hochspannende Serie
Auch die Wipptal Broncos haben für eine kleine Überraschung gesorgt. Gegen die zweite Garde von Red Bull Salzburg, die als klarer Favorit in die Serie gegangen war, setzten sich die Sterzinger mit 2:0-Siegen durch. Vor allem der 3:2-Erfolg nach Verlängerung am Dienstagabend in Klobenstein (dorthin mussten die Broncos ausweichen, weil ihr Stadion bekanntlich zerstört und der Ausweichplatz in Brixen besetzt war) hatte es in sich. Im ersten Drittel waren die Salzburger noch auf dem besten Weg, die 3:4-Niederlage vom Samstag auszumerzen und führten schnell mit 2:0.

Markus Gander (rechts) erzielte das entscheidende Tor für Sterzing. © Oskar Brunner


Doch danach schlug Sterzing mit aller Kraft zurück: Erlacher (37.) und Kofler (40.) stellten binnen weniger Minuten den Ausgleich wiederher. Weil in der Folge auch Goalie Rabanser (er erhielt den Vorzug gegenüber Reinhart) einen guten Job machte, ging es in die Verlängerung. Und hier schoss Markus Gander seine Broncos in Überzahl ins Glück. Für Sterzing ist es das zweite Viertelfinale in der AlpsHL. Zuletzt war man in der Saison 2017/18 in die Postseason eingezogen.
Ritten ist raus
Die Rittner Buam haben sich unterdessen zum ersten Mal in der Liga-Geschichte nicht für die Playoffs qualifizieren können. Gegen Lustenau setzte es nach der 2:7-Niederlage am Samstag auch am Dienstag eine hohe 2:6-Pleite, wobei das Ergebnis nicht den Spielverlauf widerspiegelt. Bis vier Minuten vor Schluss war das Match in Vorarlberg offen, Lustenau führte mit 3:2. Danach traf D’Alvise jedoch zum 4:2 – und das Match war entschieden. Auch, weil Grabher Meier und Wilfan anschließend mit zwei Empty-Net-Toren für klare Verhältnisse sorgten.

Ritten verabschiedet sich in den Sommerurlaub. © Max Pattis


Zuvor gestalteten die Buam, die heuer eine Umbruchsaison erleben, das Match sehr ausgeglichen. Zwar kamen die Rittner zunächst nur behäbig in die Gänge und kassierten bis zur 26. Minute drei Tore (zunächst traf Wilfan nach feiner Einzelleistung, dann erhöhte Karkis in doppelter Überzahl, ehe D’Alvise eine schöne Kombination mit Grabher Meier veredelte), danach zeigten Simon Kostner & Co. aber ihr Kämpferherz.

Spinell staubte in der 28. Minute einen Rebound zum 1:3 ab, dann sorgte Sharp nach feiner Lutz-Vorarbeit für den Anschlusstreffer. Ritten glaubte wieder an sich und brachte Lustenau ins Wanken, doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Ein Knackpunkt der Partie war auch der Ausschluss von Andreas Lutz nach 45 Minuten: Der Gargazoner, bis dahin einer der besten seines Teams, wurde nach einem Check gegen den Lustenau-Goalie frühzeitig unter die Dusche geschickt.
Pre-Playoffs, Spiel 2 – Serie Best-of-3
Gröden – Feldkirch 5:2
1:0 McGowan (9.14), 1:1 Birnstill (33.03), 2:1 Glück (34.36), 3:1 Wilkins (38.48), 3:2 Gehringer (40.27), 4:2 Pitschieler (54.33), 5:2 Niemelä (57.09)
Serie: 2:0 – Gröden im Viertelfinale

Sterzing – Salzburg II 3:2 n.V.
0:1 Rebernig (11.12), 0:2 Fischer (17.37), 1:2 Erlacher (36.31), 2:2 Kofler (39.12), 3:2 Gander (62.29)
Serie: 2:0 – Sterzing im Viertelfinale

Lustenau – Ritten 6:2
1:0 Wilfan (10.53), 2:0 Karkis (21.22), 3:0 D’Alvise (25.33), 3:1 Spinell (27.46), 3:2 Sharp (39.50), 4:2 D’Alvise (56.12), 5:2 Grabher Meier (57.38), 6:2 Wilfan (59.23)
Serie: 2:0 – Lustenau im Viertelfinale
Am Montag gespielt
Bregenzerwald – Cortina 2:3 n.V.
1:0 Lipsbergs (9.21), 1:1 Pietroniro (12.35), 2:1 Metzler (21.22), 2.2 Pietroniro (29.45), 2:3 Giftopoulos (82.46)
Serie: 0:2 – Cortina im Viertelfinale

Autor: det

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