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Enttäuschte Mienen beim HCB: Das Finale 2021 ist Geschichte. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Tränen hüben wie drüben: Die Reaktionen zum ICE-Finale

Es waren Bilder, wie sie fast ein jedes Finale liefert: Exzessiver Jubel und Freudentränen auf der einen, hängende Köpfe und wasserunterlaufene Augen auf der anderen Seite. Und dennoch offenbaren die Reaktionen auf das entscheidende Finalspiel der ICE Hockey League etwas ganz Besonderes.

Über fünf Begegnungen beziehungsweise 303 Spielminuten haben sich die Cracks des HC Bozen und des Klagenfurter AC mit harten Bandagen beharkt und bekämpft, doch am Ende waren sich alle einig – und das ist die Eigenheit dieser Finalserie: Der KAC ist der verdiente Meister.


Daniel Frank, einer der Leitwölfe unter den Foxes, brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Was war der Unterschied? Wir haben 4:1 verloren, der KAC war also einfach besser als wir.“ Allerdings stand ihm die Enttäuschung deutlich ins Gesicht geschrieben, ebenso wie Stürmer Ivan Deluca, der im nachfolgenden Video-Interview um die richtigen Worte ringt.



HCB-Boss Dieter Knoll hatte noch am Abend der bitteren Finalniederlage eine erste, trockene Analyse parat: „Im Endspiel standen sich die beiden besten Teams gegenüber, auch wenn das Ergebnis klar ist, war es eine ausgeglichene Serie. Mit 7000 Fans im Rücken wäre es in diesem Spiel vielleicht anders gelaufen. Doch Spekulationen bringen uns nicht weiter. Ich bin keinesfalls niedergeschlagen, sondern denke bereits an die nächste Saison.“
Rührende Worte von Thomas Koch
Ein ganz anderes Bild bot sich am anderen Ende des Eisovals, dort wo sich rund um die Karl-Nedved-Trophäe eine feiernde Jubeltraube gebildet hatte. Losgestoßen hatten die Meisterparty Manuel Ganahl, als in seiner Funktion als KAC-Kapitän den Pokal in die Höhe stemmte. Er zeigte sich beim Siegerinterview sichtlich gerührt: „Ich bin so stolz. Was macht uns aus? Das Team. Viele haben im Hintergrund gearbeitet, einige Cracks haben sich durch die AlpsHL gekämpft, um dann bei uns zum Leistungsträger zu werden.“
„Ich hatte befürchtet, meine Karriere ohne Titel beenden zu müssen“
KAC-Goalie und Liga-MVP Sebastian Dahm
Den wohl größten Anteil am Klagenfurter Meistercoup lieferte aber nicht die enorm durchschlagsstarke Offensive, sondern Torhüter Sebastian Dahm. Der 34-jährige Däne war schlichtweg überragend und gewann den Vergleich mit seinem Gegenüber Leland Irving deutlich. Für ihn war es am Ende ein ganz besonderer Erfolg. „Ich hatte es in meiner Karriere lange Zeit erst gar nicht in die Nähe eines Endspiels geschafft und hatte demnach auch das Befürchten, meine Karriere ohne großen Titel beenden zu müssen. Deshalb bin ich nach Klagenfurt gegangen, ich wollte endlich Meister werden. Jetzt bin ich überglücklich.“

Thomas Koch stemmt zum 10. Mal in seiner Karriere einen Meisterpokal in die Höhe. © APA / EXPA/JOHANN GRODER


Sehr gerührt gab sich KAC-Crack Thomas Koch, der in seinen 20 Profijahren bei 9 verschiedenen Klubs spielte und nun bereits seinen 10. Titel einfuhr. Im Moment des großen Triumphs gedachte er an den ehemaligen Teamkollegen Adam Comrie, der im vergangenen Sommer bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. „Meine Gedanken sind bei Adam. Das sind Dinge, die über dem Sportlichen stehen, der Mensch Adam Comrie war ein ganz besonderer.“

Die übliche Meister-Bierdusche gab es dagegen für den Klagenfurter Meistertrainer Petri Matikainen, der das entscheidende Finalspiel im TV-Interview wie folgt zusammenfasste: „Es war wie erwartet. Wir taten uns schwer und wurden dann besser. Ich war immer der Mahner und habe penibel auf alles geachtet. Das werde ich auch in Zukunft tun.“


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Schlagwörter: Eishockey

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