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Simon Pitschieler (links) erzielte sein erstes Tor für den HCB. © HC Innsbruck

Pitschieler trifft, der Parade-Sturm zaubert und Bozen siegt

Es war ein hartes Stück Arbeit, doch der HCB Südtirol Alperia hat auch das dritte Saisonduell gegen Innsbruck für sich entschieden. Ausschlaggebend waren eine Tor-Premiere, ein geniales Sturm-Duo und ein erneut solider Goalie Andy Bernard.

Der HCB behauptet seinen Platz an der Sonne in der ICE Hockey League: Die Foxes setzten sich am Montagabend in einem hart umkämpften Auswärtsspiel bei den Innsbrucker Haien mit 3:2 durch und stehen weiterhin punktegleich mit Fehervar auf Platz 1. Allerdings haben die Ungarn gleich 5 Spiele mehr auf dem Konto. Für einen Bozen-Akteur dürfte es ein unvergessliches Match gewesen sein: Sommer-Neuzugang Simon Pitschieler hat in seinem 18. Spiel für die Foxes sein erstes Tor erzielt – und ein sehr wichtiges obendrein. Wenige Sekunden vor der zweiten Drittelsirene traf er nämlich zum 2:2 und brachte die bis dahin nicht sattelfesten Bozner in die richtige Spur. Pitschieler hat sich auch für seine zuletzt starken Leistungen belohnt.


Allerdings waren auch 3 andere Akteure entscheidend für den Sieg. Goalie Andy Bernard spielte zwar nicht Zu-Null, dafür war er gegen den besten Angriff der Liga mehrmals Retter in letzter Not. Zudem zeigen 2 HCB-Stürmer zurzeit groß auf: Brett Findlay und Dustin Gazley sorgten mit ihren Treffern dafür, dass Bozen auch im Tiroler Derby 3 Punkte mit nach Hause nahm. Nicht auszudenken, wie der HCB-Sturm wirbeln würde, wenn auch noch das letzte Puzzle-Teil des Parade-Sturms, nämlich der zurzeit verletzte Top-Torschütze Dan Catenacci, mit von der Partie wäre.

Ein turbulentes Mitteldrittel
Ohne die verletzten Irving, Fazio, Tauferer, Youds, Catenacci und den gesperrten Halmo schienen die Bozner in der Tiwag Arena in Innsbruck zunächst vom hohen Tempo der Hausherren etwas überrascht, doch mit Fortdauer der Partie fanden Anton Bernard & Co. immer besser ins Match und dominierten bis zum Ende auch. Zählbares kam in den ersten 20 Minuten jedoch nichts heraus, das änderte sich aber im Mitteldrittel, das turbulent verlief. Zunächst war es Dustin Gazley, der in Überzahl einen Pass vortäuschte, dann aber doch abzog und über sein siebtes Saisontor jubeln durfte (25.).

Die Freude der Gäste währte aber gerade einmal 112 Sekunden, da klingelte es im Kasten der Bozner. Daniel Ciampini, der Top-Scorer der Liga, kam im Powerplay an den Puck und nagelte ihn unter die Latte – 1:1. Überhaupt war es Ciampini, der die Bozner Defensive immer wieder vor Probleme stellte, praktisch jeder Angriff lief über ihn. Wenig später wurde ein Treffer von Gazley aberkannt, im Gegenzug stellte Innsbruck nur wenige Sekunden nach Ablauf einer Überzahlsituation durch Christof Kromp auf 2:1.
Unnötige Strafen und Findlays Gold-Tor
Bozen brachte sich im gesamten zweiten Drittel aufgrund von unnötigen Strafen (insgesamt 8 Strafminuten) selbst aus dem Rhythmus, weshalb Andy Bernard wieder einmal über sich hinauswachsen und mit einigen Hexereien das Resultat halten musste. Als die Innsbrucker dann mit den Köpfen aber schon in der Kabine waren, schlug Pitschieler zu: Nach einem energischen Alleingang von Daniel Frank stand der Grödner beim Rebound goldrichtig und freute sich riesig über seinen ersten Treffer in der ICE Hockey League.

Das Schlussdrittel stand dann lange Zeit auf Messers Schneide und wurde schließlich von der individuellen Bozner Klasse entschieden. Gazley bewahrte mit der Scheibe am Schläger hinter dem Innsbruck-Tor die nötige Ruhe und hatte die Übersicht, seinen kongenialen Kollegen Findlay im Slot zu bedienen, der zum entscheidenden 3:2 einschoss. Der Sieg war in trockenen Tüchern. Weiter geht’s für die Foxes am Mittwoch, 30. Dezember mit dem Auswärtsspiel Dornbirn.

ICEHL, die Spiele vom Montag
Innsbruck – Bozen 2:3
0:1 Gazley (24.48), 1:1 Ciampini (26.40), 2:1 Kromp (32.08), 2:2 Pitschieler (39.50), 2:3 Findlay (49.48)

Salzburg – Dornbirn 4:1
0:1 Yogan (3.01), 1:1 Lutz (7.51), 2:1 Schofield (25.27), 3:1 Schofield (30.45), 4:1 Lutz (39.05)

Wien – Bratislava 3:2
1:0 Richter (1.48), 2:0 Wall (23.42), 2:1 Bubela (39.57), 3:1 Nissner (50.21), 3:2 Ahl (52.40)

Linz – Feheravar 0:2
0:1 Bartalis (40.57), 0:2 Kahkonen (42.59)

Villach – Klagenfurt 0:4
0:1 Ticar (17.17), 0:2 Hundertpfund (25.56), 0:3 Fraser (28.03), 0:4 Gregorc (45.36)


Autor: det

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