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Kaltern-Kapitän Michael Fedlerer stemmt den nächsten Pokal, Luca Ansoldi und Co. stehen wieder mit leeren Händen da. © Grafik: A. Delvai/Foto: Pattis/det

Overtime | Kalterer Winner-Typen & Meraner Finalfluch

Bevor sich die SportNews-Overtime in die Sommerpause verabschiedet, präsentieren wir diese Woche zum letzten Mal unsere Auf- und Absteiger der Südtiroler Eishockeyszene. Dabei kommen wir um das spektakuläre Finale der Italian Hockey League nicht drum herum.


Aufsteiger
SV Kaltern

Wer hätte das gedacht? Die Hechte aus Kaltern sitzen auch zum Ende der Saison 2020/21 am IHL-Thron. In der von einer Corona-Pause gekennzeichneten Spielzeit waren die Überetscher als klarer Außenseiter am Start, steigerten sich dann aber auf beeindruckende Art und Weise. Im Playoff kickten sie im Halbfinale die zweitplatzierten Unterland Cavaliers aus dem Bewerb, um dann gegen den Regular-Season-Sieger und Titelfavoriten aus Meran zum ganz großen Coup auszuholen. Mit dem 3:2 nach Verlängerung am vergangenen Donnerstag, dem ersten Heimsieg im Finale, machten die Kalterer die kleine Sensation perfekt und landete mit dem 3:1-Serienstand die erfolgreiche Titelverteidigung.

Beeindruckend dabei: Wenn es in der Fünften Jahreszeit drauf ankommt, schaffen es die Kalterer immer wieder eine Schippe draufzulegen und eine Mentalität an den Tag zu legen, um die sie die gesamte Liga beneidet. Wahre Winner-Typen eben.
Absteiger
HC Meran

Das Gegenbeispiel zum SV Kaltern liefert der HC Meran, der nicht nur im Rivalen aus dem Süden ein rotes Tuch gefunden hat, sondern mittlerweile unter einem wahren Finalfluch leidet. Seit 2018 stand der Traditionsklub aus der Kurstadt immer im Finale, musste aber Eppan bzw. zwei Mal Kaltern den Vortritt lassen. Im selben Zeitraum schaffte es der HCM auch im Italienpokal drei Mal ins Endspiel, landete aber lediglich 2020 den finalen Triumph.

Ist es fehlende Nervenstärke, mangelnde Siegermentalität oder schlichtweg Pech? Diesen Fragen wird man in der Meraner Gampenstraße die nächsten Wochen auf den Grund gehen müssen. Fest steht: Mit dieser sportlichen Qualität und Erfahrung in den eigenen Reihen, darf man einfach nicht eine solche Vielzahl an Alles-oder-nichts-Spielen verlieren.

Autor: fop

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