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Brett Findlay blieb blass. © Draxler Hannes

Tauferer-Comeback ohne Happy End

Der HCB Südtirol Alperia hat am Sonntagnachmittag zum Abschluss des Grunddurchgangs gegen Schlusslicht Linz eine Niederlage kassiert. An diesem Tag stand jedoch nicht das Resultat im Vordergrund.

Denn 120 Tage nach seinem letzten Spiel gab Ivan Tauferer sein lang ersehntes Comeback. Zuletzt hatte der Rittner am 10. Oktober seine Schlittschuhe für den HCB geschnürt – seither fiel er verletzungsbedingt aus. Jetzt ist der 26-Jährige pünktlich zur Pick Round zurück. Er nahm am Sonntag den Platz von Nick Plastino ein. Die andere Veränderung im Lineup betraf Simon Pitschieler, der eine weitere Bewährungschance erhielt und Domenic Alberga ersetzte.


Das Duell zwischen der besten Defensive (Bozen) und der schwächsten Offensive (Linz) hatte durchaus seinen Reiz. Das lag zum einen an den mutig auftretenden Black Wings, zum anderen an den Füchsen, denen man anmerkte, dass es de facto um nichts ging, ist doch der Grunddurchgangssieg schon fix in der Tasche. Diese beiden Faktoren führten dazu, dass sich ein munteres Spiel entwickelte, das bis zum Ende spannend blieb und von Linz mit 3:2 gewonnen wurde.

Füchse kommen besser aus den Blöcken
Mit 3:0, 4:0 und 3:1 hatten die Füchse die bisherigen drei Saisonduelle für sich entschieden. Zunächst deutete vieles daraufhin, dass sich dieser Trend fortsetzen würde. Denn in Linz spielte zu Beginn nur eine Mannschaft – und das war der HCB. Minutenlang belagerten die Südtiroler die Defensivzone des Schlusslichts. Bei einem doppelten Pfostenschuss von Dylan Di Perna hatten Brian Lebler & Co. noch Glück, kurz darauf zappelte der Puck dann aber im Netz. Paul Mocher, die etatmäßige Nummer 3 im Linzer Tor, leistete sich hinter seinem Gehäuse einen kapitalen Aussetzer, spielte Stefano Gilaiti einen perfekten Pass zu, der ohne Mühe ins verwaiste Tor einschob (9.). Ein bitterer Moment für den 21-Jährigen, hatte er doch bis dorthin starke Paraden gezeigt.

Immerhin fiel dieser Treffer nicht allzu stark ins Gewicht: Nur zwei Zeigerumdrehungen später tanzte Brian Lebler den lethargischen Ben Youds aus und ließ Justin Fazio mit einem satten Schuss ins Kreuzeck keine Chance – 1:1 hieß es zur Pause.

Dustin Gazley & Co. fanden nicht das richtige Rezept. © Draxler Hannes


Hatten die Foxes im ersten Spielabschnitt das Zepter noch fest in der Hand, so wandelte sich dies im Mitteldrittel. Nun übernahmen die Gastgeber das Kommando, sie konnten die Feldvorteile jedoch nicht in ein Tor ummünzen. Stattdessen gerieten sie in Unterzahl neuerdings in Rückstand. Anthony Bardaro, der im ersten Drittel die Torumrandung getroffen hatte, schlenzte das Hartgummi mit seiner perfekten Schusstechnik unhaltbar ins Netz (30.). Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Ireland-Truppe keine einzige Strafe kassiert. Dies änderte sich schlagartig, als Youds und Gleason Fournier binnen einer Minute auf der Strafbank Platz nehmen mussten. Linz fackelte in doppelter Überzahl nicht lange und bestrafte die Undiszipliniertheit der Gäste mit einer schönen Kombination, die Marco Brucker aus kurzer Distanz veredelte (39.).
Lebler ist der Mann des Spiels
Dieses Ergebnis war angesichts der Spielanteile verdient. Zwar kam der technische Unterschied zwischen den Teams zum Vorschein, dieses Defizit machten die Linzer mit einer großen Laufbereitschaft und hartem Körperspiel jedoch wett. Und sie konnten sich auf ihren besten Spieler verlassen – auch wenn beim 3:2 Göttin Fortuna eine große Rolle spielte. Ein Schuss prallte von Leblers Schlittschuh ab und passierte den machtlosen Fazio zum dritten Mal (45.). Vom Rückstand angestachelt warfen die Foxes alles nach vorne. Karl Stollery traf allerdings nur den Pfosten, während Findlay und Gazley im Abschluss die übliche Kaltschnäuzigkeit vermissen ließen. So mussten Bozen eine unerwartete, wenn auch verschmerzbare Niederlage einstecken.
Black Wings Linz – HCB Südtirol Alperia 3:2
BWL: Mocher (Gracnar); Roach-Piche, Dorion-Kragl, Beaudoin-Matzka; Umicevic-Hytonen-Lebler, Meija-Gaffal-Karppinen, Zusevics-Brucker-Leiler, Freuenschlag-Pusnik-Bretschneider, Mitsch.

HCB: Fazio (Irving); Stollery-Youds, Fournier-Tauferer, Robertson-Di Perna, Pietroniro; Halmo-Catenacci-Bardaro, Frank-Findlay-Gazley, Miceli-Bernard-Giliati, Insam-Frigo-Pitschieler, Deluca.

Tore: 0:1 Giliati (8.35), 1:1 Lebler (10.25), 1:2 Bardaro (29.22), 2:2 Brucker (38.18), 3:2 Lebler (44.19)
ICEHL: Die weiteren Ergebnisse
Villacher SV – HC Innsbruck 3:6
Tore: 0:1 Sideroff (5.31), 0:2 Sideroff (10.19), 0:3 Christoffer (12.04), 0:4 Paulweber (16.31), 1:4 Zauner (21.03), 2:4 Kosmachuk (29.12), 2:5 Sideroff (30.15), 2:6 Saxrud (37.12), 3:6 Krastenbergs (42.57)

Dornbirn Bulldogs – Bratislava Capitals 6:5 n.V.
Tore: 0:1 Kover (2.47), 1:1 Romig (5.16), 2:1 Häussle (9.18), 2:2 Mrazik (17.14), 3:2 Fröwis (24.06), 4:2 Luciani (31.13), 4:3 Bezak (32.31), 5:3 Luciani (44.15), 5:4 Buc (53.35), 5:5 Bubela (57.14), 6:5 Rapuzzi (60.26)

EC KAC – Fehervar 2:1 n.V.
Tore: 0:1 Lahti (7.29), 1:1 Fraser (21.51), 2:1 Bischofberger (61.38)

Red Bull Salzburg – Graz 99ers 4:3 n.V.
Tore: 0:1 Latta (00.34), 1:1 Huber (10.38), 2:1 Huber (17.58), 3:1 Harnisch (37.32), 3:2 Kirschlager (43.55), 3:3 Sointu (9.21), 4:3 Heinrich (63.46)

Die Tabelle:

SPGUVTVP
1. HCB Südtirol4027013128:7882
2. Klagenfurter AC4026014122:8079
3. Fehervar AV194025015136:11575
4. Vienna Capitals4024016129:10969
5. EC Salzburg4022018120:10568
6. Dornbirn Bulldogs4021019123:11260
7. Graz 99ers4017023109:13551
8. Bratislava Capitals4017023104:13351
9. HC Innsbruck4016024130:14050
10. Villacher SV401402693:13541
11. EHC Linz401102981:13334

Autor: leo

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