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Die Teams schenkten sich keinen Zentimeter. © Kaltern Raiffeisen Arena

Hechte schicken Cavaliers in den Urlaub

Der SV Kaltern ist am Dienstagabend dank eines knappen Erfolges gegen die Unterland Cavaliers dem HC Meran ins Finale der Italian Hockey League gefolgt. Jonas Oberrauch avancierte in der leeren Würth-Arena in Neumarkt zum umjubelten Helden.

Das Duell zwischen den Cavs und den Hechten barg nicht nur wegen der geografischen Nähe eine große Portion Brisanz. Es trafen auch zwei Teams aufeinander, die sich während der gesamten Best-of-five-Serie auf Augenhöhe begegneten und sich teils hitzige Duelle lieferten. Auch am Dienstag hielt weder Unterland noch Kaltern zurück, sodass sich ein ansehnliches Playoff-Spiel entwickelte, an dessen Ende die Gäste einen 2:1-Sieg nach Verlängerung bejubelten.


Zunächst hielten sich die beiden Teams aber zurück, die Kontrolle und das Bestreben, keine Fehler zu begehen, herrschte vor. Dadurch waren Torchancen rar gesät, erst mit Fortdauer der Minuten brannte vor den beiden Goalies Gefahr auf. Hechte-Schlussmann Daniel Morandell wurde vor allem vom quirligen Filip Kokoska geprüft. Auf der Gegenseite musste Frederic Cloutier gegen Michael Felderer in höchster Not klären, als das eigene Team im Powerplay agierte. Überhaupt war Unterland im Überzahlspiel extrem konteranfällig. So kam es nicht überraschend, dass die größte Chance des Startdrittels Marko Virtala in Unterzahl vorfand. Dessen Schuss blieb aber am Gestänge hinter Cloutier hängen.

Immer wieder Cloutier
Hatte im ersten Abschnitt noch die Ausgeglichenheit das Spiel geprägt, so änderte sich dies im Mitteldrittel: Nun übernahmen die Gäste aus Kaltern die Kontrolle. Sie erspielten sich fast im Minutentakt Chancen, blieben jedoch stets am überragenden Cloutier hängen. Einzig dem Routinier war es zu verdanken, dass die in diesem Abschnitt unterlegenen Cavaliers nicht in Rückstand gerieten. Unter anderem entschärfte der Italo-Kanadier hundertprozentige Chancen von Michael und Raphael Felderer. Auch bei einem Versuch von Andreas Vinatzer war der 39-Jährige aufmerksam.

Andreas Vinatzer (im Vordergrund) war ein stetiger Unruheherd. © Kaltern Raiffeisen Arena


Der Treffer war jedoch nur aufgeschoben: Unterlands Martin Graf vertändelte zu Beginn des Schlussdrittels auf der eigenen blauen Linie den Puck. Teemu Virtala bedankte sich und prüfte Cloutier, der nur nach vorne abwehren konnte und so Maximilian Sölva das 1:0 auf dem Silbertablett servierte. Jener Maximilian Sölva, der in diesem Jahr für den HC Gherdëina auflief und für den Rest der Saison an seinen Heimatverein ausgeliehen wurde. Anschließend hatte Kaltern während zweier Powerplays die Chance zu erhöhen, doch erneut fanden Felderer & Co. in Cloutier ihren Meister. Die fahrlässige Chancenauswertung rächte sich, denn Unterland erzielte quasi aus dem Nichts den Ausgleich: Gabriel Zerbetto entwischte der Kalterer Verteidigung, blieb zunächst an Morandell hängen, spielte aber einen weiteren Pass zur Mitte, der von Tobia Pisetta über die Linie gedrückt wurde – 1:1.

Nach dem Ausgleich entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, das Luca De Donà und Sölva anderthalb Minuten vor Schluss entscheiden hätten können. Wiederum blieb der überragende Cloutier Sieger – und rettete sein Team so in die Verlängerung. Dort waren viereinhalb Minuten gespielt, als Jonas Oberrauch perfekt von Patrick Gius in Szene gesetzt wurde und alleine auf Cloutier zulief. Dieser konnte den ersten Versuch noch abwehren, beim Nachschuss war er jedoch machtlos. Somit zog Kaltern verdient in das Finale ein, wo der HC Meran bereits wartet.
IHL, Playoff-Halbfinale:
Unterland Cavaliers – SV Kaltern 1:2 n.V.
Tore: 0:1 Sölva (40.52), 1:1 Pisetta (48.21), 1:2 Oberrauch (64.36)
Endstand in der Serie: 2:3

Schlagwörter: Eishockey

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