h IHL

Voll fokussiert: Auch für den HC Eppan geht am Samstag die IHL-Saison los. Foto: Facebook

HC Eppan | Der Totalumbruch geht in die 2. Runde

15 Abgänge in zwei Jahren, darunter 12 Spieler, die in Eppan für Eishockey gestanden sind – Zahlen, die schlimme Zeiten prophezeien. Am Samstag geht auch für die Eppaner Piraten die IHL-Saison 2019/20 los. Trotz der vielen Abgänge gibt man sich im Überetsch optimistisch, der Nachwuchs bekommt von der Vereinsführung viel Vertrauen geschenkt. Sportnews hat einen Blick auf das Piratenlager an der Weinstraße geworfen.

Der Trainer
Mit Giovanni Marchetti haben die Eppaner einen Altbekannten an der Seitenbande stehen. Als Spieler bestritt er in die Saison 2008/09 in der Überetscher Gemeinde. Seit 2015 ist er in Eppan als Jugendtrainer angestellt, zuerst übernahm er für zwei Saisonen auch die Rolle als Assistenztrainer der Piraten. Jetzt steht er in der Führungsrolle. Für die Eppaner ein gelungener Coup, denn Marchetti bringt viel Spieler-und Trainererfahrung mit und gilt im Weindorf außerdem fast schon als Einheimischer.
Die Neuen
Es mangelt an Altbewährtem und Erfahrung. Kaum verwunderlich also, dass die Vereinsführung mit dem Italo-Kanadier Steve Pelletier (36) und dem Slowenen Rok Pajic (33) zwei erfahrene Ausländer an Bord geholt hat. Sie sollen der Mannschaft Stabilität verleihen und durch ihre Erfahrung voran gehen. In Südtirol sind Pelletier (fünf Saisonen beim HC Neumarkt, eine beim SV Kaltern) und Paijc (je eine Saison beim HC Pustertal und HC Bozen) jedenfalls keine unbekannten Gesichter. Des Weiteren soll der Kader mit Eigengewächsen etwas aufgestockt werden.
Die Abgänge
Letzte Saison waren es zehn teils schwerwiegende Abgänge, jetzt kommen noch fünf hinzu. Mit Daniel Peruzzo, Tobias Ebner, Stefan Unterkofler, Philipp Jaitner und Markus Siller haben gestandene Stammspieler ihre Schlittschuhe an den Nagel gehängt. Der Totalumbruch zieht sich also in Eppan weiterhin voran. Kleiner Trost: Markus Siller bleibt dem Verein als Assistenzcoach und sportlicher Leiter erhalten.
Aktuelle Form
Von fünf Vorbereitungsspielen konnten die Eppaner Piraten drei für sich entscheiden. Man ist ordentlich in die Saison gestartet, obwohl man im 15.000-Einwohner-Dorf erst eine Woche nach den anderen IHL-Vereinen die Schläger aus dem Schrank geholt hat. Das war durch kleinere Probleme an der Eismaschine bedingt, die mittlerweile in ein Riesenproblem ausgeartet sind: Die Eismaschine muss ausgetauscht werden, trainiert wird währenddessen in Kaltern, alle Heimspiele müssen auswärts ausgetragen werden. Eine Hiobsbotschaft, die schwere Folgen mit sich ziehen könnte.
Saisonziel
„Wir wollen nach dem Grunddurchgang eine der ersten 6 Tabellenplätze erreicht haben, damit wir uns direkt für die Play-offs qualifizieren. Wie es weitergeht, hängt von unserer Mannschaft ab.“ – Markus Siller, Sportlicher Leiter vom HC Eppan

Autor: fs

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210